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Ernüchternde Saisonbilanz

Corona bringt Salzburgs Skigebieten Riesen-Minus

Einbußen von bis zu 90 Prozent

SB: Skifahren, Skipiste, Gondel, Ski, pixabay
Salzburgs Skigebiete ziehen eine katastrophale Saisonbilanz: Corona hat für Riesen-Verluste gesorgt. (SYMBOLBILD)

Erich Egger, Sprecher der Salzurger Seilbahnen, sprach zum Saisonende von einem Minus von 80 bis 90 Prozent bei den Ersteintritten in die Skigebiete und von einem Minus bei den Kassenumsätzen von 85 bis 95 Prozent. Freilich variiere das von Skigebiet zu Skigebiet, je nach Nähe zum Ballungsraum.

Kleinskilifte im Alpenvorland hätten von dem schneereichen Winter profitiert, andere wie Saalbach oder das Gasteinertal hätten besonders große Umsatzeinbußen hinnehmen müssen, weil eine Beherbergung der Gäste nicht möglich gewesen sei. 

Skisaison in Salzburg "wirtschaftlich katastrophal"

"Wirtschaftlich war die Saison katastrophal. Aufgesperrt haben wir aus Verpflichtung gegenüber unseren Tagesgästen, auch dank der Politik unserer Landeshauptleute und damit wir die Mitarbeiter zeitweise beschäftigen können, es war auch ein Signal nach außen", fasste Egger zusammen. Auf der Schmittenhöhe, wo er Geschäftsführer ist, habe man ein Minus von 94 Prozent eingefahren.

 

Rund 1.000 Skifahrer in Karwoche unterwegs

In der Karwoche seien noch um die 1.000 Gäste pro Tag gekommen. "Am Vormittag war es noch schön zu fahren, ab 13 Uhr hätten wir aber eigentlich zusperren können". Die Leute seien bei dem schönen Wetter schon eher auf das Rad oder auf den Golfplatz umgestiegen.

Auch große Verluste in Oberösterreich

Einen letzten "Traumtag" konstatierte Helmut Holzinger, Vorstand der Hinterstoder-Wurzeralm-Bergbahnen in Oberösterreich, seinen Gebieten am Ostermontag. Das Wetter sei herrlich, die Pistenqualität einzigartig, 1.800 Skibegeisterte in Hinterstoder, 800 auf der Wurzeralm. Über die Saison hinweg rechnete er aber mit einem Minus von 55 Prozent oder fast 6 Mio. Euro. "Wir haben den Vorteil der Nähe zum Zentralraum", war sich Holzinger klar, dass es andere weit schlimmer erwischt hat. In der Pandemie sei es wichtig gewesen, den Sportbegeisterten das Skifahren zu ermöglichen, dabei hätte vor allem Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) sehr unterstützt. "Wir haben trotz schwieriger Rahmenbedingungen alles versucht, um den Betrieb mit viel Aufwand 'safe' zu gestalten", sprach er Limitierungen, Stauberater und Abstände an. 

Verpflegung und Unterbringung vor Ort fehlte

Die Leute hätten nach anfänglichen organisatorischen Schwierigkeiten viel Rücksicht genommen. Take-away und Hotellerie hätten freilich gefehlt. Er hofft auf Normalität im kommenden Winter, auch dank der Impfungen und "wir müssen nun eben Investitionen zurückstellen".

Mitarbeiter in Zauchensee in Kurzarbeit

Veronika Scheffer, Geschäftsführerin der Liftgesellschaft Zauchensee sagte: "Wir haben etwa 15 bis 20 Prozent Umsatz gemacht". Die Intention des Aufsperrens sei die Nähe zu Salzburg und dem Flachgau gewesen, "viele Tagesgäste waren sehr froh, dass sie Skifahren können". In der Karwoche seien noch 1.000 bis 1.500 Gäste am Tag gekommen. Seit 1. April seien die Mitarbeiter aber in Kurzarbeit, dank dieses Instruments habe man die Stammbelegschaft von 80 Leuten halten können. "Ich hoffe, dass wir ein bissl einen Sommer kriegen", wünschte sich Scheffer und setzte auf die Impfungen und einen halbwegs normalen kommenden Winter. "Eine zweite solche Saison wäre nicht zu überstehen."

Egger verwies auch auf eine kürzliche Tagung des Tourismusforum der Alpen. Dort habe ein Schweizer Beratungsunternehmen - Analyse auf www.grischconsulta.ch - im Ländervergleich Österreich, Deutschland, Südtirol und Schweiz der Schweiz lediglich ein Minus von 40 bis 45 Prozent, allen anderen den Eintritt des worts-case-scenarios attestiert. In der Schweiz sei die Hotellerie im Winter 2020/21 - mit Einschränkungen wie Verpflegung nur im Hotel - geöffnet geblieben, wobei die corona-technischen Auswirkungen nicht schlimmer als in Österreich gewesen seien. "Das ist eine Basis zum Überleben", so Egger.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 24.09.2021 um 08:53 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/salzburgs-skigebiete-beenden-corona-saison-mit-riesen-minus-102029806

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