Jetzt Live
Startseite Salzburg
Neues Scheibsta-Album

Salzburger Musiker wollen "neu gestalten"

"Wo beginnt man? Am besten immer am Anfang!" Mit dieser klaren Ansage eröffnen Scheibsta und die Buben ihr neues Album "Nächstes Kapitel". Der Salzburger Rapper und seine Band knüpfen damit nicht nur an bisher Erreichtes an, sondern erweitern ihren Kosmos.

"Die Motivation war schon, Dinge über Bord zu werfen und neu zu gestalten", betont Scheibsta. Entstanden sind die Songs verteilt über das vergangene Jahr, zunächst gab es drei Songwritingblöcke zu mehreren Tagen. "Da haben wir alles aufgebaut und verkabelt, um jederzeit aufnehmen zu können", erinnert sich Keyboarder Philipp Bernsteiner im APA-Interview. "Dann wird gejammt, man probiert etwas aus, findet einige Ideen, schneidet mit. Am Ende der Sessions haben wir dann aussortiert." Herausgekommen sind letztlich elf Nummern, die vom rockigen Auftakt "Wo beginnt man" bis zur Melancholie von "Sticky Fingers" eine ordentliche musikalische Bandbreite beinhalten.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Stimmaufnahmen fürs neue Album #NächstesKapitel mit @olizuel

Ein Beitrag geteilt von Scheibsta (@scheibsta) am

Scheibsta und die Buben sind unerschrocken

"Es war auf jeden Fall der Wunsch da, Sachen in diesem Prozess neu anzugehen", nickt Philipp "Scheibsta" Scheiblbrandner. "Es ist doch das vierte Album, teilweise verfällt man in einen repetitiven Charakter." Anstatt sich nur zu wiederholen, hat das Sextett bewährte Zutaten neu geordnet und zeigt sich unerschrocken im Umgang mit unterschiedlichsten Mitteln. Trompeter Johann Öttl hat etwa einige Bläsersätze eigens arrangiert, aber auch die weiteren Instrumentalisten dürfen sich in den Vordergrund spielen. Ein Solo hier, eine unerwartete Abzweigung dort – schon ist man mitten drin in dieser bunten Welt.

Salzburger Gemeinschaftsprojekt

Zudem präsentiert sich Scheibsta mit manchmal ungewohnt-eigenwilligem Flow. "Ein gutes Beispiel dafür ist wohl 'Ein Lied', das ist schon fast poetry-artig", stimmt er zu. "Es war spannend zu schauen, wo das hinführt." Der frische Zugang, den man versuchen wollte, er offenbart sich auch an vielen anderen Stellen. "Nächstes Kapitel" ist dabei ein durch und durch kollaboratives Unterfangen. "Der Input kommt von uns allen, also gehören uns die Nummern auch allen gemeinsam", erklärt Bernsteiner für die restlichen Kollegen Öttl, David Binderberger (Gitarre), Klaus Brennsteiner (Schlagzeug) und Lukas Pamminger (Bass).

Viel Druck und Spielwitz

Wie üblich sind die Arrangements ausgefeilt und aufwendig, sind die Ohrwurmmelodien nicht zu knapp gesät und weiß Scheibsta mit seiner Mischung aus persönlichen Beobachtungen, Wortwitz und nachdenklichen Wendungen zu überzeugen. So amüsant die Katzenstory in "Alles ok" ist, so pointierte Bilder findet er in "Heulen nach Athen" für gesellschaftspolitische Zustände. Hier ohne Plattitüden und Klischees auszukommen, sei "gleichzeitig wahnsinnig einfach und wahnsinnig schwierig".

In den kommenden Wochen ist das auch live zu erleben, wobei ein Buben-Konzert üblicherweise noch deutlich mehr liefert, als es die Studioaufnahmen erahnen lassen: Viel Druck und Spielwitz treffen auf reichlich Platz für Improvisationen. So überstehe man auch stressige oder nervige Momente, die das Musikerleben so mit sich bringt. Die gute Laune ist glücklicherweise auch äußerst ansteckend.

(APA)

(Quelle: APA)

Whatsapp

Aufgerufen am 23.08.2019 um 06:53 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/salzburger-band-scheibsta-und-die-buben-mit-neuem-album-68889910

Kommentare

Mehr zum Thema