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Salzburger Landespolizeidirektion neu strukturiert

v.li.n.re.: Generalmajor und Landespolizeidirektor-Stv. Arno Kosmata, Landespolizeidirektor Franz Ruf, Hofrat und Landespolizeidirektor-Stv. Burghard Vouk. SALZBURG24
v.li.n.re.: Generalmajor und Landespolizeidirektor-Stv. Arno Kosmata, Landespolizeidirektor Franz Ruf, Hofrat und Landespolizeidirektor-Stv. Burghard Vouk.

Im Zuge der österreichweiten Verwaltungsreform hat die neue Landespolizeidirektion (LPD) in Salzburg ihre Tätigkeit aufgenommen.

Aus 31 Behörden wurden nun 9 Landespolizeidirektionen, die nun für sämtliche Aufgabenstellungen der bisherigen Sicherheitsdirektion, des Landespolizeikommandos und der Bundespolizeidirektion zuständig ist. Unter dem Motto „schneller, schlanker, effizienter“ präsentierte sich die LPD bei einer Pressekonferenz am Montag in Salzburg im neuen Kleid.

Neue Führungsebene

So werden etwa in Salzburg drei kriminalpolizeiliche Organisationseinheiten zu einem Landeskriminalamt (LKA) oder auch drei Organisationseinheiten für Personal zu einer Personalabteilung zusammengefasst. Weiters ist von drei nur mehr eine Budgetstelle notwendig. An der Spitze der Landespolizeidirektion steht der neue Landespolizeidirektor Franz Ruf, ihm folgen für den Geschäftsbereich A „Strategie und Einsatz“ Generalmajor Arno Kosmata sowie für den Geschäftsbereich B „Verfahren und Support“ Hofrat Burghard Vouk zwei Stellvertreter nach.

Acht bis zehn Mio. Euro Einsparungen im Jahr

"Wir rechnen mit einem Einsparungspotenzial von acht bis zehn Millionen Euro im Jahr", so Ruf. Von der Zusammenführung seien in Salzburg allerdings rund fünf Prozent des gesamten Personalstandes (mit Stand Juli 2012 waren das 1.662 Polizeibedienstete) unmittelbar betroffen. "Knapp 30 Führungskräfte werden sich neu bewerben. Weil durch sechs Pensionsabgänge Arbeitsplätze frei werden, werden aber nur vereinzelt Führungskräfte keinen Arbeitsplatz finden." Ruf geht dabei derzeit von rund zwei oder drei Betroffenen aus. "Die genaue Zahl hängt allerdings auch davon ab, wie viele auswärtige Bewerber es gibt."

Ruf kündigte Abfederungsmaßnahmen für bisherige Führungskräfte an. "Alle werden eine Arbeit haben." Sollte jemand keinen Leitungsposten bekommen, werde er einem Organisationsteil zugeordnet, in dem er sich seiner Qualifikation gemäß einbringen könne. Die Gehaltseinstufungen sollen dabei für die nächsten sechs Jahre beibehalten werden: "Finanziell bleibt für sie alles beim Gleichen."

Auch mit den weiteren, rund 50 von der Reform betroffenen Mitarbeitern, würden derzeit Gespräche geführt. Die Bezirkspolizeikommanden, das Stadtpolizeikommando Salzburg und die einzelnen Polizeiinspektionen blieben aber unberührt. Ob in Zukunft auch Dienststellen gestrichen werden, wollte Ruf am Montag nicht sagen: "Jetzt von Schließungen zu reden, ist reine Spekulation. Wir brauchen jetzt einige Monate für den Vollbetrieb, was dann passiert, kann ich nicht sagen. Derzeit sind keine Maßnahmen angedacht."

Salzburg hat höchsten Sicherheitsstandard

Im Jahresvergleich hat das Bundesland Salzburg den höchsten Sicherheitsstandard. Im Zeitraum von 2006 bis 2011 wurden die landesweite Aufklärungsquote kontinuierlich von 34,6% auf 46% und die Straftaten von 35.880 auf 30.948 gesenkt. Diese Entwicklung spiegelt sich auch im subjektiven Sicherheitsgefühl wider. Laut einer repräsentativen Befragung fühlen sich 95% der Salzburgerinnen und Salzburg sicher bzw. sehr sicher in ihrem Bundesland. Salzburg hat damit im Zehnjahresvergleich das höchste Sicherheitsniveau erreicht. Diesen Aufrechtzuerhalten und weiter Auszubauen sei eines der Ziele der neuen LPD. (S24/APA)

(Quelle: S24)

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