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Salzburger Sicherheitsbericht: Weniger Delikte, steigende Aufklärung

Die Führungsriege der Salzburger Polizei ist zufrieden: Der am Dienstag präsentierte Sicherheitsbericht für das Jahr 2010 zeigt eine Abnahme der strafbaren Handlungen und eine steigende Aufklärungsquote. "Wir haben den höchsten Sicherheitsstandard im Zehn-Jahres-Vergleich", sagte Sicherheitsdirektor Franz Ruf bei einem Pressegespräch.

Gab es im Jahr 2006 noch 35.880 Straftaten, waren es im vergangenen Jahr 29.382 angezeigte Delikte. Die Aufklärungsquote stieg im selben Zeitraum von 34,6 auf 43,8 Prozent. Für 2011 rechnet Ruf mit einer weiteren Verbesserung der Aufklärungsquote, aber einem leichten Anstieg bei den strafbaren Handlungen.

Angst vor Bandenkriminalität und Einbrüchen

Das subjektive Sicherheitsgefühl der Salzburger Bevölkerung wurde im Frühjahr dieses Jahres bei einer repräsentativen Befragung von 1.000 Personen erhoben. Demnach fühlen sich 95 Prozent der Interviewten sicher oder sehr sicher, berichtete Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (S). Am meisten fürchten sich die Salzburger vor Kriminalität im Allgemeinen, vor Bandenkriminalität, Wohnungs- und Hauseinbrüchen sowie Überfällen.

Wenig erfolgreich bei der Klärung von Verbrechen gegen fremdes Vermögen

Weniger erfolgreich ist die Exekutive bei der Klärung von Verbrechen gegen fremdes Vermögen. Da kann nur rund jeder vierte Fall aufgeklärt werden (24,2 Prozent). Noch geringer ist die Aufklärungsquote bei Verbrechen, die den Geldverkehr betreffen - beispielsweise Gewinnversprechen im Internet: Sie liegt nur bei 12,7 Prozent. Vor fünf, sechs Jahren sei die Aufklärungsquote bei Eigentumsdelikten nur bei zehn Prozent gelegen. Die besondere Schulung von Tatortbeamten sowie die stärkere Vernetzung der einzelnen Fälle über Datenbanken habe dazu beigetragen, mehr Täter auszuforschen oder einem Täter mehrere Delikte zuzuschreiben, erläuterte Hermann Rechberger von der Sicherheitsdirektion Salzburg. Berücksichtige man aber, dass bei den Delikten gegen fremdes Vermögen in Salzburg ein großer Teil auf Wintersportdiebstähle entfalle, liege man im Vergleich zu anderen Bundesländern recht gut. (APA)
(Quelle: S24)

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