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Salzburger fahren weniger Auto: 13.200 Kilometer pro Pkw

Die Salzburgerinnen und Salzburger fahren laut einer aktuellen Untersuchung des VCÖ weniger mit dem Auto. Bilderbox
Die Salzburgerinnen und Salzburger fahren laut einer aktuellen Untersuchung des VCÖ weniger mit dem Auto.

Das Mobilitätsverhalten der Salzburgerinnen und Salzburger ändert sich. Das Auto verliert an Bedeutung, die Verkehrsmittelwahl wird vielfältiger, wie eine aktuelle VCÖ-Untersuchung zeigt.

Die Salzburgerinnen und Salzburger fahren weniger mit dem Auto. Im Vorjahr waren Salzburgs Autofahrer um rund 40 Millionen Kilometer weniger unterwegs als im Jahr 2009, wie eine VCÖ-Untersuchung zeigt. Pro Pkw wurden mit 13.200 Kilometer sogar um rund 1.000 Kilometer weniger zurückgelegt als noch im Jahr 2005. Jedoch ist seit dem Jahr 2005 die Zahl privater Pkw von 235.000 auf rund 254.000 gestiegen.

Weg vom Auto, hin zu den Öffis

"Die Trendumkehr von der Straße hin zum Öffentlichen Verkehr ist in vollem Gang. Im Vorjahr beförderte der Salzburger Verkehrsverbund (SVV) rund 67 Millionen Fahrgäste - vor zehn Jahren waren es noch 59,7 Millionen", sagt Salzburgs Verkehrsreferent Landeshauptmann-Stv. Wilfried Haslauer.

Die VCÖ-Untersuchung zeigt, dass 93 Prozent der Bevölkerung in Salzburg im Alltag Strecken von mehr als 250 Meter zu Fuß gehen. 76 Prozent der Erwachsenen fahren selber mit dem Auto, 66 Prozent sind für Alltagserledigungen mit dem Fahrrad unterwegs und 57 Prozent nutzen öffentliche Verkehrsmittel. Den klassischen Autofahrer gibt es kaum mehr. Immer mehr Menschen nutzen für den jeweiligen Fahrzweck das ideale Verkehrsmittel. "Multimodal mobil zu sein heißt, das Auto dort einzusetzen, wo es wirklich notwendig ist. Damit nehmen die Autofahrten ab, es gibt weniger Verkehrsprobleme", so VCÖ-Experte Gansterer. Jede zehnte Autofahrt ist kürzer als ein Kilometer, jede zweite Autofahrt kürzer als fünf Kilometer.

Ein weiteres Ergebnis ist, dass der Spritverbrauch pro Pkw von durchschnittlich 1.030 Liter im Jahr 2005 auf rund 910 Liter im Vorjahr gesunken ist. "Weniger Auto zu fahren ist die vernünftige und richtige Reaktion auf die steigenden Spritpreise. Eine Reaktion, die nicht nur die Geldbörse schont, sondern auch die Umwelt", betont VCÖ-Experte Markus Gansterer.

Salzburger legten 3,35 Mrd. Kilometer  zurück

Dennoch: Die mit dem Auto gefahrenen Kilometer sind nach wie vor hoch. Insgesamt legten die Salzburger Privat-Pkw im Vorjahr rund 3,35 Milliarden Kilometer zurück, was rund 84.000 Mal um die Erde entspricht. Der Straßenverkehr macht viele Menschen krank. Laut WHO sterben in Österreich durch die Luftverschmutzung des Straßenverkehrs viermal so viele Menschen frühzeitig wie durch Verkehrsunfälle. Durch Bewegungsmangel sogar sechs mal so viele.

Mangel an Bewegung

Vor allem Kindern und Jugendlichen mangelt es an Bewegung. Nur jeder fünfte Jugendliche zwischen 11 und 15 Jahren bewegt sich ausreichend. "Die tägliche Turnstunde für die 82.000 Salzburger Schülerinnen und Schüler kann in den Schulweg integriert werden. Es braucht daher eine kindgerechte Verkehrsplanung, damit Schülerinnen und Schüler sicher zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Tretroller zur Schule kommen können", betont VCÖ-Experte Gansterer.

Mobilitätspreis für Regionalverband Tennengau

Regionalverband Tennengau gewinnt heuer den VCÖ-Mobilitätspreis Salzburg Der Regionalverband Tennengau ist Gewinner des diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreis Salzburg. Ausgezeichnet wurde der Regionalverband für die Modernisierung der Bushaltestellen und der Fahrplanauskunft. Um den Aufenthalt an der Haltestelle so angenehm wie möglich zu gestalten, wurden im Tennengau insgesamt 123 Bushaltestellen mit Solarenergie ausgestattet und beleuchtet.

Dieses innovative Konzept bringt mehr Information und Sicherheit für die Kunden in der Region. Es ist einfach angenehmer in der Dämmerung oder auch in der Nacht an einer ausgeleuchteten Haltestelle zu warten, als im Dunkeln zu stehen", sagt Landeshauptmann-Stv. Wilfried Haslauer.

Zusätzlich zeigen nun an 360 Haltestellen elektronische Displays die Abfahrtszeiten der Busse in Echtzeit an. Mittels NFC-Technik und Mobiltelefon können die aktuellen Fahrpläne abgerufen werden. "Ausgezeichnete Information sowie Reisekomfort sind wichtige Kriterien für einen attraktiven Öffentlichen Verkehr", lobt VCÖ-Experte Gansterer das Siegesprojekt.

Auch Gernot Hubner, Regionalmanager Salzburg der ÖBB-Postbus GmbH gratuliert: "Die öffentlichen Verkehrsmittel sind mit Bus und Bahn weiter auf der Überholspur. Umso wichtiger sind solche Projekte die den Zugang zu den Verkehrsmitteln noch kundenfreundlicher und angenehmer machen. Der ÖBB-Postbus  hat in Salzburg bereits 1.500 Haltestellen mit übersichtlichen Infotafeln ausgerüstet. So erfährt der Kunde einfach per Anruf, Online oder durch Anhalten des Handys an einen Servicepunkt (NFC-Technologie) wann genau der nächste Postbus kommt."

(Quelle: S24)

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