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Sommerreiseverkehr 2012: Laut ÖAMTC weniger und kürzere Staus

Nach einem Jahr Unterbrechung hat die A10 wieder die Nummer eins Position als staureichste Straße im Reiseverkehr übernommen. FMT-Pictures/F.M.
Nach einem Jahr Unterbrechung hat die A10 wieder die Nummer eins Position als staureichste Straße im Reiseverkehr übernommen.

Positiv fällt die Bilanz des Sommerreiseverkehrs des ÖAMTC aus: Nicht nur die Anzahl der registrierten Staus ging zurück, auch die Staulängen waren im Vergleich zu den vergangenen Jahren deutlich geringer, so der Club in einer Aussendung am Sonntag.

Als Hauptgrund sieht Harald Lasser, Verkehrsexperte des ÖAMTC, den gezielten Ausbau des Transitnetzes: "Vor allem die zweiten Röhren von Tauern- und Katschberg Tunnel, die jahrelang die Hauptstaupunkte waren, machen sich positiv bemerkbar. Es ist aber auch erkennbar, dass der Samstag nicht mehr der alleinige Reisetag ist, sondern immer mehr Urlauber am Freitag oder Sonntag unterwegs sind.

Anzahl der Staus gesunken

"Die Anzahl der vom ÖAMTC an den Ferienwochenenden dieses Sommers registrierten Staus ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Obwohl mit 406 Staus im Sommer 2011 schon ein langjähriger Tiefststand erreicht wurde, gab es diesen Sommer abermals einen Rückgang von rund acht Prozent auf insgesamt 371 Staus. Gezählt wurden Staus mit einer Länge von mehr als 1,5 Kilometern bzw. Verzögerungen von mehr als 15 Minuten.

Längsten Verzögerungen auf A10 und A11

Die längsten Staus wurden auf der Tauernautobahn (A10) und der Karawankenautobahn (A11) verzeichnet. Am 18. August kam es im Rückreiseverkehr Richtung Deutschland auf der A10 bei Kuchl zu einem Unfall, der einen fast 20 Kilometer langen Stau zur Folge hatte. Vor dem Karawanken-Tunnel bildete sich am 28. Juli ein Stau von zwölf Kilometern Länge Richtung Süden. In den vergangenen Jahren erreichten die Rekordstaus jeweils mehr als 30 Kilometer Länge vor dem Tauerntunnel, 2011 waren es vor dem Knoten Villach sogar fast 60 Kilometer.

A10: Zwei Drittel der Staus in Salzburg

Unverändert an der Spitze des Stau-Rankings liegen die Tauernautobahn (A10) und die Fernpass Straße (B179), wobei nach einem Jahr Unterbrechung die A10 wieder die Nummer eins Position als staureichste Straße im Reiseverkehr übernommen hat. 15,90 Prozent aller Staus wurden hier verzeichnet. Knapp zwei Drittel der Staus auf der A10 lagen im Land Salzburg, etwa ein Drittel in Kärnten, so der ÖAMTC. 11,86 Prozent aller registrierten Staus wurden auf der B179 gemeldet, 7,81 Prozent auf der Westautobahn (A1) und 6,20 Prozent auf der Rheintalautobahn (A14)

Die stauträchtigsten Stellen waren im Sommerreiseverkehr einmal mehr einröhrige Tunnel. Die ersten drei Positionen werden von Pfändertunnel (A14), Lermooser-Tunnel (B179) und Karawankentunnel (A11) eingenommen. Hier wurden jeweils etwa fünf Prozent aller Staus verzeichnet. "Beim Spitzenreiter Pfändertunnel ist allerdings Entspannung in Sicht. Hier ist die neue Röhre schon in Verwendung, während die alte saniert wird. Nächsten Sommer kann hier der Verkehr schon in beiden Tunnelröhren - und damit wohl auch staufrei - laufen", so Lasser. "Unfälle waren auch dieses Jahr die häufigste Ursache für Staus, allerdings diesmal dicht gefolgt von Verkehrsüberlastung", sagte der Experte "Diese beiden Ursachen sorgen für beinahe dreiviertel aller Staus. Baustellen hingegen sind im Vergleich zu den Vorjahren immer seltener Grund für längere Verzögerungen." (APA)

(Quelle: S24)

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