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Welcher Bezirk Sorgen macht

Salzburg vorerst ohne Corona-Verschärfungen

Land will einzelne Hotspot-Gemeinden einkapseln

Das Land Salzburg sieht vorerst keine Notwendigkeit dafür, Sondermaßnahmen für ganze Hochinzidenz-Bezirke einzuführen. "Wir kapseln lieber Hotspots ein, als ganze Bezirke", sagte ein Sprecher von LH Wilfried Haslauer (ÖVP).

Ein Erlass des Gesundheitsministeriums sieht für Bezirke mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 400 (über den Zeitraum einer Woche) zwar eine Ausreisetestpflicht vor. In Salzburg wäre davon der Pongau betroffen, wo die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner laut AGES zuletzt bei gut 433 lag – aktuell der dritthöchste Wert in Österreich.

Verschärfungen bei starkem Infektionsgeschehen

"Wir kapseln lieber Hotspots ein, als ganze Bezirke", sagte dazu ein Sprecher von Landeshauptmann Haslauer am Dienstag. "In Gemeinden mit starkem Infektionsgeschehen haben wir ja bereits Verschärfungen." So seien nach wie vor die Beschränkungen im Gasteinertal, aber auch in der Gemeinde Muhr im Lungau aufrecht.

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Die Ausreisetests in Muhr im Lungau starten.

Ausreisetests für Muhr enden

Die Ausfahrtsbeschränkungen für die Gemeinde Muhr im Lungau laufen am morgigen Mittwoch zu Mitternacht aus. Das hat das Land Salzburg am frühen Dienstagabend mitgeteilt.

"Neben der Testpflicht bei der Ausreise kontrolliert die Polizei verstärkt das Einhalten der Quarantäne. Ein Auslaufen der Quarantäne ist zusätzlich nur mit einem negativen Test möglich." Zusätzlich mussten die Schulen wieder auf Distance-Learning umstellen.

Vorerst keine Salzburger Bezirken sperren

"Solange uns die Einsatzkräfte sagen, Kontrollen in vier bis fünf Hotspots sind machbar, solange möchten wir keine ganzen Bezirke sperren. Wenn es dann auf einmal 14 oder 15 Hotspots wären und sich das nicht mehr kontrollieren ließe, müsste man entweder ganze Talschaften oder eben den ganzen Bezirk abriegeln. Das steht aber momentan nicht zur Diskussion."

Corona-Maßnahmen im Gasteinertal verlängern?

Diese Woche werde auch entschieden, ob die Maßnahmen im Gasteinertal verlängert werden. "Das dürfe, wie es aussieht, wohl der Fall sein", sagte der LH-Sprecher. Das Land beobachte zudem aktuell besonders stark betroffene Gemeinden genau - unter anderem etwa Abtenau (Tennengau) oder Schwarzach (Pongau). "Die Inzidenz ist dabei aber nicht alleiniger Faktor. Verschärfungen sind auch davon abhängig, wie nachvollziehbar und abgrenzbar einzelne Cluster sind."

Zahlen steigen im Tennengau

In Salzburg bereitet den Gesundheitsbehörden neben dem Pongau auch der Bezirk Hallein (Tennengau) Sorgen. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt dort laut AGES bei rund 370, in den anderen Salzburger Bezirken bei Werten zwischen 254 und 272. Insgesamt meldete das Land am Dienstag 244 Neuinfektionen. Mit Stand Dienstagfrüh befanden sich 115 Covid-19-Patienten im Spital, davon wurden 18 auf Intensivstationen betreut.

Wie ein Sprecher der Landeskliniken zur APA sagte, habe man in der letzten Ausbaustufe Platz für maximal 49 Intensivpatienten - schon viel früher würden dadurch aber die Operationskapazitäten anderer Abteilungen begrenzt. Die Zahl der Corona-Todesfälle im Bundesland stieg zuletzt um einen auf 525.

(Quelle: APA)

3.415 Corona-Neuinfektionen am Dienstag

symb_coronavirus Pixabay
(SYMBOLBILD)

Die Coronavirus-Situation in Österreich verschärft sich weiter. Am Dienstag meldeten Innen- und Gesundheitsministerium 3.415 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Eine deutliche Steigerung gab es bei Covid-19-Patienten auf Intensivstationen.

Hier mussten seit Montag 27 weitere Infizierte aufgenommen werden, insgesamt benötigen somit bereits 437 Menschen intensivmedizinische Versorgung. Ähnlich viele waren es zuletzt am Tag des Beginns des dritten harten Lockdowns am 26. Dezember.

