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Spar-Chef unterschreibt Volksbegehren gegen CETA und Co

Spar-Chef Gerhard Drexel (ganz links) hat für das Volksbegehren unterschrieben. APA/HERBERT NEUBAUER
Spar-Chef Gerhard Drexel (ganz links) hat für das Volksbegehren unterschrieben.

Die Chefs des Handelsriesen Spar sowie der Umweltschutz-Organisationen Global 2000 und Greenpeace haben am heutigen Mittwoch - wie auch bereits in Inseraten in heimischen Tageszeitungen - zur Unterstützung des Volksbegehrens gegen CETA und Co aufgerufen.

Das Volksbegehren sei die letzte Chance, um vom österreichischen Nationalrat ein Nein zu CETA zu fordern.

Aufforderung am Kassenbons

Gerhard Drexel, Leonore Gewessler und Alexander Egit traten gemeinsam mit dem Umweltmediziner Hans-Peter Hutter vom Institut für Umwelthygiene der MedUni Wien und dem burgenländischen Landwirt und Kommunalpolitiker Erich Sekovics in Wien auf. Egit, Gewessler und Hutter leisteten beim Bezirksamt in der Innenstadt ihre Unterschrift. Die anderen Gegner der Handelsabkommen hatten bereits in ihrer Heimatgemeinde unterschrieben, hieß es in einer Aussendung. Spar ruft sogar auf den Kassenbons zur Unterschrift auf.

Grün und Blau einig

Auch die Grüne Parteichefin Eva Glawischnig hatte für heute ihre Unterschrift unter das Volksbegehren angekündigt. Hier gibt es eine seltene grün-blaue Einigkeit - denn die FPÖ-Spitze unterschreibt ebenso. Der freiheitliche Parteichef Heinz Christian Strache forderte am Mittwoch in einer Aussendung zudem eine Volksabstimmung über CETA und TTIP, denn die Österreicher würden diese Abkommen nicht wollen, so der Blaue.

Freihandel sei Wohlstand

Indes warnten die Chefs der steirischen Wirtschaftskammer und steirischen Industriellenvereinigung: "Wer gegen Freihandel ist, ist gegen Wohlstand." Schon am Montag hatte der IV-Bereichsleiter für Internationale Beziehungen, Michael Löwy, wegen der Inserate von Spar, Greenpeace und Global 2000 dafür plädiert, die positive Gesamtwirkung des CETA-Abkommens zu betrachten.

Nahrungsmittelsicherheit nicht gefährdet

Die geäußerten Befürchtungen im Inserat seien unbegründet, so der IV-Vertreter. Die Nahrungsmittelsicherheit sei nicht gefährdet: "Die Zusatzerklärung schließt genau diese Befürchtungen aus", sagte Löwy. "Denn der CETA-Vertrag sagt, dass nationale bzw. EU-Standards durch CETA unberührt bleiben." Der IV-Vertreter hinterfragte, ob beim Lebensmittelthema gar bewusste Angst-Mache betrieben werde.

(APA)

(Quelle: S24)

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