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Rekord-Infektionszahlen

Salzburgs Grüne fordern Kontaktreduktion für alle

Landesversammlung abgesagt

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Die Grünen fordern Kontaktreduktion für alle. (SYMBOLBILD)

Ein Lockdown für Ungeimpfte reiche nicht, sind sich Salzburgs Grüne einig. Sie fordern eine umgehende Kontaktreduktion für alle.

„Jetzt ist keine Zeit mehr für halbe Sachen.“ Angesichts der ungebremst in die Höhe schießenden Infektionszahlen fordert der Grüne Landessprecher und Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn umgehend klare, für alle verständliche und wirksame Regeln. „Unbeliebte Entscheidungen erfordern Mut. Nichts zerstört Vertrauen mehr als halbherzige Schritte. Gerade jetzt brauchen die Salzburgerinnen und Salzburger klare Ansagen und eindeutige Schritte.“

 

Landesversammlung der Grünen abgesagt

Die Grünen sagen daher auch ihre Landesversammlung am Samstag ab. „Auch wenn wir mit Präventionskonzept, 2G-Regel und zusätzlichen PCR-Tests die Bestimmungen übererfüllt hätten, wäre die Abhaltung in der jetzigen Situation unangebracht und ein falsches Signal.“ betont Heinrich Schellhorn am Donnerstag via Aussendung: „Ich appelliere an alle: Machen wir den restlichen November zu einem „No-vember ohne große Ansammlungen und Events, ohne größere Zusammenkünfte. Zwei ruhige Wochen, die wirken und schützen.“

Lockdown für Ungeimpfte reicht nicht

Ein Lockdown für Ungeimpfte reicht für Schellhorn nicht aus. „In Salzburg brauchen wir eine umgehende Kontaktreduktion für alle. Nur so können wir die vierte Welle brechen“, stellt Schellhorn klar. „Es ist unsere gemeinsame Pflicht und Verantwortung in der Politik, Menschen zu schützen. Daher heißt es jetzt STOP. Bei über 1.000 täglichen Neuinfektionen und der aktuellen Situation in den Spitälern ist ein weiter wie bisher nicht möglich. Wir müssen jetzt schnell und entschlossen handeln, um die endgültige Überlastung des Gesundheitssystems abzuwenden.“

Auch SPÖ sagt Landesparteitag ab

Neben den Grünen verschiebt auch die SPÖ ihren Landesparteitag auf 2022, heißt es in einer Aussendung Donnerstagnachmittag. „Auch wenn wir davon überzeugt sind, dass unser Parteitag unter strengeren Sicherheitsvorkehrungen als 2-G eine sichere Veranstaltung geworden wäre, ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt für Events dieser Art. Das würde ein unverantwortliches Bild erzeugen, das würde Menschen zum Leichtsinn ermutigen und wäre in letzter Konsequenz auch unsolidarisch mit den Pflegekräften auf den Krankenstationen. Als SPÖ sehen wir uns in der Verantwortung, mit bestem Beispiel voranzugehen. Deswegen haben wir uns schweren Herzens dazu entschieden, unseren Landesparteitag auf einen Zeitpunkt zu verschieben, an dem die Infektionszahlen wieder unter Kontrolle sind“, so der Salzburger SPÖ-Landesgeschäftsführer Gerald Forcher. Ursprünglich hätte der SPÖ Landesparteitag kommenden Samstag, den 13. November 2021, stattgefunden.

(Quelle: SALZBURG24)

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