Damals wurden österreichweit 431 Erkrankte auf Intensivstationen behandelt. Erstmals seit zwei Monaten gab es am Dienstag auch wieder mehr als 2.000 Patienten in Spitalsbehandlung. 2.046 Patienten lagen in Krankenhäusern, 66 mehr als am Montag. Eine ähnliche hohe Zahl an Spitalspatienten gab es zuletzt mit 2.061 am 19. Jänner. Besonders dramatisch war die Entwicklung weiterhin in Wien. Hier lagen am Dienstag bereits 168 Patienten auf Intensivstationen - um sechs mehr als am bisherigen Höchststand am 21. November.

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Rund 3.100 Neuinfizierte pro Woche

Die Sieben-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner stieg am Montag österreichweit auf 247,1 an. Innerhalb der vergangenen Woche waren 21.995 Neuinfektionen verzeichnet worden. Im Schnitt infizierten sich in der vergangenen Woche täglich 3.142 Menschen mit dem Coronavirus. Am Dienstag waren österreichweit 32.919 Menschen bestätigte aktive Fälle - um 670 mehr als am Montag. Im Schnitt kamen in der vergangenen Woche somit täglich 800 weitere aktive Fälle hinzu.

Seit Montag kamen 32 Todesopfer hinzu. Österreichweit sind somit bereits 9.121 Personen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Innerhalb der vergangenen Woche wurden 195 Todesfälle registriert. Pro 100.000 Einwohner sind seit Beginn der Pandemie bereits 102,5 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

Seit Beginn der Pandemie vor mehr als einem Jahr in Österreich wurden bereits 519.980 Menschen positiv getestet, das entspricht bereits 5,8 Prozent der Gesamtbevölkerung. 477.940 gelten als wieder genesen. Den 3.415 Neuinfektionen standen am Dienstag wieder deutlich weniger - 2.713 - neu genesene Menschen gegenüber.

Österreich vor einem Jahr im Corona-Lockdown

Vor genau einem Jahr - Österreich befand sich damals im ersten Lockdown - wurden übrigens 585 Neuinfektionen gemeldet. Österreich verzeichnete bis zu diesem Zeitpunkt 40 Coronavirus-Todesfälle. Die Zahl der bestätigten aktiven Fälle lag bei damals wenigen 2.061 Testungen innerhalb von 24 Stunden bei 3.475. Genau 108 SARS-CoV-2-Infizierte lagen in Krankenhäusern. Davon benötigten am 23. März 2020 insgesamt 13 intensivmedizinische Versorgung.

In Österreich wird immer mehr getestet

Am Dienstag wurden wieder höhere Testzahlen als zu Wochenbeginn verzeichnet. Insgesamt wurden in den vergangenen 24 Stunden 369.807 PCR- und Antigenschnell-Tests eingemeldet. Davon waren 49.167 aussagekräftige PCR-Tests, die Positivrate lag bei 6,9 Prozent. Im Schnitt waren in der vergangenen Woche täglich 51.138 zuverlässliche PCR-Abstriche - untersucht worden, davon fielen 6,1 Prozent positiv aus. Allein in der vergangenen Woche wurden in Österreich mehr als zwei Millionen PCR- und Antigenschnell-Tests durchgeführt.

Sehr unterschiedlich fiel am Dienstag die Zahl der Neuinfektionen in den einzelnen Bundesländern aus. Dramatisch hoch waren sie in Wien - 1.091 neue Fälle kamen in der Bundeshauptstadt hinzu. Niederösterreich meldete 667 Neuinfektionen, Oberösterreich 494, die Steiermark 334, Salzburg 244 und Tirol 213. In Kärnten wurden 190 weitere Infizierte verzeichnet, im Burgenland 103 und in Vorarlberg 79.

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Neuinfektionen nach Bundesländern

  • Burgenland: 103
  • Kärnten: 190
  • Niederösterreich: 667
  • Oberösterreich: 494
  • Salzburg: 244
  • Steiermark: 334
  • Tirol: 213
  • Vorarlberg: 79
  • Wien: 1.091

Corona-Zahlen für Salzburg

Laut Salzburger Landesstatistik beträgt die 7-Tages-Inzidenz aktuell 308,8. Derzeit sind insgesamt 2.903 Menschen in Salzburg aktiv mit Corona infiziert.

Aktiv Infizierte nach Bezirken:

  • Stadt Salzburg 793
  • Flachgau 758 
  • Tennengau 357
  • Pongau 548
  • Pinzgau 349 
  • Lungau 98

Derzeit befinden sich landesweit 115 Covid-19-Patienten im Spital, davon werden 18 auf der Intensivstation betreut. Bis dato sind im Land Salzburg 525 Menschen im Zusammenhang mit Corona verstorben.

Aufgerufen am 17.04.2021 um 04:53 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/salzburg-vorerst-ohne-corona-verschaerfungen-101474602

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