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Salzburg setzt auf bewährtes Corona-Testsystem

Neue Strategie ab Freitag ausgerollt

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Ab Freitag startet das neue Corona-Testsystem. (SYMBOLBILD)

Das Corona-Testsystem in Österreich wird mit Freitag angepasst: Zum einen wird das Angebot "Salzburg gurgelt" nahtlos fortgesetzt, zum anderen kann auch in den meisten Apotheken des Landes weiterhin getestet werden. Die Salzburger:innen können aber in einem Monat immer nur eine der beiden Varianten nutzen.

Mit Anfang April gelten neue Vorgaben des Bundes für das Corona-Testsystem in Österreich. Das heißt aber nicht, dass zwei Tage davor jene Verordnung vorliegt, die das ganze Prozedere genau regelt. Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) meinte heute dazu im Pressefoyer nach dem Ministerrat, sie werde rechtzeitig fertig. Man arbeite präzise, damit die Verordnung auch bei Einsprüchen halte.

"Salzburg wird diese Bestimmungen übernehmen und hat sein Testsystem fit für die kommenden Wochen und Monate gemacht, um sicher durch den Frühling und den Frühsommer zu kommen", informiert Peter Schinnerl, Leiter des Salzburger Covid-Managements, am Mittwoch.

Das ist das Testsystem

Das Salzburger Testkonzept fußt auf drei Säulen: Es gibt weiterhin PCR-Gurgeltests für zu Hause, insgesamt fünf pro Monat. In den Apotheken gibt es ebenfalls fünf PCR-Testmöglichkeiten, diese sind auch für Menschen ohne Online-Zugang. Behördliche Drive-in-Teststationen werden unverändert weiter betrieben, die bisherigen Rot-Kreuz-Teststraßen werden aktuell nicht mehr benötigt.

Neuerung bei "Salzburg gurgelt"

Die Test-Kits werden nach der Registrierung auf der "Salzburg gurgelt"-Homepage in den Spar-Märkten ausgegeben und müssen dort nach dem Test eingeworfen werden. Das System zählt ab April die Testungen im Monat mit. Der Benutzer sieht auf der Plattform einen Zähler, der anzeigt, wie viele Tests im laufenden Monat noch möglich sind, erklärte Novogenia-CEO Daniel Wallerstorfer. Nach fünf Tests ist Schluss. Außerdem wird auch die Ausgabe des Testmaterials limitiert. Eine neue Zehner-Packung erhält man erst, wenn mindestens sechs Proben eingereicht worden sind.

Apotheken bleiben Anlaufstelle

67 der landesweit 95 Apotheken würden derzeit PCR-Tests anbieten, sagte Kammerpräsidentin Kornelia Seiwald. Dieses Angebot bleibt laut Schinnerl aus zwei Gründen erhalten. Einerseits sei es für Menschen gedacht, die nicht technik-affin sind, was bei "Salzburg gurgelt" zu einem gewissen Maß notwendig ist. Und andererseits erfolgen in den Apotheken auch jene zusätzlichen Tests, wenn jemand über die fünf kostenlosen Proben im Monat hinaus weitere PCR-Nachweise benötigt, etwa als Mitarbeiter oder auch Besucher eines Spitals oder Seniorenheimes. "Diese Menschen müssen in der Apotheke glaubhaft machen, dass sie zu dieser Gruppe gehören", so Schinnerl, wobei der Bund mitgeteilt habe, dass man bei den zusätzlichen Tests sehr niederschwellig bleiben solle.

Bisher drei Millionen Tests bei Roten Kreuz

"Seit dem Start im Jänner 2021 haben wir mehr als zwei Millionen Antigen- und eine Million PCR-Tests in unseren bis zu 51 Rotkreuz-Teststraßen abgenommen oder die Durchführung beaufsichtigt. Knapp 40.000 sonst unentdeckte Corona-Infektionen konnten so frühzeitig erkannt werden“, zieht Landesrettungskommandant Anton Holzer Bilanz. Zuletzt waren 14 Teststationen in Betrieb, die mit Ende März auslaufen. In der vergangenen Woche wurden dort 4.765 Corona-Antigen-Schnelltests und 15.783 PCR-Gurgeltests beaufsichtigt durchgeführt. 3.396 Salzburger:innen haben einen Antigen-"Wohnzimmertest" durchgeführt

Behördliche PCR-Tests bleiben

Weiter aufrecht bleiben die Drive-in-Stationen für PCR-Tests, die von der Gesundheitsbehörde angeordnet werden. Hier wird künftig auch das Freitesten abgewickelt. Mitte März wurde mit rund 32.967 behördlichen PCR-Tests pro Woche der Höhepunkt erreicht. Beim beaufsichtigten PCR-Gurgeln war die Woche ab 17. Jänner mit 62.445 Tests die stärkste, zu Hause gurgelten 60.987 in Salzburg Mitte November am meisten. Die insgesamt meisten PCR-Tests, nämlich 145.573, gab es ebenfalls in der Woche ab 17. Jänner dieses Jahres, bei den Antigen-Tests waren es 340.562 Anfang Juni 2021. Im Bundesländervergleich liegt Salzburg beim Testen unter den Top 3.

Corona-Infektionen gehen zurück

Die aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz ist mit heutigem Stand gegenüber der Vorwoche um 200 Punkte auf 2.316 zurückgegangen, der niedrigste Stand seit rund vier Wochen. "Der rückläufige Trend wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in den kommenden Tagen fortsetzen", so Landesstatistiker Gernot Filipp. Derzeit befinden sich 105 Covid-19-Patient:innen im Spital, davon zehn auf der Intensivstation.

3-G in Nachtgastro, Pflege- und Gesundheitsbereich

Wer nicht geimpft oder innerhalb der vergangenen drei Monate genesen ist, benötigt für die Nachtgastronomie sowie den Gesundheits- und Pflegebereich einen Testnachweis, wobei ein PCR-Test nicht älter als 72, ein Antigentest nicht älter als 24 Stunden sein darf. In Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie in Krankenhäusern und Kuranstalten ist zusätzlich immer eine FFP2-Maske zu tragen. Im Grenzverkehr nach Bayern gilt ebenfalls 3-G, allerdings werden Antigen-Wohnzimmertests hier nicht anerkannt.

Innen nur mit Maske

FFP2-Maskenpflicht für alle über 14 (Mund-Nasenschutz für Kinder ab 6) gilt generell überall dort, wo im Innenbereich kein 3-G-Nachweis notwendig ist, also wie bisher in den Öffis, aber auch am Arbeitsplatz, in Restaurants, im Handel und in Freizeit- und Sporteinrichtungen. Bei Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern muss dann keine Maske getragen werden, wenn alle mindestens einen negativen gültigen Antigentest vorweisen.

(Quelle: SALZBURG24/APA)

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