Jetzt Live
Startseite Salzburg
Mit 2-G-Regel

Salzburger Skigebiete starten freudig in die Saison

Starker Andrang in Obertauern und Annaberg

symb_ski PEXELS
In Salzburg freuten sich die Skigebiete über regen Andrang zum Saisonstart. (SYMBOLBILD)

Viele Skigebiete durften gestern wieder die Lifte anschalten und somit in die diesjährige Skisaison starten. Diese beginnt neuerlich im Schatten der Coronapandemie. Immerhin dürfen die Pistenbetreiber unter der 2-G-Regel und mit beschränktem Gastro-Angebot aber öffnen, während sonst so gut wie alles geschlossen halten muss.

Annaberg-Lungötz

Der Andrang fiel unterschiedlich aus. Die Urlauber fehlen, Einheimische nutzten den freien Tag bei teils winterlichem Wetter für ihre ersten Schwünge.

Ansturm auf Salzburgs Skigebiete

In Salzburg und Oberösterreich erfolgte der Saisonstart bei wechselhaftem, aber schneereichen Wetter. Auf der Schmittenhöhe wurden die Erwartungen ohne Hotellerie ohne Hütten-Gaudi mit etwa 1.600 Besuchern bestätigt. In Zauchensee und Obertauern, jeweils geöffnet seit dem vergangenen Wochenende, strömten in den vergangenen Tagen bis zu 3.000 Skibegeisterte auf die Pisten. Die Regionen Annaberg und Hinterstoder-Wurzeralm verzeichneten am Marienfeiertag einen ähnlich starken Andrang. Einzig in Saalbach entwickelte sich dieser mäßig.

 

Guter Saisonstart in Kärnten

Auf der Turracher Höhe, die an der Grenze zwischen Kärnten und der Steiermark liegt, herrschte recht reger Andrang. "Wir haben etwa 1.500 Leute im Skigebiet", erklärte Harald Rossmann von den örtlichen Bergbahnen auf APA-Anfrage. Das sei ein guter Wert für den Saisonstart - auch wenn man natürlich merke, dass die Skiurlauber fehlen. Mit den 2-G-Kontrollen gebe es "überhaupt keine Probleme", sagte Rossmann: "Wir haben heute dementsprechend viel Kassapersonal, dass wir keine Wartezeit haben."

2-G-Kontrollen funktionieren gut

"Sehr gut" in die Saison gestartet sei man am Mittwoch auch in Bad Kleinkirchheim, sagte Sabine Peternell: "Wir sind zufrieden - es ist zwar nicht das beste Wetter, aber das tut dem Skivergnügen keinen Abbruch." Bei den 2-G-Kontrollen gebe es kaum Probleme: "Uns freut, dass sich viele Gäste gut vorbereitet haben, sie haben also Skikarten bereits über den Webshop gekauft und auch den 2-G-Nachweis gleich damit verknüpft." Hier gebe es aber noch Luft nach oben: "Es wäre viel geholfen, wenn sich die Leute vor dem Skitag online über diese Möglichkeiten informieren würden."

Reger Andrang in der Steiermark

In der Steiermark öffneten am Feiertag etwa die Stuhleck Bergbahnen ihre Tore. Geschäftsführer Fabrice Girardoni erklärte auf APA-Anfrage, es herrsche reger Andrang: "Auch weil viele Saisonkarten eingelöst werden." Die Wartenden würden sich im Freien verteilen, allgemein in der Branche habe man das Gefühl, die Leute seien froh, ins Freie zu kommen. Beim Anstehen seien die Wintersportler sehr diszipliniert: "Wir haben den Eindruck, dass die Leute die Kontrollmechanismen wie 2-G in der vergangenen Zeit verinnerlicht haben."

 "Die Leute kommen gut vorbereitet"

Auf der Planai herrschte bereits am vergangenen Wochenende ein regelrechter Ansturm - darauf reagierte man mit einem neuen Anstehkonzept, was am Feiertag bereits gut funktionierte, sagte Geschäftsführer Georg Bliem im Gespräch mit der APA. "Die Leute, die anstehen, werden aufgeteilt: In jene, die bereits online ein Ticket gekauft haben und in jene, die erst eines kaufen müssen. Das ist zwar mit einem hohen Personalaufwand verbunden, aber funktioniert." Der Ansturm sei ungebrochen, bereits kurz nach 8.00 Uhr seien am Mittwoch die Leute bei minus zwölf Grad Schlange gestanden, am Vormittag waren mehr als 3.500 auf den Pisten. Völlig unproblematisch laufen laut Bliem die 2-G-Kontrollen: "Die Leute kommen gut vorbereitet, zücken gleich das Handy mit dem Green Pass." Und die FFP2-Maske werde auch als Kälteschutz verwendet.

Grüner Pass und Skikarte in einem 

Das Verständnis für die eingehenden Kontrollen der Sicherheitsmaßnahmen in Gondeln und Liften war durchwegs groß. Insbesondere die Möglichkeit, den Skipass online mit dem persönlichen Gesundheitszertifikat zu verknüpfen, sei allenthalben bereitwillig angenommen worden und habe die Organisatoren logistisch entlastet, resümierte Helmut Holzinger, Vorstand der Hinterstoder-Wurzeralm Bergbahnen AG. Der regelrechte Sturm auf die Skigebiete am heutigen Feiertag hatte in der Früh eine kurzzeitige Server-Überlastung der zentralen Kontrollsysteme für Eintrittskarten und 2-G-Zertifikate zur Folge. Unterschiedliche, teils veraltete Systeme in den verschiedenen Skigebieten funktionierten noch nicht flächendeckend, bemerkte Holzinger.

Positiver Start für Gastro in Annaberg

Mit Blick auf die Hotellerie zeigte sich der Obmann der Fachgruppe Seilbahnen Oberösterreich besorgt. Die Nachfrage in den für Take-Away-Bedienung geöffneten Hütten und Restaurants hielt sich landesweit in sehr engen Grenzen, einzig im Salzburger Annaberg erfreuten sich Gastro-Betriebe regen Konsums. Blieben Nächtigungsmöglichkeiten und Gastronomie weiterhin geschlossen, sei der Skitourismus "von vornherein zum Scheitern verurteilt", betonte Holzinger und verwies auf die Gefahr, Saisonarbeiter könnten in Regionen abwandern, die den Lockdown früher beenden als Oberösterreich.

Von der landeseigenen ecoplus Alpin GmbH hieß es, die Skigebiete in Niederösterreich seien am Mittwoch "für einen 8. Dezember ganz normal besucht" gewesen. Es habe keine Verzögerungen oder Warteschlangen gegeben. Auffällig sei, dass auch in den Skigebieten, die noch nicht geöffnet sind, bereits viele Tourengeher unterwegs waren.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 16.05.2022 um 06:47 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/salzburger-skigebiete-starten-freudig-in-die-saison-113746936

Kommentare

Mehr zum Thema