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Ski-Vergnügen im Lockdown

"Sind weit weg von einer Vollauslastung"

Wintersport ohne Hütten, dafür mit FFP2-Masken

#sheskis Pink Ribbon, Obertauern SALZBURG24/Wurzer
Das sonnige Wetter lockte am Sonntag verhältnismäßig viele Wintersportler auf Salzburgs Berge. (SYMBOLBILD)

Weitgehend leere Pisten, kaum Wartezeiten bei Gondeln und Sesseliften. Fünf Tage nach der Öffnung ziehen zwei Salzburger Skigebiete eine kurze Zwischenbilanz. Für Diskussionen sorgen derweil vereinzelte Schnappschüsse von Menschenansammlungen vor Liften.

Nach dem schleppenden Start an den Weihnachtsfeiertagen war am Sonntag deutlich mehr los in Salzburgs Wintersportgebieten. "Wir sind aber weit weg von einer Vollauslastung", sagt Obertauerns Tourismusdirektor Mario Siedler am Montagvormittag im Telefonat mit SALZBURG24. "Aber dennoch war es – den Umständen entsprechend – zufriedenstellend."

Sehnsucht nach der Natur

Etwa ein Drittel der sonst üblichen Auslastung wurde gestern rund um den Radstädter Tauernpass registriert. Deswegen habe es in Obertauern bislang keine Wartezeiten am Lift gegeben, betont Siedler. "Die Parkplätze waren zum Großteil voll, die Menschen wollen rauf auf den Berg und sehnen sich nach der Natur", zeigt der Touristiker auf.

 

Skigebiete im Lockdown geöffnet

Seit Heiligabend dürfen Skigebiete bekanntlich wieder aufsperren, obwohl am zweiten Weihnachtsfeiertag der dritte Lockdown in Kraft getreten ist.

Skifahren, Piste, SB APA/WOLFGANG SPITZBART
(SYMBOLBILD)

Freie Fahrt auf Salzburgs Pisten

Während in Oberösterreich etliche Skigebiete durch die Corona-Beschränkungen an ihre Belastungsgrenzen kamen, herrschte in Salzburgs Bergwelt freie Fahrt für die Wintersportler.

Dafür gilt überall dort, wo kein Abstand eingehalten werden kann, eine FFP2-Maskenpflicht. Außerdem dürfen Gondeln nur zur Hälfte belegt werden. "Diese Regelung ist völlig überzogen und nicht nachvollziehbar", moniert Siedler. Die Gäste seien jedenfalls recht diszipliniert, was Abstände und Masken betreffe.

"Endlich geht es wieder los"

Die Öffnung der Skipisten im Verbund Snow Space Salzburg sei aus wirtschaftlicher Sicht zwar "schwer darstellbar", sagt Pressesprecher Simon Guggi zu S24, "aber es ist ein Service für unsere Saisonkartenbesitzer." Die Grundstimmung sei positiv, denn "endlich geht es wieder los." Dass die Hütten jedoch gesperrt bleiben müssen und kein Take-Away anbieten dürfen, sei ein bitterer Wehrmutstropfen.

Hoffen und Warten auf Touristen

Die weitere Planung gestalte sich derzeit sehr schwierig, räumt Guggi ein. "Normalerweise sind zu dieser Zeit Tausende Touristen auf den Pisten. Doch nun können eben nur Tagesgäste kommen und das ist sehr wetterabhängig." Nicht nur bei Snow Space Salzburg hofft man inständig darauf, dass der Tourismus mit dem Lockdown-Ende Mitte Jänner wieder in Schwung kommt. "Das ist unser wichtigstes Geschäft."

Aufregung um Bilder aus Flachau

Für Aufsehen in sozialen Medien sorgten am Wochenende nicht zuletzt Bilder von Menschentrauben beim Achterjet Flachau (Pongau). Guggi: "Im überdachten Innenbereich der Gondelstation ging es flott voran, damit die Leute dort nicht stehen bleiben. Deshalb haben sich im Außenbereich davor Wintersportler angesammelt."

Achterjet, Flachau, Menschenmasse, Schlange, SALZBURG24/Leserreporter
Warteschlange am Sonntag beim Achterjet in Flachau.

Alle hätten jedoch FFP2-Masken getragen und draußen sei das Ansteckungsrisiko deutlich geringer als in Innenräumen. Mit Absperrbändern und Ordnern will man solche Menschenansammlungen künftig verhindern. Guggi ortet aber auch ein neues Bewusstsein: "Es gibt heuer kein Drängeln mehr, wie noch in den Jahren davor. Alle stehen diszipliniert wartend in der Schlange."

Flachauwinkl Talstation, Menschenmassen, SALZBURG24/Leserreporter
Eine Aufnahme von der Talstation Flachauwinkl am Sonntagmorgen.

Doch auch an der Talstation Flachauwinkl, einem beliebten Startpunkt für einen Tag am Berg, tummelten sich etwa am Sonntagvormittag viele Menschen in Innenbereich. S24-Leser berichteten von teilweise "völlig chaotischen Zuständen", nur um eine Skikarte bezahlen zu können. Hier sind die Skigebiete gefordert, nochmals im Detail nachzubessern, um einen reibungslosen und vor allem sicheren Ablauf in Corona-Zeiten gewährleisten zu können.

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 27.09.2021 um 12:23 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/skigebiete-in-salzburg-halbleere-pisten-und-volle-parkplaetze-97588456

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