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Schulbeginn für 5.382 "Erstklässler" in Salzburg

Borromäum nimmt erstmals Mädchen auf

Schulbeginn, Schulstart, SB APA/ROLAND SCHLAGER
Schulbeginn für zahlreiche Kinder in Salzburg (SYMBOLBILD).

Zurück in die Schule heißt es am Montag für zahlreiche Schülerinnen und Schüler im Bundesland Salzburg: Insgesamt 73.522 Kinder und Jugendliche sitzen im neuen Schuljahr im Unterricht. Für 5.382 „Taferlklassler“ beginnt mit dem ersten Schultag ein neuer Lebensabschnitt.

„Der erste Schultag ist für Kinder eine einmalige Erfahrung. Ein Schritt in Richtung Selbstständigkeit und Unabhängigkeit, die Möglichkeit Freundschaften zu schließen und die Entdeckung von Talenten für die Zukunft. Auf jeden Fall ein wichtiger Tag für alle Beteiligten und das heuer ganz besonders, weil es trotz der schwierigen Corona-Phase möglichst ,normal‘ in den Unterricht gehen soll. Nach derzeitigem Stand werden alle Schulen mit grünen Ampeln in das neue Schuljahr starten“, zeigt sich Landesrätin Maria Hutter (ÖVP) zuversichtlich.

schuljahr 2020 Land Salzburg
Das neue Schuljahr 2020/2021 in Zahlen.

Volksschülerzahlen steigen leicht

Im kommenden Schuljahr werden insgesamt 22.174 Kinder eine von 181 Volksschulen besuchen, das sind geringfügig mehr als im Vorjahr. 1.015 werden im kommenden Jahr an einer der 21 Sonderschulen unterrichtet, bei den Mittelschulen sind es 13.875 an 70 Standorten. 898 gehen diesen Herbst in eine von 16 Polytechnischen Schulen. Darüber hinaus verteilen sich mehr als 35.000 der insgesamt 73.522 Salzburger Schüler (plus 598 im Vergleich zum Vorjahr) folgendermaßen: 13.697 an allgemeinbildenden höheren Schulen, 12.829 an berufsbildenden mittleren und höheren Schulen sowie 9.034 an Berufsschulen.

Abstimmung mit Bund und Ländern

Um einen sicheren und möglichst „normalen“ Schulbeginn zu gewährleisten gab es über den Sommer intensive Vorbereitungen und Vorarbeiten. Bildungslandesrätin Hutter hat als Vorsitzende der Landesbildungsreferentenkonferenz die Abstimmung mit Bund und Ländern koordiniert. Darüber hinaus gibt es einen regen Austausch mit allen Beteiligten im Bildungsbereich. Am 26. August hat hierzu ein großer Schulgipfel stattgefunden, der morgen Freitag zur Sicherstellung eines gut funktionierenden Schulbeginns fortgesetzt wird.

Tausende "Taferlklassler" in der Stadt Salzburg

In der Stadt Salzburg erleben am Montag 1.238 Mädchen und Buben ihren ersten Schultag. Sie besuchen dann die erste Klasse in einer der 21 städtischen Volksschulen. Das ist für die Kinder an sich schon aufregend genug, heuer kommen dazu noch die Corona-Bedingungen, gesteuert durch die immer freitags aktualisierte neue Corona-Ampel – das kann manchmal sogar Maskenpflicht in Teilen des Schulinneren bedeuten.

"Vorsicht Schulkinder"

Bürgermeister-Stellvertreter Bernhard Auinger (SPÖ) hält dazu fest: „Ich wünsche allen Kindern in diesem sehr besonderen Schuljahr trotz Corona viel Freude und spannende Erfahrungen. Als Stadt Salzburg bieten wir in unseren Schulen Orte, wo alle Kinder unterstützt und gefördert optimal lernen können.“ Und weiter: „Der Stadt ist es wichtig, dass alle Schulkinder sicher zu Fuß in der Schule ankommen. Deswegen haben wir vor allen städtischen Volksschulen Plakate mit dem Hinweis ,Vorsicht Schulkinder!´aufstellen lassen. Wir bitten die Autofahrerinnen und Autofahrer besonders in den ersten Schultagen um Rücksicht.“

Erstmals Mädchen im Borromäum

Einen besonderen Schulstart gibt es am Montag im Erzbischöfliches Privatgymnasium Borromäum in der Stadt Salzburg. Dort werden erstmals Mädchen als Schülerinnen aufgenommen. Die Freude auf den ersten normalen Schultag nach dem Coronasemester und den Ferien ist riesig. „Der Sommer war schön, aber jetzt kann es wieder losgehen“, sagt Jasmin Mösl, für die kommenden Montag ein Schulwechsel ansteht, mit dem sie Geschichte schreibt.

Mädchen im Borromäum Eb. Privatgymnasium Borromäum
Direktor Winfried Penninger und Referentin Christa Fuchsberger mit Florentina, Jasmin und Mathilda.

Die zehnjährige Seekirchnerin sowie die Zwillinge Florentina und Mathilda Schreilechner aus der Stadt Salzburg sind drei von 30 Schülerinnen, die mit dem Borromäum die letzte Bubenschule Österreichs „erobern“. „Und das ist gut so. Ein echter Ruck geht durchs Haus. Wir reißen damit unsere Fenster auf und lassen frischen Wind herein“, unterstreicht Direktor Winfried Penninger und ergänzt: „Alle Verantwortlichen – allen voran die Erzdiözese als Schulerhalterin – gehen ihn voller Überzeugung mit. Das ist mir sehr wichtig.“

(Quelle: SALZBURG24)

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