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VCÖ zieht BIlanz

Zahl von Verkehrstoten in Salzburg niedrig wie nie

Verkehrsclub fordert bessere Rad- und Öffi-Infrastruktur

SB, Verkehr, Lärm, Salzburg Land Salzburg/Otto Wieser
Salzburg steuert auf die beste Verkehrsunfallbilanz seit Bestehen der Unfallstatistik zu. (SYMBOLBILD)

Salzburg steuert auf die beste Verkehrsunfallbilanz seit Bestehen der Unfallstatistik zu: Der bisher niedrigste Wert von 27 Verkehrstoten könnte heuer unterschritten werden. Das teilt der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) heute in einer Aussendung mit.

Die beste Verkehrsbilanz seit Bestehen der Unfallstatistik könnte heuer von Salzburg unterschritten werden. 24 Menschen sind in diesem Jahr bei Verkehrsunfällen verstorben, der bisher niedrigste Wert liegt bei 27 (2014 und 2018). Der Blutzoll sei aber nach wie vor hoch, so der VCÖ. Er plädiert für verstärkte Verkehrssicherheitsmaßnahmen.

 

Neue beste Verkehrsunfallbilanz in Salzburg in Sicht

Im Corona-Jahr 2020 verloren 28 Menschen ihr Leben im Straßenverkehr. Im Jahr 2012 wurden sogar 46 Menschen bei Unfällen im Verkehr getötet. "Die Verkehrssicherheitsmaßnahmen auf Landesebene sowie in den Gemeinden und Städten wirken. Die 24 Todesopfer des Jahres 2021 sind aber Mahnung, weitere Maßnahmen zu setzen, um die Zahl der schweren Verkehrsunfälle zu reduzieren", betont VCÖ-Sprecher Christian Gratzer.

VCÖ spricht sich für strengere Tempolimits aus

Auch die Bundeseben sieht der VCÖ gefordert. So sei eine wichtige Maßnahme für mehr Sicherheit im Straßenverkehr Tempolimit 80 statt 100 auf Freilandstraßen, wie es beispielsweis in der Schweiz gilt. Auch in 22 der 27 EU-Staaten sei das Tempolimit auf Freilandstraßen mit 90, 80 oder 70 km/h niedriger als in Österreich.

Mehr Öffentliche in Regionen

Nötig seien auch präventive Maßnahmen wie mehr Bahn und Busverbindungen in den Regionen. Das tödliche Unfallrisiko sei in den vergangenen drei Jahren mit dem Pkw 15 Mal so hoch gewesen wie mit dem Bus und sogar 78 Mal so hoch wie mit der Bahn, zeige eine VCÖ-Analyse. Gerade am Wochenende könne man mit Anrufsammeltaxis und Discobusse viele schwere Unfälle von Jugendlichen und jungen Erwachsenen vermeiden.

 

Verkehrsclub fordert bessere Rad-Infrastruktur

Um die Sicherheit für die steigende Anzahl der Radfahrerinnen und Radfahrer zu erhöhen, sei der starke Ausbau der Radinfrastruktur wichtig. "Es braucht in den Regionen und auch Städten und Gemeinden eine zeitgemäße und sichere Infrastruktur für den Radverkehr", so Gratzer.

In den Regionen sei wichtig, dass Siedlungen den nächstgelegenen Ort über eine sichere Radverbindung erreichen können. Wenn Siedlungen nur über eine Freilandstraße mit dem nächsten Ort verbunden sind, bestehe Handlungsbedarf. In den Städten und Gemeinden sei mehr Verkehrsberuhigung und mehr Tempo 30 statt 50 nötig. Eine Maßnahme, die auch den Fußgängerinnen und Fußgänger, insbesondere Kindern und älteren Menschen zugutekomme, erinnert der VCÖ.

Meiste Verkehrstote in Oberösterreich

Die meisten Verkehrstoten waren heuer mit 89 Verstorbenen in Oberösterreich zu beklagen (um 22 mehr als im gesamten Vorjahr). In Niederösterreich kamen 87 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben (minus 3), in Kärnten 36 (plus 1), in Tirol 28 (plus 2). Die wenigsten Verkehrstoten verzeichnet das Burgenland, wo heuer acht Menschen im Straßenverkehr ums Leben kamen, um zehn weniger als im Jahr 2020.

Bundesweite Umsetzung von Raserpaket

„Wir möchten uns bei allen bedanken, die sich tagtäglich für die Verkehrssicherheit einsetzen. Die Maßnahmen sollen einen Beitrag leisten, Sicherheit auf unsere Straßen zu bringen. Jedes Todesopfer ist dennoch eines zu viel. Wir werden daher weiter darauf drängen, vor allem das zweite Raserpaket auf Bundesebene umzusetzen. Die Möglichkeit der Fahrzeugabnahme muss im nächsten Jahr kommen, das werden wir vehement einfordern“, teilt Verkehrslandesrat Stefan Schnöll (ÖVP) in einer Aussendung des Landes mit.

(Quelle: SALZBURG24)

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