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Konzepte ohne Verordnung

"Eröffnung mit angezogener Handbremse"

Salzburgs Einkaufzentren gerüstet

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In den Einkaufszentren dürfen nach sechs Wochen wieder alle Shops öffnen. (SYMBOLBILD)

Wenn die Lockdown-Lockerungen am 8. Februar in Kraft treten und das Einkaufen wieder möglich sein wird, dürfte es die Massen in die Shoppingcenter ziehen. Salzburgs Einkaufstempel sind startklar. Doch von einem zu erwartenden Ansturm traut sich niemand zu sprechen.

Salzburg, Wals-Siezenheim

Mit dem dritten harten Lockdown am 26. Dezember wird der Handel – ausgenommen der Grundversorgung und Click & Collect – bis zur ersten Lockerung am 8. Februar sechs Wochen am Stück geschlossen sein. Kein Wunder also, dass gerade die Einkaufszentren schon mit den Füßen in den Startlöchern scharren. Auf die neuen Regeln (FFP2-Maskenpflicht, Zwei-Meter-Abstand und 20 Quadratmeter pro Person, die zur Verfügung stehen müssen) sei man gut vorbereitet, heißt es unisono auf SALZBURG24-Anfrage –„auch wenn aufgrund der fehlenden Verordnung in manchen Bereichen die Klarheit fehlt“, so Forum 1-Centermanager Kurt Müller.

 

Forum 1 rechnet mit erhöhter Frequenz

Beim Einkaufszentrum beim Salzburger Hauptbahnhof rechnet man am ersten Öffnungstag mit „einem deutlichen Anstieg der Frequenz“, nicht aber mit einem Ansturm. „Da bei uns viele Geschäfte im Haus sind, die auch während des Lockdowns offen halten dürfen, wird der Zustrom bei uns sicherlich weniger stark ausfallen wie etwa beim Europark“, vermutet Müller. Für das gesamte Haus sei ein Sicherheitskonzept mit einer Höchstbesucherzahl ausgearbeitet worden, die Shop-Betreiber seien selbst verantwortlich, dass die Corona-Regeln in ihren Räumlichkeiten eingehalten werden.

Europark hat "Tag herbeigesehnt"

"Wir rechnen schon damit, dass wir in der ersten Woche nach dem Lockdown gut besucht sein werden", sagt Manuel Mayer vom Europark. "Das bringt auch die Konstellation der Ferienwoche und noch nicht umgetauschten Weihnachtsgeschenken mit sich." Von einem möglichen Ansturm will man aber auch hier noch nicht sprechen. Man habe den Tag lange herbeigesehnt und freue sich sehr auf den 8. Februar. Das bestehende Präventionskonzept sei angepasst worden, der Füllstand im Haus würde laufend überwacht werden. Die 20-Quadratmeter-Regelung sieht Mayer entspannt: "Damit haben die Kunden einfach noch mehr Platz".

 

Shoppingarena: "Hygiene, Maske & Abstand sind gelebter Alltag"

In der Shoppingarena in der Alpenstraße wurde das bisherige Sicherheitskonzept noch weiter verstärkt. „Hygiene, Maske und Abstand sind bei uns schon lange gelebter Alltag“, sagt Gabi Stadler, Marketingleiterin des Einkaufszentrums im Süden der Stadt, im Interview mit SALZBURG24. Am Eingang wird es entsprechende Kontrollen geben, im Gebäude dann ein Einbahnsystem. Außerdem arbeite man sehr eng mit den einzelnen Shop-Betreibern zusammen. In der Arena selbst gebe es ein Geschäft mit knapp weniger als 20 Quadratmeter, aber auch hier hätte man bereits eine gute Lösung gefunden. Deutlich unklarer sei die derzeitige Situation für die beiden Friseure im Haus. „Da gibt es immer noch sehr viele offene Fragen, wie das tatsächlich zu lösen ist."

Designer Outlet Salzburg sieht "Eröffnung mit gezogener Handbremse"

Komplett geschlossen war die vergangenen Wochen das McArthurGlen Designer Outlet Salzburg in Wals-Siezenheim (Flachgau). Doch für Centermanager Markus Gratz wird der 8. Februar eine „Eröffnung mit angezogener Handbremse“. Man müsse sich schon im Klaren sein, dass durch die 20-Quadratmeter-Regelung und den Zwei-Meter-Abstand deutlich weniger Kunden bedient werden können. „Das wirkt sich natürlich auf den Umsatz aus“, so Gratz. Organisatorisch sei das aber kein Problem.

Sicherheit und Gesundheit gehe immer vor, weshalb man im Outletcenter derzeit auch noch mitten in den Vorbereitungen für die Eröffnung steckt: Von neuer Beschilderungen, die auf die Regeln aufmerksam machen, über 100 Prozent Frischluft im Gebäude über Bodenmarkierungen vor den Geschäften und Markierungen auf der Rolltreppe bis hin zu einer elektronischen Eingangskontrolle – im Outletcenter „will man nichts dem Zufall überlassen“, sagt Gratz. „Wir alle wissen, wie fragil die Situation derzeit ist und dass es sein kann, dass der vierte harte Lockdown ganz schnell kommt.“ Und das wolle man auch den Kunden mitgeben: „Es kann nur funktionieren, wenn alle zusammenhelfen.“

Übrigens: Heute, fünf Tage vor den Lockerungen, wurden 1.520 Corona-Neuinfektionen gezählt, 197 davon in Salzburg.

(Quelle: SALZBURG24)

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