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Soziales Engagement

"Da geht mir das Herz auf"

Zwei Salzburgerinnen erzählen

Mutter, Kinder, Lesen, Buch, SB Bilderbox/SYMBOLBILD
Wachsende Familien in der Kinderbetreuung unterstützen: Das machen Freiwillige in Salzburg.

Die eigene Zeit schenken, um anderen zu helfen: Das machen in Salzburg zahlreiche Freiwillige jeden Tag. Am zweiten Salzburger Freiwilligentag rückt dieses Engagement in den Mittelpunkt. Zwei Salzburgerinnen haben uns erzählt, warum sie Mitmenschen unbezahlt unterstützen und wie es ihr Leben bereichert.

Die Möglichkeiten sich in Salzburg freiwillig zu engagieren sind vielfältig, es gibt auch eine eigenen Plattform – die Salzburger Freiwilligenbörse – über die man das passende Engagement suchen und finden kann.

„Hätte das auch brauchen können“

Ulli Sams hat ihr Herzensprojekt ganz ohne Suche gefunden, erzählt sie im Gespräch mit SALZBURG24. Ein Zeitungsartikel machte sie auf „Calimero“ aufmerksam. Das von der Caritas initiierte Projekt unterstützt wachsende Familien bei ihren täglichen Herausforderungen.

„Ich hätte das auch selbst gut brauchen können, als mein Sohn auf die Welt kam“, erklärt die 57-Jährige. Sie könne sich daher gut in die Mütter hineinversetzen. Sechs Familien und 14 Kinder hat sie bisher begleitet.

Soziales Engagement Calimero
Ulli Sams unterstützt wachsende Familien in Salzburg.

Zeit in soziales Engagement investieren

Vor zwei Jahren habe sie mehr Zeit zur Verfügung gehabt und das Bedürfnis, sich sozial zu engagieren. „Als ich von Calimero' gelesen habe, wusste ich: Das ist genau das, was ich machen will“, blickt Sams zurück. Schon 1993 war sie als Volunteer bei den ersten Special Olympics in Schladming dabei, da sei „der Funke übergesprungen.“

„Es ist ein sehr schönes Erleben mit den Kindern. Es macht einfach Spaß“, schildert sie ihre Erfahrungen. Sie könne so etwas von ihrem eigenen Glück weitergeben. „Wenn ich anläute und der Dreijährige mir die Türe aufmacht und sagt: ‚Die Ulli ist da‘ – da geht mir das Herz auf.“

Großer Bedarf bei "Calimero"

Vor allem für Alleinerziehende und Zugezogene sei das Projekt eine große Stütze. „Ohne soziales Umfeld hängt man in der Luft, das ist schon sehr schwierig. Und da springen wir ein.“ Der Bedarf sei groß, sie könne die Tätigkeit auch nur weiterempfehlen. Mit den Kindern geht sie spazieren, auf den Spielplatz oder auch auf den Fußballplatz um die Eltern zu entlasten.

Konitz: „Das hat sich so ergeben“

Auch Monika Konitz ist eher zufällig zum sozialen Engagement gekommen. Die Stadt-Salzburgerin wohnt in der Alpenstraße, mit der Nordic-Walking-Gruppe der Diakonie sei sie öfter unterwegs gewesen und dort auf den Senioren-Besuchsdienst gestoßen.

„Und so hat sich das dann ergeben“, erinnert sie sich. Das sei jetzt fünf Jahre her – fünf Jahre, in denen sie sich einmal die Woche für drei Stunden mit einer mittlerweile 95-jährigen Dame trifft.

Schicksalsschläge verbinden

„Früher haben wir auch hin und wieder Ausflüge gemacht. Die meiste Zeit aber haben wir Kaffeegetrunken und geplaudert.“ Und zu erzählen habe ihre Gesprächspartnerin einiges: „Es ist für mich sehr interessant, mehr aus dem Leben dieser Frau zu erfahren. Die Chemie zwischen uns hat einfach gepasst.“ Die beiden Frauen haben auch viele Gemeinsamkeiten festgestellt, haben ähnliche Schicksalsschläge erlebt.

„Es macht mir einfach Freude“

An den Tagen, wo sich die beiden nicht sehen, telefonieren sie hin und wieder miteinander. Die 95-Jährige ist die einzige, mit der sich die Salzburgerin regelmäßig trifft. Zu ihrer Motivation sagt die 71-Jährige, dass sie sehr viel zurückbekomme: „Es gibt mir so viel, es macht mir einfach eine Freude“, betont Konitz abschließend.

(Quelle: SALZBURG24)

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