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Seltene Wintergäste: Seidenschwänze in Salzburg

Dieser seltener Gast beehrt Salzburg nur alle paar Jahre. Land Salzburg/Holger Duty
Dieser seltener Gast beehrt Salzburg nur alle paar Jahre.

Nicht nur Skifahrer kommen nach Salzburg, um hier ihren Winterurlaub zu verbringen. Es gibt auch geflügelte Gäste aus dem Hohen Norden, die zurzeit bei uns sind: die Seidenschwänze.

Alle paar Jahre – zuletzt im Winter 2008/2009 – gibt es einen bemerkenswert größeren Einflug dieser recht auffälligen Vögel nach Österreich, und in diesem Winter war und ist es wieder so weit.

Um den Einflug gut dokumentieren zu können, werden Beobachtungs-Meldungen für die Biodiversitätsdatenbank entweder direkt an das Haus der Natur oder an die Naturschutzabteilung des Amtes der Salzburger Landesregierung unter naturschutz@salzburg.gv.at oder 0662-8042-5534 erbeten.

Seltene Wintergäste in Salzburg: Seidenschwänze

Seidenschwänze sind etwa so groß wie Stare, untersetzt und kurzschwänzig. Sie fliegen auch ähnlich wie diese relativ schnell und in verschieden großen Trupps. Im Gegensatz zu den schwarzen Staren sind sie jedoch fast exotisch gefärbt: mit einem rosé-braun-grauen Gefieder, einer schwarzen Augenmaske und Kehle, einer gelben Schwanzendbinde und einer weiß-gelben Flügelzeichnung mit roten Flecken. Das auffälligste an ihnen ist jedoch die Federhaube. Die einzige andere Vogelart mit Federhaube, die im Winter bei uns anzutreffen ist, ist die viel kleinere Haubenmeise. Wer auf Seidenschwanz-Suche gehen will, sollte nach fruchttragenden Gehölzen wie beispielsweise der Eberesche oder mistelbewachsenen Bäumen Ausschau halten, denn in diesen "Vogelrestaurants" laben sich die Trupps an den Beeren. Auch übriggebliebene verschrumpelte Äpfel auf Obstbäumen werden gerne genommen. Ist man genügend nahe, kann man auch die leisen, sehr hoch "klingelnden" Rufe hören.

Die Einflüge, die im November beginnen, werden vermutlich durch Nahrungsknappheit und/oder hoher Dichte in den Brutgebieten ausgelöst, haben aber nichts mit der Strenge des kommenden Winters zu tun. Spätestens Anfang Mai kehren die letzten Seidenschwänze in ihre hochnordische Heimat zurück.

(Quelle: S24)

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