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Salzburger Ex-Anwalt Anfang des Jahres delogiert

Der Beschuldigte Salzburger Ex-Anwalt ist Anfang dieses Jahres delogiert worden, zahlreiche Gegenstände aus seinem Haushalt wurden am 11. Jänner versteigert.

Laut dem Alpenländischen Kreditorenverband (AKV) ist nicht einmal genug Geld da, um die Kosten der Konkursverfahren zu bezahlen.

Die 27 Gläubiger des privaten Konkursverfahrens meldeten bis zur Prüfungstagsatzung Forderungen von 251.656 Euro an, die 18 Gläubiger der Rechtsanwalt GmbH des Beschuldigten erhoben Ansprüche in der Höhe von insgesamt 105.661 Euro. "Der Schaden dürfte auch in dieser Höhe sein. Es herrscht Masseunzulänglichkeit", sagte Klaus Zuckerstätter vom AKV Salzburg gegenüber der APA.

Jurist erschien nie persönlich bei Konkursverhandlungen

Bei den bisherigen zwei Konkursverhandlungen am Landesgericht Salzburg ist der Jurist nie persönlich erschienen, wie die APA am Donnerstag erfahren hat. Es liegt auch keine aktuelle Adresse vor. Der Masseverwalter konnte mit dem 45-Jährigen offenbar nur per E-Mail in Kontakt treten.

Der gesuchte Jurist stand auch immer wieder in der Edikt-Datei des Justizministeriums. Zur den Versteigerungen waren beispielsweise ein Porsche Carrera, ein Audi und eine Harley Davidson ausgeschrieben. Es dürfte sich dabei aber um Leasingfahrzeuge handeln, welche die Leasingfirmen bereits wieder zurückgenommen haben.

Die Kanzlei des 45-Jährigen wurde liquidiert. "Wir haben ihm am 13. Jänner die Berufsausübung untersagt. Das passiert automatisch mit der Konkurseröffnung", erläuterte der Vizepräsident der Salzburger Rechtsanwaltskammer, Wolfgang Kleibel. Wenige Tage danach habe der Jurist die Lizenz zurückgelegt. Solche Fälle würden in Salzburg sehr selten vorkommen, sagte der Vizepräsident. (APA)

(Quelle: S24)

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