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Als "Spiel" getarnt

Salzburger wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt

33-Jähriger soll sich an Cousinen vergangen haben

SB, Gericht, Landesgericht, Verhandlung SALZBURG24/Wurzer
Wegen schweren sexuellen Missbrauchs und der geschlechtlichen Nötigung von Unmündigen ist ein Salzburger verurteilt worden. (SYMBOLBILD)

Ein Salzburger ist am Montag wegen der Vorwürfe des schweren sexuellen Missbrauchs und der geschlechtlichen Nötigung von Unmündigen zu einer Bewährungsstrafe von zwölf Monaten nicht rechtskräftig verurteilt worden.

Der Fall liegt mehr als ein Jahrzehnt zurück.

Salzburger soll Cousinen missbraucht haben

Der mittlerweile 33-Jährige soll in den Jahren 2005, 2006 und 2008 an seinen beiden unmündigen Cousinen geschlechtliche Handlungen vorgenommen haben. Der Mann war bei dem Prozess am Landesgericht Salzburg geständig.

Übergriffe als "Spiel" getarnt

Zu den Tatzeitpunkten war eines der Mädchen elf Jahre und das zweite Mädchen acht beziehungsweise zehn Jahre alt. Der Beschuldigte selbst befand sich damals teils im Teenageralter, daher hat sich mit dem Fall ein Jugendschöffensenat befasst. Zugetragen haben sollen sich die als "Spiel" getarnten, geschlechtlichen Übergriffe am Bauernhof der Großmutter.

Mädchen in Therapie

Die Opfer absolvierten eine therapeutische Behandlung und erstatteten im Zuge der psychologischen Aufarbeitung eine Anzeige gegen ihren Cousin. Im Ermittlungsverfahren hatte der Mann die Vorwürfe noch bestritten. Opferanwalt Stefan Rieder forderte ein Teilschmerzensgeld von 7.000 Euro. Das Gericht sprach den nunmehr erwachsenen Frauen insgesamt 3.300 Euro zu.

Urteil nicht rechtskräftig

Der Angeklagte nahm das Urteil - es lautete auch auf sexuellen Missbrauch - an. Da aber der Staatsanwalt keine Erklärung abgegeben hat, ist es nicht rechtskräftig.

(Quelle: APA)

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