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Salzburger Landestheater spielt 2011/12 erstmals "The Sound of Music"

Obwohl in Salzburg kaum je zu hören, gilt es als "das" Salzburger Musiktheater: "The Sound of Music" von Richard Rodgers und Oscar Hammerstein war sowohl als Film als auch als Broadway-Musical sensationell erfolgreich. Erst jetzt steht es im Spielplan des Salzburger Landestheaters. Dort muss es sich mit Giuseppe Verdis "La Traviata", Alban Bergs "Wozzeck" oder mit Händels kurzer und wenig bekannter Oper "Imeneo" vergleichen lassen. Ergänzt wird das Musiktheater-Angebot in der Saison 2011/2012 durch "La Cenerentola" von Gioacchino Rossini und eine szenische Collage von Konzert-Arien und der c-moll-Messe von Mozart mit dem Titel "Musica Speranza".

Intendant Carl Philip Maldeghem wird in der Rossini-Oper inklusive einer Auskoppelung für Kinder mit dem Titel "Aschenputtel im Schloss" selbst Regie führen. Außerdem inszeniert er Shakespeares Superklassiker "Ein Sommernachtstraum" auf der großen Bühne sowie das merkwürdige Sonderprojekt "Der Ring des Nebelungen" im benachbarten Marionettentheater. Dabei soll der gesamte Ring von Wagner in knapp zwei Stunden zusammengefasst werden, wobei die Musik vom Band kommen, die Figuren von Marionetten dargestellt und von Sängern live gesungen werden sollen.

Apropos Marionettentheater. Diese traditionsreiche Bühne für gut 300 Zuschauer zwischen Landestheater und Mozarteum wird in der Saison 2011/2012 zudem Schauplatz von Thomas Bernhards Komödie "Vor dem Ruhestand". Regisseur Claus Tröger wird dabei kein Puppenspiel inszenieren, sondern das Marionettentheater mit leibhaftigen Spielern beleben. "Wir haben im doppelten Sinn des Wortes eine Türe entdeckt", so Maldeghem heute, Donnerstag, bei der Programmpräsentation. "Das Marionettentheater ist ideal für uns, viele Stücke passen perfekt in ein Haus dieser Größe. Und tatsächlich wurde eine mit Tapeten verklebte Verbindungs-Türe zwischen den beiden Häusern entdeckt, die jetzt offen steht."

Im Sprechtheater geht es weiter mit Bernhards "Meine Preise" und "Fräulein Julie" von Strindberg - "ein Theaterstück, für das unser Jahresmotto 'Die Grenzen der Zivilisation' besonders gut passt", wie Maldeghem betonte. Als "eine der besten Boulevard-Komödien" auf dem Markt" kündigte der Intendant "Bei Anruf: Geld" von Michael und Ray Cooney an. "Pterodactylus" von Nick Silver ist eine schwarze Parabel. Kabarettist Werner Schneyder kehrt an die Salzburger Anfänge seiner Karriere zurück und inszeniert Schnitzlers "Das weite Land", "Anna Karenina" von Tolstoi in einer Bearbeitung von John Düffel deckt die Auseinandersetzung mit klassischer Weltliteratur ab.

Im Ballett präsentiert Peter Breuer nicht nur eigene Stücke, sondern erstmals auch andere Choreographen. So wird der langjährige Ballett-Chef das Stück "Elements" gemeinsam mit Maren Zimmermann erarbeiten, und zudem wird Sasha Waltz ihr "Gefaltet" nach Mozart im Rahmen der Ballettwochen 2012 in Salzburg uraufführen. Ein "Beatles Tanzabend" und das Tanzschul-Projekt "Sophie im Wunderland" ergänzen das Tanz-Angebot im Landestheater.

Wirtschaftlich scheint das Haus an der Salzach gut aufgestellt - immerhin konnte Maldeghem die Auslastung von 72 auf 79 und zuletzt auf 85 Prozent in der laufenden Saison steigern. Außerdem ist der Abonnenten-Schwund gestoppt und sogar umgekehrt worden. Das Haus hat heuer mit 7.500 Abos um 600 mehr verkauft als im Vorjahr, wie der neue Geschäftsführer, Stefan Bammer, mitteilte. Das Gesamtbudget beträgt knapp 15 Mio. Euro, rund elf Mio. stammen von den Subventionsgebern Stadt und Land. Die Eintrittspreise bewegen sich zwischen sechs Euro (Jugend), 35 Euro (Schauspiel) und 77 Euro (Oper im Haus für Mozart) und werden in der kommenden Saison so gut wie nicht erhöht. (APA)

(Quelle: S24)

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