Jetzt Live
Startseite Salzburg
Teure Erstaustattung

So könnt ihr bei Schulartikeln sparen

Preise für Stifte, Hefte und Co gestiegen

Schulklasse, SB Neumayr
Für den Schulalltag werden zahlreiche Artikel benötigt. (SYMBOLBILD)

Der nahende Schulbeginn und die damit verbundenen Ausgaben für Schulartikel stellen für viele Eltern eine große finanzielle Belastung dar. Zudem wurden die Artikel in Corona-Zeiten im Schnitt um knapp sechs Prozent teurer, wie eine aktuelle Erhebung der Arbeiterkammer (AK) Salzburg aufzeigt. Wie ihr dennoch den ein oder anderen Euro einsparen könnt, erfahrt ihr hier.

Besonders schwer zu stemmen sind die Ausgaben dann, wenn das Familieneinkommen in Folge der Corona-Krise wegen Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit geschmälert wurde. Rechtzeitig vor Schulstart zeigt die AK-Schulartikel-Erhebung: Wer die Preise vergleicht, kann gutes Geld sparen.

Schulartikel um knapp sechs Prozent teurer

Kritisch sieht AK-Präsident und ÖGB-Landesvorsitzender Peter Eder die Preisentwicklung. „Der Durchschnittspreis unseres repräsentativen Schulstartpakets ist innerhalb eines Jahres um 5,77 Prozent und damit deutlich über der Inflation gestiegen. Umso wichtiger ist deshalb der bewusste Einkauf“, so Eder.

Preisvergleich in Salzburg und Bayern

Rechtzeitig vor Schulbeginn sind die Tester der Arbeiterkammer Salzburg in Stadt und Land Salzburg sowie in Bayern ausgeschwärmt und haben die Preise für ein repräsentatives Schul-Set,  bestehend aus 29 unterschiedlichen Produkten, unter die Lupe genommen. Besucht wurden dabei sowohl Handelsketten, als auch der Fachhandel. Erwartungsgemäß waren die Preise der Handelsketten im Schnitt günstiger als im Fachhandel. Allerdings nicht immer – auch im Fachhandel werden Schnäppchen und Aktionen geboten. Und: Während bei Füllfedern, Buntstiften, Filzstiften, Malfarben und Wachskreiden in der Regel die Handelsketten in punkto Preis die Nase vorne haben, sind Ringbucheinlagen, Hefte, Heftumschläge und Bleistifte im Fachhandel häufig günstiger.

Maximale Ersparnis beträgt 217 Euro

Innerhalb der Produktgruppen unterscheiden sich die Preise enorm. „Wer sich die Mühe macht jedes Produkt zum günstigsten Preis zu erwerben, erspart sich 217 Euro“, erklärt AK-Konsumentenschützer Stefan Göweil. Während dieses Sparpotenzial aufgrund des enormen Zeitaufwands in der Praxis wohl keine Anwendung findet, hält Göweil eine Einsparung zwischen 70 und 90 Euro bei bewusstem Einkauf für möglich.

Auch bei bereits befüllten Schultaschen gibt es enorme Preisspannen zwischen 60 und 240 Euro, wobei Konsumentenschützer Göweil darauf hinweist, dass beim Kauf einer Schultasche Verarbeitung, Tragekomfort und ergonomische Eigenschaften einen höheren Stellenwert haben sollten als der reine Blick auf den Preis. In Sachen Beratungsqualität hatten die Fachgeschäfte hier die Nase vorn. „Freundlichkeit und Bemühen wurden überall attestiert, das Beratungs-Plus lag jedoch eindeutig bei den Fachgeschäften“, erklärt Göweil.

Von den Produkttestern wurden auch die Preise in Deutschland unter die Lupe genommen. Der Vergleich belegt: Steuerbereinigt sparen sich Eltern beim Einkauf in Freilassing nur 1,4 Prozent.

Hilfe für einkommensschwache Familien

Für einkommensschwache Familien, die Mindestsicherung beziehen, bietet das Sozialministerium noch bis 11. September 2020 im Rahmen einer österreichweiten Aktion ein Schulstartpaket. Nähere Informationen gibt es auf der Homepage des Sozialministeriums und beim Roten Kreuz Salzburg unter Tel. 0800/80 80 01

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 23.04.2021 um 01:53 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/schulstart-preisvergleich-macht-einkauf-billiger-92329360

Kommentare

Mehr zum Thema