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Entscheidung heute

Wer wird neuer SPÖ-Chef in Salzburg?

Pressekonferenz um 15 Uhr

Walter Steidl APA/EXPA/JFK
SPÖ-Chef Walter Steidl (im Bild bei der Landtagswahl 2018) will am Freitag dem Präsidium seine Nachfolge vorschlagen.

In der Salzburger SPÖ steht der Wechsel an der Spitze unmittelbar bevor: Der scheidende Parteichef Walter Steidl wird heute der Parteispitze seine Nachfolge vorschlagen. Als Favoriten gelten die Flachgauer Nationalratsabgeordnete Cornelia Ecker und der Vizebürgermeister von Neumarkt am Wallersee, David Michael Egger. Der oder die neue Chef(in) wird sich um 15 Uhr der Öffentlichkeit vorstellen.

Im APA-Gespräch bestätigte Steidl am Mittwoch den Termin am Freitag zumindest indirekt. Corona-bedingt werde es keinen Vorstand geben, das habe man mit der Gesundheitsbehörde geklärt, aber das personell kleinere Präsidium könne stattfinden.

Steidl mit schlechtestem Wahlergebnis der SPÖ-Geschichte

Steidl hatte seinen Rückzug schon nach der Landtagswahl im April 2018 angekündigt. Mit nur noch 20,0 Prozent musste er für das schlechteste Wahlergebnis in der Geschichte der Landespartei geradestehen, doch statt eines sofortigen Rücktrittes bot er an, noch für eine geregelte Übergabe zu sorgen. Und die wurde zum Spießroutenlauf: Ein potenzieller Kandidat nach dem anderen fiel aus.

Zunächst galt folgendes Trio als heißeste Aktie: der frühere Obmann der Salzburger GKK Andreas Huss, der sich dann aber im Zuge der Kassenfusion zur ÖGK nach Wien verabschiedete; AK-Präsident Peter Eder, der sich letztlich für seinen aktuellen Job entschied; und dann der langjährige Geschäftsführer der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA-djp) Gerald Forcher, der sich allerdings heuer im März durch einen Vorfall bei einer Gewerkschaftstagung selbst aus dem Rennen nahm. Zuletzt wurde auch Huss' Nachfolger in der Krankenkasse, Thomas Kinberger, gehandelt, doch der sagte vor wenigen Tagen ebenfalls ab.

Ecker seit 2013 im Nationalrat

Die "Salzburger Nachrichten" nannten Anfang der Woche zwei verbliebene Kandidaten, die der APA in SPÖ-Kreisen ebenfalls bestätigt wurden: Cornelia Ecker und der außerhalb Neumarkts noch kaum bekannte David Michael Egger.

Ecker ist in der Partei fest verankert: Seit 2013 sitzt sie im Nationalrat und ist dort SPÖ-Bereichssprecherin für Klein-und Mittelbetriebe. Seit zweieinhalb Jahren zählt die 44-Jährige auch zu Steidls Stellvertretern in der Landespartei, außerdem gehört sie dem Bundesparteivorstand der SPÖ an. Beruflich ist sie Geschäftsführerin einer Bio-Metzgerei im Salzburger Flachgau.

Egger kandidierte für Bürgermeisteramt in Neumarkt

Der 33-jährige Egger ist hingegen überregional ein weitgehend unbeschriebenes Blatt. Seit 2014 gehört er der Gemeindevertretung seiner Heimatgemeinde Neumarkt an, im Vorjahr stellte er sich als SPÖ-Spitzenkandidat der Bürgermeisterwahl und ist seither Vizebürgermeister. Er ist in einem Medienunternehmen beschäftigt und selbstständiger Moderator.

Ein politisches Manko haben beide: Sie haben bei der vergangenen Landtagswahl nicht kandidiert und können sich deshalb nicht im Landesparlament profilieren.

(Quelle: APA)

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