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Ausreichend Kapazitäten

Salzburgs Spitäler für Wintersportler gerüstet

Skigebiete starten in Saison

20210331_PD11360.HR.jpg APA/Barbara Gindl/Archiv
Auch in der Corona-Pandemie können verletzte Wintersportler in Salzburgs Krankenhäuser versorgt werden. (SYMBOLBILD)

Rechtzeitig zum Start in die Wintersaison sorgen starke Schneefälle für perfekte Bedingungen auf Salzburgs Skipisten. Wintersport bringt aber auch Verletzungsgefahr mit sich – wie sind hier angesichts der vierten Corona-Welle die Kapazitäten in den Krankenhäusern? Wir haben nachgefragt.

Sankt Johann im Pongau, Zell am See

Ganz Salzburg zeigt sich dieser Tage tief verschneit. Das lockt viele Wintersportler an. In den vergangenen Tagen starteten die heimischen Skigebiete in die diesjährige Wintersaison. Ähnlich wie im Vorjahr setzt man beim Skifahren auf umfangreiche Corona-Maßnahmen, Schwünge in den Hang ziehen dürfen nur Personen, die geimpft oder genesen sind, beim Anstehen vor dem Lift gilt zudem FFP2-Maskenpflicht.

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Viele Skigebiete durften gestern wieder die Lifte anschalten und somit in die diesjährige Skisaison starten. Diese beginnt neuerlich im Schatten der Coronapandemie. Immerhin dürfen die …

"Haben genug Kapazitäten"

Im Kardinal Schwarzenberg Klinikum in Schwarzach (Pongau) würden sich die Skiunfälle aktuell "sehr in Grenzen halten", sagt Manfred Mittermair, Leiter der Abteilung für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie, im Gespräch mit SALZBURG24. Die Auslastung habe sich in den letzten Tagen etwas entspannt: "Wir haben noch genug Kapazitäten, um verletzte Skifahrer gut betreuen zu können. Wir evaluieren täglich und können flexibel handeln." Konkrete Zahlen nannte der Mediziner nicht, da sich diese aufgrund der genannten Flexibilität laufend ändern würden.

2-G beim Skifahren wird begrüßt

Auch die 2-G-Regel in den Skigebieten trage dazu bei, die Versorgung im Spital aufrechterhalten zu können: „Das beruhigt uns, weil es einen Schutz für das eigene Personal bringt. Voriges Jahr war die Cluster-Gefahr noch viel höher.“ Generell ist Mittermair der Ansicht, dass das Skifahren kein größeres Problem darstelle: „Das ist ein absolut sicherer und gesunder Sport. Zudem sind fast nur Einheimische unterwegs, die können gut fahren.“ Der Mediziner merkt an, dass auch unter Vor-Corona-Bedingungen Skiunfälle lediglich ein Prozent der verunfallten Skifahrer intensivmedizinische Versorgung benötigt hätten.

 

Mitarbeiter im Tauernklinikum unter Druck

Im Tauernklinikum Zell am See mache sich in der vierten Corona-Welle Druck bemerkbar. "Die Mitarbeiter sind sehr belastet. Wie in anderen Häusern auch, haben wir ein Problem bei der Pflege", teilt Rudolph Pointner, Ärztlicher Leiter im Tauernklinikum, im Gespräch mit SALZBURG24 mit. Das sei jedoch jeden Winter so. "Wir sind darauf eingestellt und es ist jedem bewusst, dass in dieser Zeit kein Urlaub möglich ist."

"Hohe Sicherheit" durch 2-G beim Skifahren

Corona und nun auch Wintersportler würden das Krankenhaus aber derzeit nicht an die Grenzen der Belastbarkeit führen. "Wir haben einen Versorgungsauftrag und dem kommen wir auch nach", so Pointner. Erfreut zeigt man sich im Tauernklinikum darüber, dass beim Skifahren die 2-G-Regel gilt. Das bringe eine hohe Sicherheit mit sich und schützt auch das Personal. "Wesentlicher Punkt ist hier aber, dass die Einhaltung auch kontrolliert wird", fordert der Mediziner.

Skitourengehen boomt weiterhin

Gerade seit der Corona-Krise sind in Salzburg Skitouren besonders beliebt. "Das Tourengehen boomt seit den letzten Jahren, es sind einfach wahnsinnig viele Menschen unterwegs", stellt Maria Riedler, Pressesprecherin der Salzburger Bergrettung, im S24-Gespräch fest. Im vergangenen Winter habe sich das Geschehen aufgrund der Schneebedingungen zu einem großen Teil auf den Süden des Landes konzentriert. Wenn die Schneesituation heuer so wie bisher aber fast überall gut bleibe, würden sich die Menschen eher aufteilen. "Das wäre zumindest schon mal ein Vorteil."

Tourenplanung wichtig

Abgesehen von der körperlichen Fitness sei alpinistisches Wissen für Skitourengeher unbedingt notwendig. Riedler empfiehlt etwa die Teilnahme an Lawinenkursen. „Außerdem ist eine gescheite Tourenplanung das Um-und-Auf. Man sollte sich immer die Lawinenlage ansehen und Alternativrouten planen können.“ Ebenso sollten Tourengeher immer eine Notfallausrüstung dabei haben und auch damit umzugehen wissen. Ein ganz wesentlicher Punkt sei zudem die Rettung von Kameraden im Ernstfall: "Das muss noch viel mehr in die Köpfe der Leute. Bis wir ankommen, dauert es einfach eine gewisse Zeit. Man muss sich also immer auf seine Begleiter verlassen können."

"Virus breitet sich nicht auf der Piste aus"

In die heurige Wintersaison blickt Mittermair vom Krankenhaus Schwarzach zuversichtlich: "Auch letztes Jahr hatte man Riesenbefürchtungen, die dann nicht eingetreten sind. Ich hoffe, dass das heuer auch so ist." Im Hinblick auf Corona sei das Skifahren eine gute Option, denn körperliche Betätigung sei wichtig: "Gescheiter, man geht Skifahren, als man sitzt in Garagen zusammen und kommt vielleicht auf blöde Ideen. Das Virus breitet sich nicht auf der Skipiste aus."

(Quelle: SALZBURG24)

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