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Pandemie füllt Spitäler

Salzburg richtet Transferstation für Patienten ein

Wien nimmt Corona-Erkrankten aus Mozartstadt auf

Mit 50 Corona-Patienten auf Salzburgs Intensivstationen ist die Obergrenze fast erreicht. Eine Transferstation soll künftig die Behandlung von Covid-Patienten ermöglichen, die keine Spitalsbehandlung mehr benötigen, aber noch nicht nach Hause können. Auch werden einige Patienten nach Wien verlegt.

Die erste Covid-19-Intensivpatientin aus Salzburg ist am Mittwoch in Wien eingetroffen. Die Frau wurde mit einem ÖAMTC-Rettungshubschrauber in die Bundeshauptstadt geflogen und ins Wiener AKH überstellt. Das teilte Gesundheitsverbund-Sprecher Markus Pederiva am Nachmittag der APA mit. Nach der Frau sollen drei weitere Intensivpatienten von Salzburg nach Wien überstellt werden, um die prekäre Coronavirus-Situation in dem Bundesland zu entspannen.

Salzburgs Spitäler stocken bei Intensivbetten auf

50 Corona-Patienten werden derzeit in Salzburgs Spitälern versorgt. Die Obergrenze von 51 ist damit beinahe erreicht. Wegen der angespannten Situation ist die Anzahl der Intensivbetten aufgestockt worden. Im Uniklinikum Salzburg können 13 weitere Betten mit Covid-Intensivpatienten belegt werden, im Klinikum Schwarzach weitere vier Betten, wie der Sprecher der Salzburger Landeskliniken (SALK), Wolfgang Fürweger, am Mittwoch auf APA-Anfrage erklärte.

Zusätzlich zu den aufgestockten Betten wurde auch eine Transferstation eingerichtet. Diese geht Donnerstagfrüh in Betrieb und soll die Versorgung von Corona-Patienten ermöglichen, die keine Spitalsbehandlung mehr benötigen, aber noch nicht nach Hause entlassen werden können.

Corona-Patient nach Wien gebracht

Ein Sprecher des Landes betonte gegenüber der APA, es werde alles getan, damit alle Menschen, die medizinische Versorgung benötigen, diese auch erhalten. Je nach Bedarf könnten noch weitere Covid-Intensivbetten bereitgestellt werden. Vorerst seien keine weitere Überstellungen in ein anderes Bundesland geplant. Zunächst bleibe es bei der Anzahl von vier Covid-Intensivpatienten, die heute und morgen aus Salzburg per Hubschrauber ins Wiener AKH gebracht werden. Der erste Transport ging heute Mittag über die Bühne.

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(SYMBOLBILD)

Starker Anstieg auf Intensivstationen in Salzburg

Im Bundesland Salzburg wurde bei den Corona-Intensivpatienten ein starker Anstieg verzeichnet: Die Zahl stieg von 38 am Montag auf 45 am Dienstag. Nun übernimmt Wien vier Salzburger Intensivpatienten.

Die Anzahl der Corona-Patienten auf den Normalstationen der Spitäler ist seit gestern annähernd gleich geblieben. Laut Landesstatistik waren es am Dienstag 205 Patienten, aktuell sind es 206.

Neugeborenes mit Covid-Verdacht

Das Bundesland Salzburg lag am Mittwoch mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 1.734,6 bundesländerweit erneut an der Spitze. Seit Dienstag wurden 1.464 Neuinfektionen und sieben Todesfälle in Zusammenhang mit Corona verzeichnet.

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Mehr als 13.000 Coronavirus-Neuinfektionen wurden am Samstag in Österreich verzeichnet. (SYMBOLBILD)

15.365 Neuinfektionen am Mittwoch

Am Mittwoch rapportierten Innen- und Gesundheitsministerium 15.365 Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden, das ist der zweithöchste Wert seit Pandemiebeginn. In Salzburg wurden 1.464 neue …

Immer mehr Kinder, die mit dem Coronavirus infiziert sind, benötigen medizinische Betreuung im Spital. Laut einem aktuellen Bericht von "ORF Salzburg" wurde ein Neugeborenes mit Covid-19-Verdacht in der Eltern-Kind-Station des Kinderspitals im Salzburger Uniklinikum eingeliefert. Es sei eines von fünf Kindern und Jugendlichen, die derzeit wegen einer Coronavirus-Infektion im Kinderkrankenhaus liegen. Ein fünfjähriger Bub brauche dort weiterhin eine Intensivbehandlung. Ein vierjähriges Mädchen, das unter der Corona-Folgeerkrankung PIMS gelitten habe, sei wieder zurück auf der Normalstation und dürfte das Spital bald verlassen.

Haslauer appelliert an Bevölkerung

Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) appelliert angesichts der dramatischen Lage in Salzburgs Spitälern abermals an die Bevölkerung, das Angebot der Corona-Impfung in Anspruch zu nehmen. "Das Land setzt jetzt alles daran, die Spitäler zu entlasten und die Versorgung aller Patientinnen und Patienten sicher zu stellen. Langfristig und nachhaltig wird sich die Lage aber nur mit dem richtigem Verhalten verbessern und vor allem, in dem man sich impfen lässt", so der Landeshauptmann in einer Aussendung.

(Quelle: APA/SALZBURG24)

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