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"Tierquälerei"

Landwirte bohren Schweinen Löcher in die Nase

Tierschützer erstatten Anzeige gegen Salzburger Bauern

Zwei "schockierende Fälle von Tierquälerei" haben Tierschützer am Dienstag öffentlich gemacht. Auf zwei Salzburger Almen sollen Landwirte ihren Schweinen Löcher in ihre Nasen gebohrt und mit Draht durchzogen haben, berichtet der Verein gegen Tierfabriken (VGT). Sie wurden angezeigt.

Der durch die Nase gezogene Draht soll die Tiere am Wühlen im Boden hindern. Die beiden Almen sollen nur einige wenige Kilometer voneinander entfernt sein. Ausflügler hatten die Vorfälle beinahe zeitgleich gemeldet. Einer der Tierhalter soll bis vor kurzem noch politisch aktiv gewesen sein.

Anzeige gegen Salzburger Landwirte

VGT-Jurist Alexander Kirchmauer sagt: „Das Wühlen im Boden ist ein essentielles Bedürfnis von Schweinen. Diesem können sie auch auf den in Österreich unverständlicherweise immer noch erlaubten Vollspaltenböden aus Beton nicht nachkommen. Hier wird von den Landwirten eine noch perfidere Quälerei angewandt: Das Ausleben der natürlichen Verhaltensweise verursacht bei den Schweinen Schmerzen und wird mit Gewalt unterbunden. Eine echte Schande, die hoffentlich nicht ungestraft bleiben wird.“

Der VGT hat Anzeige erstattet.

(Quelle: SALZBURG24)

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