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Schnee in Salzburg

45.000 Menschen sind "eingeschneit"

Weitere Straßensperren

Die Prognosen lassen hoffen, dass spätestens ab Dienstag das Gröbste überstanden ist. Dennoch: Mehr als 45.000 Personen bleiben vorerst mit einem Fahrzeug nicht erreichbar, 150 Haushalte sind ohne Strom, es gab bisher drei Tote und 18 leicht bis schwer verletzte Personen, wichtige Verkehrswege sind gesperrt.

Der Feuerwehrverband Salzburg hat Montagabend weitere Straßensperren und damit "eingeschneite" Gemeinden gemeldet: Neu dazu gekommen sind Muhr im Lungau und Mühlbach am Hochkönig (Pinzgau). Damit sind in Salzburg derzeit 14 Gemeinden nicht erreichbar.

14 Gemeinden von Außenwelt abgeschnitten

  • Unken, Lofer, St. Martin und Weißbach
  • Obertauern und Tweng
  • Großarl und Hüttschlag 
  • Viehhofen
  • Muhr im Lungau
  • Mühlbach am Hochkönig
  • Saalbach-Hinterglemm
  • Rauris 
  • St. Martin am Tennengebirge

4.798 Feuerwehrleute standen seit 4. Jänner in 900 Mal im Einsatz. Sie bargen Fahrzeuge, entfernten umgestürzte Bäume von Straßen und Gebäuden, „erleichterten“ Dächer und Bauwerke von Schneelasten, unterstützten mit Mannschaft und Gerät. Spitzenreiter mit 419 Einsätzen und 2.059 Mann ist der Flachgau.

Handarbeit und schweres Gerät

Bis zu 300 Soldaten helfen mit, das Schneechaos in Alltag zu verwandeln. Sie schaufeln Dächer ab, befreien Straßen und Wege von umgefallenen Bäumen und Schnee. Insgesamt 15.000 Arbeitsstunden werden heute noch erreicht. Neben der Handarbeit und dem logistischen Knowhow ist das schwere Gerät des Heeres jetzt sehr gefragt: unter anderem eine Hochleistungs-Spezialfräse und Radlader fürs ganz Grobe sowie die Hubschrauber wie der Black Hawk.

Dienstag wird sonnig, Lawinengefahr weiter erheblich

In der Nacht auf Dienstag können in den „Schneegebieten“ noch bis zu 30 Zentimeter dazukommen. Die weiße Pracht von oben klingt morgen Vormittag ab, die Flugbedingungen werden im Salzachtal und Oberpinzgau besser. Für Mittwoch und Donnertag erwarten die Meteorologen im Land trockenes und sonniges Wetter. Am Dienstag herrscht in weiten Teilen des Landes noch große (4) Lawinengefahr.

Haslauer dankt den Einsatzkräften

„Einmal mehr haben diese Tage bewiesen: In der Krise eint das gemeinsame Ziel. Wir können stolz auf den Zusammenhalt im Land sein. Die zahllosen Einsatzstunden, oft bis zur Erschöpfung geleistet, haben uns alle vor Schlimmerem bewahrt“, sprach Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) den Helfern seinen Dank aus: Feuerwehr, Polizei, Rotes Kreuz, Bergrettung, Bundesheer, Behörden wie der Einsatzstab des Landes und der Bezirkshaupthauptmannschaften, zahlreiche Privatpersonen und Ehrenamtliche, die Nachbarschaftshilfe leisteten.

Aufgerufen am 17.01.2019 um 12:24 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/schnee-in-salzburg-45-000-menschen-sind-eingeschneit-64051180

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