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Jahr der Extreme

2.282 Fälle für Salzburger Katastrophen-Fonds

Mure in Bad Gastein FMT/Pictures/PP
Am Sonntag schlugen Naturgewalten erneut in Salzburg zu: Auch in Bad Gastein ging eine Mure ab.

1.009 Fälle aus 92 Gemeinden mit einer Gesamtschadenssumme von mehr als zehn Millionen Euro liegen am Montag auf dem Tisch des Katastrophenfonds des Landes. Über zusätzlich 65 Fälle wurde diskutiert.

Insgesamt wurden bisher im Jahr 2019 2.282 Schäden – sie wurden und werden in weiteren Sitzungen behandelt – gemeldet. Die extremen Wettereignisse würden zeigen, dass die Sofortmaßnahmen wie das Ausbaggern von vollen Schutzbauten unmittelbar nach den Ereignissen immer wichtiger werden, heißt es in einer Aussendung des Landes.

Hotspots der Schadensmeldungen

Die zirka zehn Millionen Euro an Schäden teilen sich am Montag folgendermaßen auf:

  • Pinzgau: 318 Fälle, Schadenssumme 5,06 Millionen Euro
  • Tennengau: 306 Fälle, Schadenssumme 1,99 Millionen Euro
  • Pongau: 210 Fälle, Schadenssumme 1,76 Millionen Euro
  • Flachgau: 160 Fälle, Schadenssumme 0,9 Millionen Euro
  • Lungau: 80 Fälle, Schadenssumme 0,62 Millionen Euro

Extremjahr 2019

Das Jahr 2019 war, was das Schadensaufkommen betrifft, insgesamt ein extremes. Die am meisten betroffenen Gemeinden waren:

  • Abtenau: 147 Schadensfälle
  • St. Koloman: 114 Schadensfälle
  • St. Johann: 103 Schadensfälle
  • Uttendorf: 79 Schadensfälle
  • Hüttau: 77 Schadensfälle
  • Thalgau: 75 Schadensfälle
  • Rußbach: 64 Schadensfälle

Massive Schneefälle

Die massiven Schneefälle im Jänner verursachten im ganzen Land große Schäden. Zum Vergleich: Von 1994 bis inklusive 2018 wurden 1.169 Schneedruckfälle gemeldet. Seit Jänner 2019 waren es 1.062. Hier waren besonders Neumarkt, Straßwalchen, Abtenau, St. Koloman, Rußbach und St. Johann betroffen. Bisher wurden 210 Lawinenschäden, vor allem aus den Gebirgsgauen, gemeldet.

Die Hochwasserereignisse in Uttendorf und in Rußbach sowie Abtenau haben sich in das Gedächtnis der Salzburgerinnen und Salzburger gebrannt. Im Lammertal wurde die Neuhausbrücke als Verbindung zwischen Salzburg und Oberösterreich komplett weggerissen, 35 Gebäude wurden überschwemmt.

Wald nimmt Schaden

Der massive Schnee hatte außerdem verheerende Wirkung auf die (Schutz)Wälder. Hier noch ein Vergleich: Seit 1994 wurden dem Katastrophenfonds 7.547 Waldschäden gemeldet, das ist eine Schadenssumme von 55,3 Millionen Euro. Es wurden alleine im Jahr 2019 1.602 Anträge gestellt. Das ergibt eine zu erwartende Schadenssumme von 13,2 Millionen Euro und eine Beihilfe von vier Millionen Euro. 

(Quelle: SALZBURG24)

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