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Zahlen dürften weiter steigen

Salzburg mit österreichweit höchster 7-Tage-Inzidenz

Omikron sorgt für angepasste Corona-Quarantäne

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Anfang nächster Woche sei in Salzburg mit einem weiteren starken Anstieg zu rechnen. (SYMBOLBILD)

Im Bundesland Salzburg stecken zehn mit dem Coronavirus infizierte Personen derzeit etwa 17 weitere an. Der Reproduktionswert sei auf 1,65 gestiegen und habe damit einen Wert erreicht, der deutlich über jenem in der vierten Infektionswelle liege. Die Sieben-Tage-Inzidenz erhöhte sich auf 1.118. Das höchste Infektionsgeschehen ist aktuell im Pongau.

Das teilte Gernot Filipp von der Salzburger Landesstatistik am Samstag zu den aktuellen Corona-Eckdaten mit.

Land Salzburg rechnet mit Anstieg

Die 7-Tage-Inzidenz erhöhte sich in Salzburg um 75 Punkte auf 1.118. Anfang nächster Woche sei mit einem weiteren starken Anstieg zu rechnen, sagte Filipp. Laut den Prognosen werden wegen Omikron drei bis vier Mal so viele Menschen gleichzeitig aktiv infiziert sein als in der vierten Welle im Herbst. Bei den Ungeimpften liegt die Inzidenz in Salzburg bei über 2.500, bei den geimpften Personen bei rund 700.

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So wappnet sich Salzburg für die Omikron-Welle

Den dritten Tag in Folge sorgt die Omikron-Variante im Bundesland Salzburg für über 1.000 Corona-Neuinfektionen. In den kommenden Tagen rechnen die Experten mit einer hohen Zahl an gleichzeitig …

Lage in den Bezirken

Recht unterschiedlich ist die regionale Dynamik. In der Stadt Salzburg und im Flachgau ist sie mit 630,6 bzw. 628 am niedrigsten, im Pongau mit 2.706 am höchsten. Das ist der höchste Bezirkswert, der seit Beginn der Pandemie in Salzburg erreicht wurde.

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7.405 Corona-Neuinfektionen in Österreich

7.405 Neuinfektionen mit dem Coronavirus wurden am Samstag in Österreich gemeldet. Aus dem Land Salzburg kommen insgesamt 887 neue Fälle dazu.

Aktuell sind im Bundesland 7.309 Personen aktiv infiziert, 57 Menschen befinden sich wegen Covid-19 im Spital, 15 davon auf der Intensivstation.

Eckpunkte der Quarantäneregeln

"Damit infizierte Personen rasch abgesondert werden können und gleichzeitig wichtige Bereiche wie der Gesundheitssektor, Versorgungsketten und kritische Infrastruktur nicht gefährdet sind, ist das Vorgehen der Gesundheitsbehörden angepasst worden", erläutert Salzburgs Landessanitätsdirektorin Petra Juhasz in einer Aussendung. "Eigenverantwortung und Hausverstand sind so gefragt wie nie zuvor, vor allem dann, wenn das Contact-Tracing an seine Grenzen stößt", führt Juhasz aus. "Wenn ich einen positiven PCR-Test habe, bitte die Kontaktpersonen auch selber kontaktieren, damit diese aufmerksam sind, was ihren Gesundheitszustand betrifft. Es geht ja hier oft um Familie, Freunde oder Arbeitskollegen. Die sollten Bescheid wissen." Niemand sei schuld daran, sich infiziert zu haben oder müsse sich gar dafür schämen.

  • Bei Symptomen: Telefonisch die Gesundheitsberatung unter 1450 kontaktieren und bis zur Kontaktaufnahme durch die Gesundheitsbehörde in Selbstisolation begeben.
  • Kontaktperson ist man bei mehr als 15 Minuten Aufenthalt mit weniger als zwei Metern Abstand, Körperkontakt und direktem Kontakt mit Atemwegssekreten durch Anhusten, Anniesen etc., Haushaltskontakte
  • Keine Kontaktperson ist man: wenn beide korrekt FFP2-Masken getragen haben (Kinder bis 14 Mund-Nasen-Schutz); positiv getestetes Gesundheits- oder Pflegepersonal, das die Schutzmaßnahmen (FFP2-Maske) eingehalten hat; mindestens dreifach Geimpfte, Fünf- bis Elfjährige mit mindestens zwei Impfungen; Gesundheitspersonal bei korrektem Tragen von FFP2-Masken
  • Contact Tracing: Wird erst eingestellt, wenn aufgrund der Fallzahlenentwicklung die personellen Ressourcen der Gesundheitsbehörde nicht mehr ausreichen sowie an Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen unter bestimmten Voraussetzungen. Die Gesundheitsbehörden bitten um aktive Mithilfe, wenn sich die Behörde meldet.
  • Corona-Fälle an Schulen: Gelten nicht zwingend als Kontaktperson, sofern mindestens drei Tests pro Woche, davon mindestens einmal PCR, durchgeführt wurden.
  • Corona-Fälle in der Kindergarteneinrichtung:  Gelten nicht zwingend als Kontaktperson, außer eine erwachsene Person aus dem Personal ist betroffen. Wenn mindestens 2 Kinder einer Gruppe betroffen sind, werden zentral Maßnahmen für die Einrichtung festgelegt.
  • Quarantäne-Dauer: Für Infizierte und Kontaktpersonen außerhalb des Haushalts unabhängig vom Impfstatus: 10 Tage mit Freitestmöglichkeit am Tag 5, wenn man mindestens 48 (bei versorgungskritischem Schlüsselpersonal 24) Stunden ohne Symptome und der PCR-Test negativ ist. Für Haushaltskontakte ohne Trennung von der infizierten Person: 10 Tage ab Abstrichdatum dieser Person im Haushalt, unabhängig vom Auftreten weiterer Fälle im Familienverbund.
(Quelle: APA/SALZBURG24)

Aufgerufen am 28.01.2022 um 11:47 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/sieben-tage-inzidenz-in-salzburg-bei-1-118-115170829

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