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Stöckl: "Gute Lösung"

Quarantäne-Quartier in Salzburg geschaffen

So sollen Spitäler und Seniorenwohnhäuser entlastet werden

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Die fachliche Leitung des Quarantänequartiers übernehmen die städtischen Seniorenwohnhäuser. (SYMBOLBILD)

Aufgrund der auch im Land Salzburg steigenden Corona-Fallzahlen werde es für die Behörden eine besondere Herausforderung, die Seniorenwohnhäuser und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen coronafrei zu halten und die Spitäler zu entlasten. Deshalb wurde in der Stadt Salzburg nun ein Quarantänequartier angemietet.

Salzburg

Dabei handelt es sich um einen Teil des wegen Umbaus temporär leerstehenden Klinikgebäudes der Privatklinik Wehrle-Diakonissen im Andräviertel. "Eine gute Lösung, mit der wir die Seniorenwohnhäuser unterstützen und die Spitäler entlasten", teilte Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl (ÖVP) nach einem Gespräch mit Vertretern Sozialabteilung des Landes, der städtischen Seniorenwohnhäuser und des Roten Kreuzes mit. In einem ersten Schritt werden 22 Betten zur Verfügung stehen. Für die Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner in der neu geschaffenen Einrichtung muss ein Personalpool aufgebaut werden.

Vulnerable Gruppen vor Corona schützen

Nachdem die neue Einrichtung als Entlastung für alle Einrichtungen für Senioren und Menschen mit Behinderung relevant werden kann, wird es von Seiten des Landes auch einen Appell an die Träger der Häuser und die großen Sozialorganisationen geben, entsprechend Personal für das Quarantänequartier zur Verfügung zu stellen, damit die Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner im Krankheitsfall sichergestellt ist. Nur durch gemeinsame Anstrengung und Kooperation wird es möglich sein, diese besonders vulnerable Gruppe weiterhin gut zu schützen und Anstiege von Erkrankungen in diesem Bereich zu verhindern bzw. einzugrenzen.

Infrastruktur in Salzburg vorhanden

"Das mit der notwendigen Infrastruktur ausgestattete Haus soll vor allem jenen Seniorenhäusern zur Verfügung stehen, in denen aufgrund der baulichen Gegebenheiten bzw. aus medizinischen und pflegerischen Gründen keine Isolationsmöglichkeiten für Covid-positive Bewohnerinnen und Bewohner geschaffen werden können und die aufgrund des Krankheitsverlaufes nicht ins Spital müssen", erklärt Stöckl.

Zusammenarbeit mit Seniorenwohnhäusern

Die fachliche Leitung des Quarantänequartiers übernehmen die städtischen Seniorenwohnhäuser. "Der Vertrag mit dem Objekteigentümer PremiQaMed wird ab Mitte/Ende November vorerst für eine Laufzeit von vier Monaten mit Option auf Verlängerung abgeschlossen. Auch die Zahl der Betten kann im Bedarfsfall aufgestockt werden", so Stöckl. Im Falle einer Überbelegung haben sich die Salzburger Landeskliniken (SALK) bereit erklärt, in der Landesklinik St. Veit neun Betten zur Verfügung zu stellen.

Entlastung der Krankenhausbetten

"Mit dieser Lösung wird sichergestellt, dass die Spitalsbetten für jene Corona-Kranken zur Verfügung stehen, die aufgrund des schweren Krankheitsverlaufs dort behandelt werden müssen. Zudem müssen wir alles daran setzen, um einen zweiten Lockdown zu verhindern und die Spitäler und die einzelnen Abteilungen in Vollbetrieb und für 'normale' Patienten und alle Krankheitsbilder offen zu halten. Dazu benötigen wir jedes Bett", betont Stöckl.

(Quelle: SALZBURG24)

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