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Zentrale Regelung

So steht es um Salzburgs Verkehrsleitzentrale

Stau-Management auf A10 als Hauptaufgabe

Stau, A10, Tauernautobahn FMT-Pictures/TA
Ein fast schon gewohntes Bild auf der A10 in Salzburg: Stau.

Die vom Land Salzburg geplante Verkehrsleitzentrale für das Staumanagement auf der Tauernautobahn (A10) soll noch vor dem Sommer 2021 in Betrieb gehen. Das haben Verkehrslandesrat Stefan Schnöll (ÖVP) und sein Parteikollege Magnus Brunner, Staatssekretär im Klimaschutzministerium, am Donnerstag nach einem Treffen in Salzburg versichert.

In Zukunft sollen Vertreter von Asfinag, Polizei und dem Land gemeinsam den Verkehr beobachten und je nach Verkehrsaufkommen über geeignete Steuerungsmaßnahmen entscheiden. So will man etwa rasch auf Staus oder Unfälle reagieren können. Denn auch wenn es im Corona-Sommer zunächst nicht danach aussah: Auf der A10 mussten angesichts des starken Reiseverkehrs Richtung Süden zuletzt wieder die Abfahrtssperren aktiviert werden.

Was die Verkehrsleitzentrale bringen soll

Die Maßnahme richtet sich gegen den Ausweichverkehr bei großen Staus. Touristen sollen auf der Autobahn gehalten werden, um lärm-und abgasgeplagte Anrainergemeinden zu entlasten. Im Vorjahr waren im Hochsommer an den Wochenenden erstmals einzelne Abfahrten der Tauernautobahn entweder komplett gesperrt worden oder blieben nur für den Ziel- und Quellverkehr offen.

Kompetenzen unterschiedlich verteilt

Allerdings sind die Kompetenzen unterschiedlich verteilt. Die Zuständigkeit für die Autobahnen liegt beim Verkehrsministerium, die für die Landesstraßen beim Land. Die Landesverkehrsabteilung der Polizei ist Landesbehörde, die Autobahnpolizei Bundessache. Das ermöglicht nicht immer eine schnelle Kommunikation und Reaktion.

Politik rechnet mit mehr Autobahnverkehr

Wie Staatssekretär Brunner am Donnerstag sagte, unterstütze er die neue Leitzentrale "zu 100 Prozent". Das Land wird dabei die notwendige Infrastruktur zur Verfügung stellen. Die Suche nach Räumlichkeiten verlief zuletzt offenbar schon vielversprechend. Das Personal soll dann von den jeweiligen Institutionen gestellt werden.

"Wir müssen uns auch für den geplanten Ausbau der deutschen Autobahn A8 wappnen", sagte Schnöll heute. Wird der Abschnitt zwischen Rosenheim und Salzburg dreispurig ausgebaut, sei mit einer Zunahme des Verkehrs zu rechnen. Zugleich will der Verkehrslandesrat in Zukunft noch stärker auf einen privaten Wachdienst setzen, der die Polizei bei der Kontrolle der Abfahrtsverbote unterstützt. Die Kosten von derzeit rund 70.000 Euro pro Sommer seien gut investiert, weil die Lebensqualität der Anrainer steige.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 11.05.2021 um 07:41 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/salzburgs-neue-verkehrsleitzentrale-kommt-vor-sommer-2021-91161841

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