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Schnee in Salzburg

Wetter soll sich freitags kurz beruhigen

Aufräumarbeiten und Erkundungsflüge geplant

Am Freitag soll sich das Wetter in Salzburg beruhigen - zumindest für kurze Zeit. Das Wetterfenster wollen die Einsatzkräfte gut nützen: Es wird aufgeräumt werden, die Hubschrauber des Bundesheeres stehen für Erkundungsflüge bereit. Im Stubachtal (Pinzgau) soll die Rudolfshütte evakuiert werden. Dort befinden sich aktuell noch 350 Personen.

Meteorologe Michael Butschek bestätigt, dass es morgen eine vorübergehende Wetterberuhigung geben wird. Das gibt den Einsatzkräften die Chance, aufzuräumen und den Hubschraubern des Bundesheeres zu starten.

 

Lawinen: Sprengungen dringend nötig

Erkundungsflüge sowie Lawinensprengungen und eine genauere Einschätzung der Lage sind dringend notwendig. Die Helikopter sind startklar, sobald sich dieses kleine Fenster und Zwischenhoch auftut. Butschek betont: „Morgen wollen wir alle verfügbaren Hubschrauber in die Luft bekommen und auch in die Lawinenanbruchgebiete vordringen, um die Lage zu erkunden, es gibt dafür auch schon Flugpläne. Es wird gemacht, was möglich ist, denn uns bereitet jetzt schon die Nacht von Sonntag auf Montag Sorgen. Dann gibt es wieder viel Neuschnee plus starken Wind.“

Bundesheer will Hubschrauber starten

Nicht zuletzt deshalb muss jede Minute mit Flugwetter genützt werden, der stellvertretende Militärkommandant Salzburgs, Günther Gann, dazu: „Es ist wirklich ein gewaltiger Schnee-Einbruch innerhalb von wenigen Tagen. Wir werden Erkundungsflüge durchführen und auch eventuell Lawinensprengungen mit Fluggerät unterstützen. Einige sogenannte ,Downwash-Aktionen‘, bei denen mit dem Wind der Rotorblätter die Bäume von der Schneelast befreit werden, waren bereits erfolgreich.“ 220 Soldaten sind derzeit in Salzburg im Einsatz, sie schaufeln, sie sägen und sie fliegen. 100 Mann der Pionierkompanie Villach wurden in die Krobatinkaserne nach St. Johann verlegt. Auch die Feuerwehr verzeichnete an diesem Schneetag wieder mehr als 500 Leute im Einsatz und mehr als 110 Einsätze.

Pinzgau: Evakuierung im Stubachtal

Am Freitag soll das vorübergehende Hoch auch für die Evakuierung der Rudolfshütte genützt werden. Dort werden 350 Personen mit der Weißsee Gletscherbahn zum Enzingerboden gebracht, anschließend fahren sie, begleitet von Einsatzkräften, nach Uttendorf. Gelungen ist eine ähnliche Aktion schon am Donnerstag. Zirka 30 Personen wurden aus dem Gasthaus Kesselfall in Kaprun gerettet. Währenddessen musste der Lammertalweg zur Aualm in Annaberg-Lungötz gesperrt und wegen der großen Lawinengefahr eine Ausgangssperre für die Bewohner von zirka 30 Häusern ausgesprochen werden.

In Taxenbach ist am Donnerstagabend außerdem eine Lawine abgegangen. Etwa 40 Personen sind abgeschnitten, die Zufahrt wurde verschüttet. Die Stromversorgung ist allerdings aufrecht. Ebenso haben die Bewohner in Unken/Heutal wieder Strom.

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