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Salzburger Verein Protalente unterstützt seit 25 Jahren Hochbegabte

Sie sind Professoren für Wirtschaftsrecht oder Mikrobiologie, Finanzfachleute, Unternehmensberater, Journalisten, Investmentbanker oder Unternehmer: Hochbegabte, die vom Verein Protalente unterstüzt werden.

Die Karriereverläufe jener 34 Menschen, die 1986 am ersten Schulversuch zur Förderung von Hochbegabten teilgenommen haben, erfüllen den Initiator des Vereins Protalente Salzburg, Gerhard Schäffer, mit Stolz.

"Damals war das Thema ideologisch besetzt. Man ging davon aus, dass alle Menschen gleich sind", erklärte Schäffer, ehemaliger Landesschulratspräsident in Salzburg, am Dienstag bei einem Pressegespräch in Salzburg anlässlich der 25-Jahr-Feier des Vereins: "Ich war immer der Ansicht, dass es nichts Ungerechteres gibt, als alle Kinder gleich zu behandeln."

Initiiert wurden damals Plus-Kurse für Schülerinnen und Schüler mit besonderen Talenten. Zusätzlich zum normalen Schulunterricht können von interessierten Jugendlichen auf die Dauer von zwei Jahren schulübergreifend Kurse besucht werden. Begonnen wurde mit Spanisch sowie einem Naturwissenschaftlichen Kurs für insgesamt 36 Schüler. Mittlerweile können die Talente aus rund 20 Kursen pro Jahr wählen. Japanisch, Chinesisch oder Russisch ist ebenso dabei wie Astronomie, Chemie, Mathematik, der kreative Bereich oder Börsenwissen. Platz ist für rund 300 Jugendliche pro Jahr. Der Verein unterstützt die Hochbegabten, die die Kurse besuchen, finanziell - beispielsweise um die Teilnahme an einer Exkursion, an Begabtencamps oder an einer Sommerakademie zu ermöglichen.

In den vergangenen 25 Jahren wurden insgesamt 6.000 Schülerinnen und Schüler in 400 Kursen betreut sowie 15 Sommerakademien veranstaltet. Dabei wurden vom Verein rund 400.000 Euro in Projekte und Stipendien investiert.

Heute gebe es einen breiten gesellschaftlichen Konsens, dass es notwendig ist, begabte junge Menschen zu unterstützen, sagte Schäffer. Das Thema Hochbegabtenförderung sei selbstverständlich geworden. Es gebe spezielle Ausbildungen für Lehrer und zahlreiche Angebote zur Unterstützung von Eltern und Kindern. Salzburg habe sich mit dem Zentrum für Hochbegabungsforschung und -förderung international einen Namen gemacht. Für die talentierten Schüler wünscht er sich einen weiteren Ausbau der Angebote. Das Potenzial für Kurse für rund 500 Schüler in Salzburg pro Jahr wäre da, ist der Pädagoge überzeugt. Nachholbedarf ortet Schäffer vor allem bei der Frühförderung von Hochbegabten im Kindergartenalter. (APA)

(Quelle: S24)

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