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Schneechaos

Einsatzkräfte in ganz Salzburg gefordert

Enorme Schneemassen, höchste Lawinengefahr und Aussicht auf noch mehr Schnee in den kommenden Tagen – Salzburgs Einsatzorganisationen haben derzeit alle Hände und Schaufeln voll zu tun.

Das Militärkommando Salzburg hat aktuell 80 Bundesheer-Pioniere in Hintersee, in der Tiefbrunnau und in Annaberg, 30 Mann aus der Schwarzenbergkaserne in Abtenau, 72 Mann des Lawineneinsatzzuges in Dienten und Mühlbach, fünf Mann der Gebirgskampftruppe Wallnerkaserne und eine Spezialschneefräse in Thalgau im Einsatz. Als Reserve stehen 50 Soldaten in der Schwarzenbergkaserne, 100 Mann der Pionierkompanie Villach und 16 Mann des Lawineneinsatzzugs Tamsweg bereit.

„Große Herausforderung“ für Feuerwehren

Die Feuerwehr ist derzeit mit neun Ortsfeuerwehren mit insgesamt 103 Personen im Einsatz. „Es ist für die Feuerwehrleute eine große Herausforderung, aber noch zu bewältigen. Sollte ihnen - salopp formuliert - ,die Luft ausgehen‘, haben wir ein System, über das rasch Unterstützung aus Nachbarorten, aber auch aus anderen Bezirken angefordert werden kann“, weiß Landesfeuerwehrkommandant Leo Winter.

Salzburger Rettung und Polizei stocken auf

Das Rote Kreuz hat den Bezirksstab Pinzgau aktiviert, jener in Radstadt ist ebenso wie der Landeseinsatzstab in Bereitschaft. Zwölf Mann der drei technischen Einsatzzüge im Pinzgau sind in Alarmbereitschaft. Schneebedingt ist die Polizei mit sechs zusätzlichen Verkehrsstreifen im Einsatz.

Bergretter praktisch im Dauereinsatz

Im Einsatz beziehungsweise in Bereitschaft sind alle Ortsstellen der Bergrettung. „Wir stehen praktisch im Dauereinsatz und bemühen uns nach Kräften, dass auch bei länger andauernden Einsätzen genügend Reservekräfte bereitstehen“, berichtet Landesleiter Balthasar Laireiter. Zirka 2.000 einsatzbereite Bergretter gibt es im ganzen Land.

Behördliche Einsatzstäbe aufgestellt

Die Bezirke Salzburg-Umgebung, Hallein und Zell am See haben zusätzlich zum Landes-Einsatzstab behördliche Einsatzstäbe aufgestellt. Die übrigen Bezirke verbleiben vorerst im Rufbereitschaftssystem, können aber jederzeit in Aktion treten. „Den für kommende Woche in Maria Alm geplante Lawinen-Fortbildungslehrgang mussten wir absagen, da der Großteil der Teilnehmer aktuell für Einsatzaufgaben benötigt wird“, informiert Lawinenwarndienst-Leiter Norbert Altenhofer vom Katastrophenschutz des Landes in einer Aussendung am Donnerstag.

Haslauer dankt allen Helfern

„Hier zu helfen bedeutet große Verantwortung, benötigt Erfahrung und Vernunft und ist oft gefährlich. Ich danke für das bisher Geleistete und wünsche viel Kraft für das Bevorstehende“, macht Landeshauptmann Wilfried Haslauer den vielen Helfern und Spezialisten im vereinten Kampf gegen zugeschneite Straßen, umgestürzte Bäume, übervolle Dächer und Lawinengefahren Mut.

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