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Schneelast in Wäldern

Schäden fünf Mal so hoch wie sonst

Der schneereiche Winter setzte den Salzburger Wäldern zu, durch die schwere Last knickten unzählige Bäume um oder wurden beschädigt. Derzeit laufen die Schadensmeldungen beim Katastrophenfonds des Landes ein, die Landesforstdirektion rechnet vorab mit rund 300.000 Festmetern Schadholz.

Die Schneemassen zu Beginn des Jahres setzten vor allem Salzburgs Wäldern zu. Noch während der Hochzeiten Mitte Jänner wurde Hubschrauber eingesetzt, um durch "Downwash"-Aktionen zu verhindern, dass Bäume umknicken und Verkehrswege verlegen. Wälder abseits von Verkehrsrouten wurden dabei vernachlässigt, mit der nun einsetzenden Schneeschmelze werden hier die Ausmaße des Schadens erst sichtbar.

300.000 Festmeter Schadholz in Salzburg

"Momentan rechnet die Landesforstdirektion mit ca. 300.000 Festmetern Schadholz", gab Martin Wautischer, Pressesprecher im Büro von Landesrat Schwaiger (ÖVP), im Gespräch mit SALZBURG24 an. Laut vorläufigen Zahlen sind im Pinzgau 50.000, im Pongau 45.000 und im Lungau 25.000 Festmeter Schadholz zu beklagen. Für den Flachgau und Tennngau konnte man noch keine Angaben machen.

Schäden in Wäldern heuer fünf Mal so hoch

"Aus heutiger Sicht wird die Menge an Schadholz wohl fünf Mal so hoch ausfallen wie während eines ereignislosen Winters", so Wautischer weiter. Da es in den Wintern der vergangenen Jahre allerdings nur geringe Schäden am heimischen Baumbestand gab, ist die Menge an Schadholz durchaus zu bewältigen. Wautischer: "Es ist noch kein Katastrophenwinter."

Schadholz als Brutstätte für Borkenkäfer

Mit dem schmelzenden Schnee wird nun erst der Weg in die Wälder frei und das schadhafte Holz kann aufgearbeitet werden. Die Schäden werden somit sichtbar und Schadensmeldungen laufen an den Katastrophenfonds ein. Laut Wautischer sei es nun wichtig, das schadhafte Holz aus dem Wald zu bringen, da umgestürzte Bäume und abgeknickte Wipfel sonst als Brutstätte für den Borkenkäfer dienen.

Ein genaues Bild des Schadens an den heimischen Wäldern wird frühestens für Mai erwartet. Betroffene Landwirte haben noch bis Juni Zeit, Schäden an den Katastrophenfonds zu melden.  

(Quelle: SALZBURG24)

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