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Studie untersucht Restabfall

Was schmeißen Salzburger in den Müll?

Der Salzburger Hausmüll wird unter die Lupe genommen. Für eine neue Studie wird die Zusammensetzung des Restmülls untersucht. Dazu werden Stichproben aus allen Regionen des Landes sortiert und ausgewertet. Das soll helfen, gezielte Maßnahmen zur Müllvermeidung zu setzen.

Fünf Mitarbeiter sind damit im Moment beschäftigt. Sie sortieren die Proben aus und teilen diese in die verschiedenen Sorten auf. Das alles wird dann genau festgehalten. Die Stichproben kommen aus allen Regionen des Landes. 6,4 Tonnen werden so in mühevoller Arbeit im wahrsten Sinne des Wortes auseinandergenommen“, erklärt Wilfried Mayr, Abfallexperte des Landes.

 

Müll aus ganz Salzburg untersucht

Um umfassende Daten zu erhalten, wurden nach dem Zufallsprinzip 450 anonymisierte Einzelproben gezogen. Sie stammen aus allen Bezirken und decken alle Bereiche, beispielsweise Wohnsiedlungen, Einfamilienhäuser, Tourismusregionen genauso wie kleine und große Gemeinden, ab. „Sortiert wurden die Proben dann für den Norden des Landes beim Abfallservice der Stadt Salzburg, für den Süden bei der Firma Zemka in Zell am See“, weiß Wilfried Mayr. Zwei Millionen Tonnen Müll werden in Salzburg jedes Jahr produziert, davon sind 93.000 Tonnen Restmüll.

Ziel der Studie ist es, die Unterschiede in der Menge und Zusammensetzung für jede Region herauszufiltern. „Die Ergebnisse zeigen uns, in welchen Regionen noch Verbesserungen notwendig sind“, sagt Umweltreferent Heinrich Schellhorn (Grüne).

Ziel ist Müllvermeidung

Am besten sei es freilich, Müll komplett zu vermeiden. Geht das nicht, sollte zumindest recycelt werden, betont Schellhorn. Im Spitzenfeld liegen die Salzburgerinnen und Salzburger hier beim Sammeln von Altglas. Insgesamt 19.000 Tonnen wurden 2018 im Bundesland zusammengetragen, informiert die Austria Glas Recycling. Pro Kopf sind das rund 33,5 Kilogramm und damit klar mehr als der Österreich-Durchschnitt von 27 Kilo.

 

Richtiges Trennen forcieren

Im Bereich des Hausmülls gebe es jedoch auch bedenkliche Entwicklungen, weist Schellhorn hin. So fänden sich immer mehr Lebensmittel oder Problemstoffe wie Batterien darin. Mithilfe der nun gestarteten Studie möchte man hier für jede Region die nötigen Maßnahmen setzen, um noch mehr Recycling, richtiges Trennen und Müllvermeidung zu forcieren. Die Ergebnisse werden im September erwartet.

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Aufgerufen am 22.05.2019 um 06:35 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/salzburger-muell-studie-soll-zusammensetzung-aufzeigen-69255904

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