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Salzburger WahlSwiper

Mit einem Wisch zur Wahl-Entscheidung

Wie das Polit-Tool funktioniert

Wahl, NR-Wahl, Nationalratswahl, SB APA/BARBARA GINDL
Am 29. September wird in Österreich der Nationalrat gewählt. (SYMBOLBILD)

Wen wähle ich bei der Nationalratswahl am 29. September? Wer das politische Geschehen nicht tagtäglich verfolgt und nun auch nicht alle Parteiprogramme studieren möchte, steht womöglich noch vor einem Fragezeichen. Wahl-Tools können Unentschlossenen helfen. Wir haben uns mit Politikwissenschafter Franz Fallend von der Universität Salzburg über "seine" App, den WahlSwiper, unterhalten.

Seit Freitag vergangener Woche ist der WahlSwiper zur Nationalratswahl am 29. September 2019 online verfügbar. Das Projekt ist in Zusammenarbeit von Wissenschaftern der Universität Salzburg mit der Digital-Agentur Movact aus Deutschland entstanden.

Wahlswiper wahlswiper.at/Screenshot
So sieht der WahlSwiper in der Desktop-Version aus. 

NR-Wahl: 34 Fragen bis zur Entscheidung

Gefragt wird unter anderem nach einer Obergrenze für Mietpreise, einer Impfpflicht, der Abschiebung von Flüchtlingen in Ausbildung, dem Kopftuchverbot an Schulen, einem Verbot von Inlandsflügen als Klimaschutzmaßnahme oder dem fürs Bundesheer benötigten Budget. Insgesamt 34 Themen werden angesprochen. Den Parteien sei eine weitaus größere Anzahl in einem Fragebogen zugeschickt worden. "Wir haben insgesamt Antworten zu 50 Fragen bekommen", schildert Fallend im Gespräch mit SALZBURG24. "Dann haben wir ausgewählt, wie groß die Unterschiede zwischen den Parteien waren. Wenn bei einer Frage alle gleich antworten, wurde diese gestrichen. Der WahlSwiper soll dazu dienen, die Unterschiede zwischen den Parteien herauszuarbeiten und eine Wahlhilfe bieten", so der Politikwissenschafter. Es finden sich jedoch nicht alle aktuellen Wahlkampfthemen in dem Tool wider. Die Parteien wurden zwischen 7. und 19. August befragt. "Seit dieser Zeit ist politisch natürlich einiges passiert."

So funktioniert der WahlSwiper

Als Wählerin und Wähler kann ich nun wie in einer Datingapp nach rechts oder links wischen, also "swipen", um zuzustimmen oder abzulehnen. Zum "Match" kommt es im WahlSwiper allerdings nicht, sondern am Ende werden die gegebenen Antworten mit den Positionen der Parteien verglichen und eine prozentuale Übereinstimmung angezeigt.

Dieses Ergebnis direkt auf den Wahlzettel zu übertragen, davon rät Fallend ab. Die Auswertung solle als eine erste Orientierung dienen. "Was bei solchen Wahl-Tools in der Regel nicht vorkommt, sind Fragen des Personals. Ist man mit den Spitzenkandidaten einverstanden? Es kann innerhalb einer Partei mehrere Positionen geben, im Wahlswiper wird nur eine davon abgebildet", erklärt er. Die Nutzerinnen und Nutzer können allerdings auch die von den Parteien selbst verfassten Begründungen für ihre Positionen nachlesen.

Servus Österreich! Der WahlSwiper ist jetzt für die vorgezogenen Nationalratswahl verfügbar. ???? https://movact.li/NRW19AT ????iOS-App: http://movact.li/wahliOS ????Android-App: http://movact.li/wahlAndroid

Gepostet von WahlSwiper am Freitag, 6. September 2019

Den WahlSwiper gibt es als kostenlose App für iPhone, iPad, Android-Smartphones, Android-Tablets, für Apple TV und im Web auf www.wahlswiper.at.

(Quelle: SALZBURG24)

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