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Influenza

So bereitet sich Salzburg auf die Grippewelle vor

Über 20.000 Impfdosen im Land erwartet

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Die Grippe hat im Süden Österreichs Hochsaison (SYMBOLBILD).

Die Grippewelle ist in Österreich auf dem Vormarsch. Während sie in Tirol heuer überraschend früh ausgebrochen ist und nun auch die Steiermark erreicht, kann im Bundesland Salzburg von einer Influenza-Epidemie bei Weitem noch nicht die Rede sein. "Wir sind aber auf eine Grippewelle bestens vorbereitet", heißt es von der Apothekenkammer auf SALZBURG24-Anfrage.

Die Grippewelle ist in Österreich heuer besonders früh ausgebrochen. Das zeigte sich zuletzt daran, dass wegen einer Influenza-Epidemie und rund 150 erkrankten Kindern in Tirol zwei Volksschulen geschlossen werden mussten.

Salzburger am wenigsten oft krank gemeldet

In Salzburg wurden vergangene Woche nur drei Krankmeldungen (Kinder, Pensionisten und andere Krankenkassen ausgenommen) bei der Gebietskrankenkasse (GKK) wegen "echter" Virus-Grippe und wegen grippaler Infekte registriert. Zum Vergleich: 2018 waren es zum selben Zeitpunkt acht Krankmeldungen. Von einer Grippewelle kann somit (noch) nicht die Rede sein. Salzburg ist zudem laut Angaben der Experten österreichweit seit Jahren – im positiven Sinne – Spitzenreiter in punkto Krankenstände: Im Schnitt ist jeder Versicherte bei der SGKK 11,1 Tage im Jahr als arbeitsunfähig gemeldet. Die Statistik führt Niederösterreich mit einem Durchschnitt von 14,4 Tage an.

"Ein Mitgrund ist die gute Vorsorge und die Tatsache, dass wir vor zwei Jahren das System umgestellt haben um die Durchimpfungsrate im Bundesland zu erhöhen. Nun können die Leute den stark vergünstigten Impfstoff um 12,90 Euro direkt bei der Apotheke kaufen und sich beim Hausarzt ums Eck impfen lassen", heißt es auf S24-Anfrage von der Salzburger Apothekerkammer.

 

Grippewelle: 20.000 Salzburger lassen sich impfen

2018 wurden demnach 18.275 Impfdosen über die 91 Apotheken abgegeben. Für heuer erwartet die Salzburger Apothekerkammer einen deutlichen Anstieg über 20.000 Impfdosen. "Seit den aktuellen Grippe-Vorfällen in der Volksschule in Innsbruck-Igls ist die Nachfrage nach der Grippe-Impfung auch bei den Salzburger Apotheken stark gestiegen", heißt es von der Apothekerkammer. 

Wann und wie schwer die Grippewelle Salzburg erwischt, konnten die Experten freilich nicht prognostizieren. "Es kommt immer darauf an, ob man den Virenstamm erwischt", erklärt die Apothekerkammer. Risikopatienten wie Personen über 60 Jahre, chronisch kranke Leute und schwangere Frauen empfehlen die Experten eine Impfung. "Vor allem bei Herzschwäche, Diabetes, COPD oder Asthma kann eine Influenza lebensgefährlich sein“, heißt es. Meist zirkulieren mehrere Virusstämme gleichzeitig, in diesem Jahr sind es laut Impfexperte Reinhard Würzner, Mikrobiologe an der Medizinischen Universität Innsbruck, unter anderem die Stämme H3N2 und H1N1. 

"Auch wenn Salzburg von der Grippewelle noch verschont ist, erwarten wir, dass sich die Influenza-Epidemie in den kommenden Wochen und speziell im neuen Jahr auch hierzulande zuspitzen wird", sagt ein Experte von der SGKK. Wie ihr eine Grippe-Ansteckung vermeiden könnt, erfahrt ihr HIER.

(Quelle: SALZBURG24)

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