Jetzt Live
Startseite Salzburg
Ersehnte Öffnung im Handel

Salzburger haben "Shopping-Nachholbedarf"

Sportartikel und Kleidung ganz oben auf der Liste

Seit heute hat der Handel auch in Salzburg wieder vollständig geöffnet. Allerdings gilt in den Geschäften die 20-Quadratmeter-Regel pro Kunde, auch in Supermärkten. Bis Montagnachmittag blieb der große Ansturm meist noch aus.

Salzburgs Händler seien froh über die Öffnung, aber nun brauche man dringend Umsätze, erklärt Peter Buchmüller, Präsident der Wirtschaftskammer Salzburg (WKS) im Gespräch mit SALZBURG24. Die 20-Quadratmeter-Regel, die nun auch in Supermärkten gilt, sei dabei ein Hemmnis: „Wir empfehlen auf jeden Fall, dass die Kunden nur einzeln einkaufen gehen.“ Es darf nur eine begrenzte Anzahl an Personen in die Geschäfte. 

 

Salzburgs Handel rechnet mit Verzögerungen

Die Lage sei für kleine und große Händler herausfordernd: „Wenn ein Geschäft zum Beispiel 100 Quadratmeter groß ist, dürfen nur fünf Personen hinein. Es sind nicht nur die Unternehmer gefordert, sondern auch die Kunden.“ Diese sollten etwa auch beim Warten im Freien vor den Geschäften FFP2-Masken tragen und Abstand halten.

„Es kann zu Verzögerungen und kleineren Problemen kommen“, meint Buchmüller. Um lange Warteschlangen zu verhindern, sollte während Stoßzeiten mehr Personal eingesetzt werden. Eigene Securities, die den Einlass kontrollieren, seien aufgrund der hohen Kosten für kleine Geschäfte wohl kein Thema. Bei größeren Einkaufszentren etwa gebe es jedoch häufig strenge Einlasskontrollen mit Sicherheitspersonal. In den Lebensmittelgeschäften sei die Überprüfung der Kundenanzahl meist recht unkompliziert: „In den Supermärkten werden Einkaufswagen abgezählt. Wenn möglich, soll sich wirklich jeder einen Wagen nehmen, auch, wenn man nur eine Kleinigkeit besorgt “, erklärt der Salzburger Wirtschaftskammer-Präsident.

Richtige Balance als Herausforderung

Für die Händler bestehe zudem ein Druck, die richtige Balance zu finden: „Natürlich müssen die Unternehmer ihre Ware loswerden, die teilweise schon seit Monaten gelagert wurde. Es müssen Umsätze gemacht werden, sonst geht alles schnell den Bach hinunter. Trotzdem müssen sich alle an die Regeln halten“, appelliert Buchmüller.

 

"Nachholbedarf" bei Kunden

Er rechnet in den nächsten Tagen bei einigen Anbietern, wie etwa in Sportgeschäften, mit erhöhter Frequenz: „Ich denke schon, dass viele Kunden einen Nachholbedarf haben. Sie haben wochenlang auf gewisse Produkte verzichten müssen.“ Dennoch geht er davon aus, dass der Andrang zu bewältigen sein wird.

Run auf Langlaufausrüstung

Das bestätigt auch ein Lokalaugenschein der APA. In der Stadt Salzburg sei die Handelsöffnung ruhig gestartet. Allerdings gab es Ausnahmen: Von einem "abnormal starken" Andrang berichtete gegen Mittag etwa ein Mitarbeiter von Intersport in Bergheim (Flachgau). Offenbar im Fokus der Kunden: Langlaufausrüstung.

 

Mode, Schmuck und Parfum hoch im Kurs

Im Europark bildeten sich hingegen nur vereinzelt kurze Warteschlangen - vor der Modekette H&M, aber auch vor Modeschmuck-Geschäften und Parfümerieketten. "Es sind Semesterferien, bis jetzt waren vor allem junge Mädchen oder Schülerinnen da", erklärte eine Angestellte, die am Eingang dafür sorgt, dass nicht zu viele Personen gleichzeitig im Geschäft sind. "Ich glaube aber auch, dass heute viele Skifahren sind. Es hat frisch geschneit und das Wetter ist gut." Gut gefüllt waren heute auch die Parkplätze der Baumärkte Obi und Bauhaus. In der Linzergasse in der Salzburger Altstadt berichteten zwei Geschäftsinhaber eher von Zurückhaltung - Menschen warteten hier vor allem vor kleinen Fachgeschäften.

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 02.03.2021 um 02:33 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/shopping-nachholbedarf-bei-salzburgern-am-ersten-oeffnungstag-99517324

Kommentare

Mehr zum Thema