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Kryptowährung im Visier

Polizei warnt vor neuer Bitcoin-Betrugs-Masche

Vor allem Salzburger Trafiken & Tankstellen betroffen

Bitcoin APA/dpa-Zentralbild/Jens Kalaene
Rund um die Kryptowährung Bitcoin kommt es auch in Salzburg immer häufiger zu Betrügereien. (SYMBOLBILD)

Mit einer dreisten Betrugsmasche ist die Salzburger Polizei derzeit konfrontiert. Immer wieder kommt es bei Trafiken, Tankstellen oder Postpartnern zu Betrügereien rund um die Kryptowährung Bitcoin. Erst heute Vormittag entstand einer Trafik in Pinzgau ein Schaden im dreistelligen Euro-Betrag.

Der Angestellten der Trafik wurden Montagvormiitag durch eine bislang unbekannte Anruferin Bitcoin-Codes im dreistelligen Euro-Betrag herausgelockt. Die Täterin gab sich als Mitarbeiterin einer Firma aus, die Bons der Kryptowährung vertreibt und überredete die Trafikmitarbeiterin die Bitcoin-Gutscheincodes telefonisch durchzugeben, so die Polizei in der Aussendung.

Das ist die Bitcoin-Betrugs-Masche

Unbekannte Täter kontaktieren derzeit telefonisch Inhaber und Angestellte von Trafiken, Tankstellen und Postpartnerstellen und fordern diese auf, die Codes von sogenannten Bitcoin-Ladebons bekannt zu geben. Derartige Maschen sind der Polizei bekannt, in der Vergangenheit waren jedoch Telefonwertkarten und Bons für Online Prepaid Zahlungsmittel im Visier der Täter.

Seit Neuestem werden die Codes der Ladebons für Bitcoins, der weltweit bekannten Kryptowährung, erfragt.

Für die Opfer sei vorerst nicht ersichtlich, dass sie Ziel eines Betruges seien, so die Polizei. Die Täter geben sich als Mitarbeiter von Bitcoin-Vertriebsstätten aus. Als Grund für die Nennung des Bons wird vorgegeben, dass die bereits ausgelieferten Bitcoin-Ladebons keine Gültigkeit mehr hätten und gegen neue ausgetauscht werden müssten. In weiterer Folge werden die Opfer aufgefordert, die Codes bekanntzugeben, um diese "aus dem System" zu nehmen und gegen neue auszutauschen.

Die Täter verschleiern dabei durch technische Maßnahmen ihre Telefonnummer, sodass der Eindruck entsteht, der Anruf käme tatsächlich vom Vertragspartner. Bei den Anrufern handelt es sich sowohl um männliche als auch um weibliche Personen.

Tipps der Kriminalprävention:

  • Allgemein gilt: Geben Sie keinesfalls Codes von Ladebons via Telefon bekannt!
  • Sollten im Zuge eines Gesprächs Zweifel ob der Richtigkeit des Anrufers aufkommen, dann beenden Sie das Gespräch mit dem Hinweis einen Rückruf über die Ihnen bekannte Kontaktnummer zu tätigen.
  • Sollten Sie tatsächlich Codes von Ladebons bekannt gegeben haben, veranlassen Sie sofort die Sperrung dieser Bons.
  • Falls Sie einen derartigen Anruf erhalten melden Sie dies bei der nächsten Polizeidienststelle.

Die Spezialisten der Kriminalprävention des Landeskriminalamtes Salzburg stehen Ihnen kostenlos unter der Telefonnummer 059133 50 3333 oder via E-Mail LPD-S-LKA-Kriminalpraevention@polizei.gv.at für eine Beratung zur Verfügung.

(Quelle: SALZBURG24)

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