Jetzt Live
Startseite Salzburg
Tipps für Pkw-Lenker

Sommer kann sogar Autos lahmlegen

Nicht volltanken bei Hitze

Extreme Hitze kann bei Autos zu Pannen führen Tilo Grellmann/ Fotolia.com
Extreme Hitze kann bei Autos zu Pannen führen

Nicht nur Menschen, sondern auch Autos leiden an heißen Sommertagen unter der Hitze. Ausfälle und Pannen sind die Folgen. Wir geben euch Tipps, worauf ihr achten solltet. 

Pannenursache Nummer eins während einer Hitzewelle ist laut Josef Nußbaumer, Obmann des Salzburger Landesgremiums Fahrzeughandel, die Autobatterie, "denn durch die erhöhte Betriebstemperatur des Fahrzeugs verliert die Batterie an Flüssigkeit und kann ausfallen", erklärt er und ergänzt: "Gerade bei älteren Batterien sollte man deshalb darauf achten, die Klimaanlage, das Radio und das Licht nicht gleichzeitig in Betrieb zu haben."

 

Reifen in Mitleidenschaft gezogen

Pannenursache Nummer zwei sind die Reifen: "Extreme Hitze in Kombination mit zu niedrigem Luftdruck ist eine der häufigsten und meist unterschätzten Ursachen für Reifenschäden", warnt Herbert Neuhauser, Innungsmeister der Salzburger Kfz-Techniker. Einsätze wegen defekter Kühlsysteme belegen Platz drei im Ranking der Pannenprobleme. Zu Schäden am Kühlsystem kommt es vielfach, weil die Wasserschläuche und der Kühler undicht werden können. Auch über eine marode Wasserpumpe kann Flüssigkeit verloren gehen.

Auto im Sommer nicht volltanken

Das Auto sollte im Sommer außerdem nicht bis zum letzten Tropfen vollgetankt werden. "Der Kraftstoff dehnt sich bei Hitze aus. Deshalb sollte das automatische Abschalten der Zapfpistole an der Tankstelle unbedingt beachtet werden", so Nußbaumer weiter. So werden bei einem in der Sonne geparkten Auto aus 50 Litern kühlem Benzin schnell 51 Liter warmer Kraftstoff. Ist der Tank bis zum Rand gefüllt, steigt durch ein Überlaufen das Brandrisiko. Außerdem kann es zu Lackschäden kommen, die durch starke Sonneneinstrahlung intensiviert werden.

Auto-Check vor langen Fahrten

Neuhauser rät deshalb vor allem vor längeren Fahrten wie in den Urlaub am besten Batterie, Kühlsystem und Reifen in der Kfz-Fachwerkstätte des Vertrauens überprüfen zu lassen, um Pannen vorzubeugen.

Elektronik bei Hitze anfälliger

Aber auch die Elektronik ist bei extremer Hitze anfälliger. So sind die elektrischen Bauelemente von Autos zwar grundsätzlich für einen Temperaturbereich zwischen minus 40 und plus 85 Grad Celsius ausgelegt, aber gerade beim Parken kann die Temperatur unter der Motorhaube auf 100 Grad Celsius ansteigen. Ist die Elektronik überhitzt, geht oft gar nichts mehr.

Im Gegensatz zum kochenden Kühler, wie es früher oft der Fall war, hilft hier Warten nichts. Aber Achtung: Die Weiterfahrt mit defekter Elektronik kann gefährlich werden. Leuchten die Kontrollleuchten von Airbag, ESP und Co auf, sollte laut Neuhauser sofort die nächste Kfz-Werkstatt aufgesucht werden.

Tipps bei Hitze in Autos

  • Eine voll aufgedrehte Innenraumheizung kann dem Motor tatsächlich Kühlung bringen, denn wenn das Kühlsystem des Triebwerks an seine Grenzen stößt, leitet die Heizung die warme Luft aus dem Motorraum in die Fahrgastzelle und der Motor kann besser abkühlen
  • Volltanken bis zum letzten Tropfen kann im Sommer gefährlich werden, da sich der Kraftstoff bei Hitze ausdehnt und aus dem Tank läuft. Es besteht Brand- und Explosionsgefahr. Im Hochsommer werden bei einem in der Sonne geparkten Auto aus 50 Litern Benzin schnell 51 Liter warmer Kraftstoff.
  • Autos sollten – sofern möglich – immer im Schatten oder noch besser in Garagen parken
(Quelle: SALZBURG24)

Whatsapp

Aufgerufen am 15.08.2020 um 02:52 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/sommerhitze-kann-sogar-autos-lahmlegen-58545685

Kommentare

Mehr zum Thema