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Lernstoff hören statt lesen

Salzburger Startup mit Lern-App für Studenten

Audio-Zusammenfassungen immer auf dem Handy dabei

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Die Audvice-Gründer Sophie Bolzer (rechts) und Erfan Ebrahimnia (links) mit Daniela Molzbichler von der FH Salzburg.

Studierenden in Salzburg das Leben erleichtern und ihnen das Lernen jederzeit und überall zu ermöglichen, das ist das Ziel des Salzburger Startups Audvice. In der jüngst veröffentlichten App finden User kostenlose Audio-Zusammenfassungen von Vorlesungen und Seminaren aus den verschiedensten Fachrichtungen.

„Die Idee ist während meines Studiums in Innsbruck entstanden“, erzählt Sophie Bolzer (27) am Mittwoch im Gespräch mit SALZBURG24. Die Salzburgerin wollte vor allem die Zeit während der Autofahrt von und nach Innsbruck besser nutzen. „Ich habe dann angefangen Audio-Aufzeichnungen zu machen, um sie mir während der Autofahrt anzuhören. Als ich gemerkt habe, wie gut das klappt, ist die Idee immer weiter gewachsen“, so Bolzer. Mittlerweile sind dreieinhalb Jahre vergangen und die 27-Jährige ist seit November 2017 Vollzeit-Gründerin und führt Audvice gemeinsam mit Co-Founder Erfan Ebrahimnia selbstständig.

Bislang 300 Audio-Tracks auf App verfügbar

Auf der im April veröffentlichten crowdbasierten App für Android und iOS (unterstützt vom FHStartup Center) finden sich aktuell rund 300 Audio-Tracks unterschiedlichster Lehrveranstaltungen der Universität Salzburg und der Fachhochschule Salzburg. Die vertretenen Fachbereiche gehen von Rechtswissenschaft über Informatik und Geschichte bis hin zu Philosophie. „260 der rund 300 Tracks haben wir selbst produziert, um einen guten Anfang zu schaffen“, so Bolzer. Ziel sei es, eine umfassende Audiothek an Tracks und Playlists zu generieren, aus der benötigte Lerninhalte schnell und einfach abrufbar sind, so Bolzer. Jeder Nutzer kann dabei mittels der integrierten Recording-Funktion selbst studienrelevante Tracks aufnehmen, bearbeiten und anhören.

Audvice: Inhalte besser merken

Dass das Konzept funktionieren dürfte, zeigt nicht nur eine erste Testphase der App-Beta-Version im vergangenen Wintersemester an der FH Salzburg, sondern auch die Marktforschung: So weiß man bislang, dass das Lesen bei den Studierenden zwar immer noch die beliebteste Lernmethode ist, die Wahrscheinlichkeit sich die Inhalte zu merken allerdings bei „nur“ 30 Prozent liegt. Durch das zusätzliche Anhören kurzer Aufnahmen steigt dieser Wert auf bis zu 50 Prozent. Spricht man die Inhalte auch noch selbst, wie beim Recording, hat man sogar eine 70-prozentige Wahrscheinlichkeit. Kontinuierliches Wiederholen verbessert die Merkfähigkeit um weitere 10 Prozent.

Die Inhalte sind und bleiben kostenlos. Für die Zukunft werde jedoch ein Premium-Modell anvisiert, über die man dann mehr Funktionen – wie zum Beispiel einen Download – zur Verfügung habe.

B2B-Modell in Planung

Neben Studierenden wollen Bolzer und Ebrahimnia aber auch Unternehmen ansprechen. „Zusätzlich zum aktuellen Modell ist zukünftig auch ein B2B-Modell geplant“, verrät Bolzer. Die Software ließe sich so adaptieren, um sie beispielsweise in der Personalentwicklung, bei Weiterbildungen, etc. einzusetzen.

Weiterer Einsatz an der FH Salzburg

Schon bald wird die App außerdem in der Lehrveranstaltung “Konfliktbehandlung und -transformation” des Masterstudiengangs Soziale Innovation getestet. LV-Leiterin Daniela Molzbichler wolle dabei vermehrt auf leicht zu integrierende e-Learning Methoden wie Audvice setzen, da gerade bei berufsbegleitenden Studiengängen der Anteil an Unterrichtseinheiten vor Ort geringer ist, heißt es von Seiten der FH. 

(Quelle: SALZBURG24)

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