Jetzt Live
Startseite Salzburg
Positiver Trend

Salzburg mit weniger Verkehrstoten diesen Sommer

Rückgängige Zahlen im Vergleich zum Vorjahr

Verkehrstote, Kreuz, Straße, SB APA/dpa/UNBEKANNT
Fünf Menschen kamen durch Unfälle in Salzburg ums Leben. (SYMBOLBILD)

Die Zahl der Verkehrstoten auf Salzburgs Straßen war im diesjährigen Sommer niedriger als im Sommer des Vorjahres. Nach den vorläufigen Zahlen kamen heuer im Juli und August fünf Menschen bei Verkehrsunfällen in Salzburg ums Leben. Das sind drei weniger als zur selben Zeit im Jahr 2019, berichtet der VCÖ. Österreichweit wurden seit Jahresbeginn 213 Menschen im Straßenverkehr getötet, das sind bereits jetzt mehr Todesopfer als die Schweiz im gesamten Vorjahr zu beklagen hatte.

Laut Innenministerium sind heuer im Juli und August in Salzburg fünf Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Gegenüber Juli und August des Vorjahres ist die Zahl der Todesopfer um drei zurückgegangen, gegenüber Juli und August 2017 sogar um acht, berichtet der VCÖ. Im Sommer 2016 waren so wie heuer fünf Verkehrstote zu beklagen. 

Corona reduziert Transitverkehr

Auch österreichweit ging die Zahl der Verkehrstoten im heurigen Sommer zurück, um ein Drittel von 93 auf 63. "Der heurige Sommer war regnerischer als der Hitzesommer des Vorjahres. Und die Covid-19-Pandemie hat den Transitverkehr durch Österreich reduziert. In Summe hat das zu einer verbesserten Unfallbilanz geführt", stellt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer fest.

 

Insgesamt kamen seit Jahresanfang 213 Menschen bei Verkehrsunfällen in Österreich ums Leben, zur gleichen Zeit des Vorjahres waren es 288. Der deutliche Rückgang in Österreich ist aber weniger auf Verkehrssicherheitsmaßnahmen als vielmehr auf den Verkehrsrückgang in Folge der Covid-19 Pandemie zurückzuführen.

Schweiz mit Vorreiterrolle

Dass Österreich bei der Verkehrssicherheit großen Aufholbedarf hat, zeigt der Vergleich mit der Schweiz. Im gesamten Vorjahr zählte die Schweiz 187 Verkehrstote. "Österreich verzeichnet bereits nach acht Monaten und trotz Effekte der Covid-19-Pandemie mehr Verkehrstote als die Schweiz im gesamten Vorjahr", verdeutlicht VCÖ-Sprecher Gratzer. Die Schweiz geht seit einigen Jahren gegen die Unfallursache zu hohes Tempo sehr konsequent vor mit niedrigeren Tempolimits, geringeren Toleranzgrenzen und höheren Strafen. Die Rad-Infrastruktur ist besser ausgebaut als in Österreich. In den Städten wird eine fußgängerfreundliche Verkehrsplanung mit Verkehrsberuhigung und vielen Begegnungszonen forciert. Allein in der 145.000 Einwohnerstadt Bern gibt es mehr als 100 Begegnungszonen.

 

Verstärkte Maßnahmen gegen Raser notwendigt

Für die Verkehrssicherheit in Österreich sind verstärkte Maßnahmen gegen zu hohes Tempo im Straßenverkehr und für mehr Aufmerksamkeit wichtig. Die Toleranzgrenzen beim Überschreiten von Tempolimits sind zu reduzieren, das Vormerksystems um Delikte wie Handy am Steuer und Raserei zu erweitern. "Im Ortsgebiet braucht es ein kind- und seniorengerechtes Verkehrssystem. Die Gesundheit der schwächsten Verkehrsteilnehmer, und das sind Kinder sowie ältere Menschen, hat Vorrang", stellt VCÖ-Sprecher Gratzer abschließend fest.

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 18.04.2021 um 07:31 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/salzburg-verzeichnet-weniger-verkehrstote-im-sommer-2020-92282050

Kommentare

Mehr zum Thema