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Sauberes Trinkwasser

Austrian Doctors bauen Brunnen in Äthiopien

Salzburg unterstützt Projekt in Bake Kelate

Für einen nachhaltigen Zugang zu sauberem Wasser in Bake Kelate, einer Kleinstadt in Äthiopien, will die Organisation Austrian Doctors gemeinsam mit „Menschen für Menschen“ sorgen. Unterstützt wird das Projekt vom Land Salzburg.

Bake Kelate ist eine Kleinstadt mit rund 30.000 Einwohnern in einem abgelegenen Gebiet in Äthiopien. Die Hygiene dort sei mangelhaft, saubere Toiletten fehlten meist, ebenso die Abwasser- und Müllentsorgung, meint das Land heute in einer Aussendung.

Rund ein Drittel der Bevölkerung Äthiopiens habe bis heute keinen Zugang zu sauberem Wasser, in ländlichen Regionen seien es noch mehr. „Speziell Frauen und Mädchen, die bisher täglich stundenlang damit beschäftigt waren, Wasser für den täglichen Bedarf zu beschaffen, sollen entlastet werden und dadurch mehr Zeit für Schulbildung oder bezahlte Arbeit bekommen“, erläutert Landesrätin Andrea Klambauer (NEOS). Mit 300.000 Euro wird das Projekt vom Land Salzburg unterstützt.

Projekt plant Tiefbrunnen in Bake Kelate

Neu gebaut werden soll eine Anlage mit zwei Tiefbrunnen und einem Reservoir, in enger Abstimmung mit den regionalen Behörden. Die Wohnbevölkerung ist eingebunden und beteiligt sich aktiv.

Mehr als 27.000 Menschen in Bake Kelate und weitere 2.000 im unmittelbaren Einzugsgebiet der Kleinstadt sollen so zu sauberem Wasser kommen. Darüber hinaus sollen rund 12.000 Menschen in acht Schulen direkt durch den Anschluss an das Versorgungsnetz profitieren.

Austrian Doctors leisten freiwillige Arbeit

Die Austrian Doctors, 2008 in Salzburg gegründet, leisten freiwillige unbezahlte Einsätze, fördern Schulen und Erwachsenenbildung und kümmern sich um medizinische Grundbedürfnisse. Projekte wurden bereits in Kenia, Sierra Leone, Bangladesch, Indien und auf den Philippinen umgesetzt. „Wir haben gesehen, wie eng der Zugang zu sauberem Wasser und die Gesundheit miteinander verknüpft sind. Indem wir die Menschen eng einbinden, legen wir den Grundstein für den nachhaltigen Erfolg des Projekts“, so Obmann Christian Gross.

Arbeit "Hand in Hand mit der Bevölkerung"

Die auf Initiative von Karlheinz Böhm gegründete Partnerorganisation „Menschen für Menschen“ verfügt über eine 40-jährige Entwicklungserfahrung im Land. „Wir arbeiten Hand in Hand mit der Bevölkerung, um ländliche Regionen in Äthiopien als Ganzes zu entwickeln. Die konkreten Bedürfnisse der Menschen stehen von der Planung bis zur Umsetzung im Mittelpunkt. So auch beim Bau des Wasserversorgungssystems für Bake Kelate, an dem sich die Bewohnerinnen und Bewohner der Kleinstadt aktiv beteiligen“, betont Markus Schwarz-Herda, Vorstand Menschen für Menschen Österreich.

(Quelle: SALZBURG24)

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