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Bilanz

Spar-Konzern meldet 2019 Rekord-Umsatz

11,15 Milliarden Euro erwirtschaftet

Spar, SB APA/BARBARA GINDL
Spar meldet ein mehr als positives Geschäftsfjahr 2019. (ARCHIVBILD)

Im letzten Jahr hat der Spar-Konzern laut eigenen Angaben einen „Rekord-Umsatz“ erwirtschaftet. In einer Aussendung heißt es, dass der Netto-Umsatz auf 11,15 Milliarden Euro angewachsen sei. Die positive Entwicklung ziehe sich über den gesamten Konzern.

Spar wuchs in Österreich 2019 um +4,7 Prozent und somit mehr als doppelt so stark wie die gesamte Lebensmittelhandels-Branche, deren Wachstum Nielsen mit +2,1 Prozent beziffert.

2020 liegt Spar– gesehen über die ersten fünf Monate des Jahres – bei einem Marktanteil von 33,9 Prozent und ist damit in diesem Zeitraum erstmals Marktführer in der Geschichte des österreichischen Lebensmittelhandels.

Nettoumsatz von 11,15 Milliarden Euro

Die soeben veröffentlichte Gesamtkonzernbilanz für das Jahr 2019 der SPAR Holding AG bestätige die positive Entwicklung des Unternehmens, schreibt der Konzern. Der konsolidierte Nettoumsatz stieg um +4,9 Prozent auf 11,15 Milliarden Euro. Das Eigenkapital wurde um 220 Millionen Euro auf 2,63 Mrd. Euro aufgestockt

Millionen-Investitionen 2019

680 Millionen Euro hat der Konzern im letzten Jahr investiert. Der Großteil floss in ein neues Zentrallager und ein neues TANN-Produktionswerk in Monselice bei Padua. Das Coronavirus hat den Bau zwar verzögert, mit einer Eröffnung in diesem Jahr rechnet man trotzdem.

Im Bereich Einkaufszentrum errichtet Spar in der slowenischen Hauptstadt Ljublijana laut eigenen Angaben „das modernste Einkaufszentrum Sloweniens“. Es wurde im Mai 2020 eröffnet.

Positive Entwicklung für Spar

Alle drei Geschäftsfelder der SPAR Holding AG – Lebensmittelhandel, Sportfachhandel und der Bereich Einkaufszentrum – verzeichneten 2019 eine positive Entwicklung: An insgesamt 3.207 Standorten in Österreich und in sieben Nachbarländern erzielte die SPAR-Gruppe einen Bruttoverkaufsumsatz von 15,72 Milliarden Euro (+4,7 Prozent zum Vorjahr) und beschäftigt insgesamt 85.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon über 3.200 Lehrlinge.

Hervis mit neuer strategischer Ausrichtung

Die insgesamt 237 Hervis Sport-Fachmärkte in sieben Ländern erzielten 2019 einen Gesamtverkaufsumsatz von 513 Millionen Euro, dies bedeutet ein Wachstum von +3,2 Prozent. Zu Jahresende gab es bei Hervis eine Änderung in der Geschäftsführung, die die strategische Ausrichtung des Unternehmens auf neue Beine stellen soll. Erste Ergebnisse seien im neueröffneten Hervis im Europark bereits sichtbar.

Poppmeier übernimmt von Drexel

Die Spar Holding steht mit Jahresende vor einer großen personellen Weichenstellung: Nach 31 Jahren im Spar-Vorstand wird Gerhard Drexel (64) altersbedingt Ende 2020 aus dem Vorstand ausscheiden und Anfang 2021 in den Aufsichtsrat des Handelskonzerns wechseln und dort den Vorsitz übernehmen. Der langjährige Spar-Chef und -Miteigentümer übergibt den Chefsessel an den zehn Jahre jüngeren Fritz Poppmeier (54), Sohn des Spar-Gründers Fritz Poppmeier. Beim Salzburger Familienkonzern Spar ist die Nachfolge streng geregelt. Die Statuten sehen ein Alterslimit von 65 Jahren vor, die Chefs kommen immer aus den Gründerfamilien.

(Quelle: SALZBURG24)

Spar-Chef Drexel übergibt Vorsitz mit Jahresende

SB, Spar SALZBURG24/Wurzer

Beim Salzburger Familienkonzern Spar ist die Nachfolge streng geregelt. Die Statuten sehen ein Alterslimit von 65 Jahren vor, die Chefs kommen immer aus den Gründerfamilien. Der langjährige Spar-Boss Gerhard Drexel erreicht im August dieses Alter und muss daher das Zepter mit Ende 2020 abgeben. Neuer Vorstandsvorsitzender der Spar Holding AG wird mit Jahresbeginn 2021 Fritz Poppmeier (54).

Poppmeier stammt wie Drexel aus der Familie der Spar-Gründer. Auch sein künftiger Stellvertreter Hans K. Reisch (58) ist freilich aus diesen Reihen. Der Handelskonzern Spar gehört zu 93 Prozent den Familien Drexel, Poppmeier und Reisch, den Rest besitzen einzelne Privatpersonen.

OBS_20200626_OBS0004.jpg SPAR/HELGE KIRCHBERGER Photography
Fritz Poppmeier, Sohn des Spar-Gründers, übernimmt mit Anfang 2021.

Drexel 31 Jahre lang Spar-Vorstand

Der Vorarlberger Drexel ist seit 31 Jahren im Spar-Vorstand, 20 Jahre davon als Vorstandsvorsitzender. Als Miteigentümer wird er Anfang 2021 in den Aufsichtsrat wechseln und dort den Vorsitz übernehmen, gab das Unternehmen am Freitag bekannt. Rudolf Staudinger wird nach 36 Jahren bei Spar und nach 18 Jahren im Vorstand ebenfalls per Ende des Jahres mit 65 Jahren aus dem Vorstand ausscheiden.

Keine Konflikte gescheut

Anders als andere Handelsmanager scheute Drexel keine Konfrontation und nahm sich kaum je ein Blatt vor den Mund. Er wetterte lautstark gegen Freihandelsabkommen wie CETA und TTIP, erst Anfang des Jahres zog er sich den Protest der Bauern zu, als er ein "Handelsbashing" durch Agrar-Funktionäre kritisierte.

2014 trug Drexel öffentlich einen Konflikt mit dem Chef der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB), Theodor Thanner, aus. Es ging um vermutete Preisabsprachen. Ende 2015 folgte der Paukenschlag: Spar wurde vom Kartellobergericht zu einer Rekordstrafe von 30 Mio. Euro verdonnert. Es war eine der höchsten Kartellstrafen in der österreichischen Geschichte. Im Jahr darauf, 2016, musste der Handelskonzern weitere rund 10 Mio. Euro bezahlen.

Spar an Erzrivalen Rewe herangeführt

Doch der streitlustige Spar-Chef führte das Familienunternehmen immer näher an den Erzrivalen Rewe (Adeg, Billa, Merkur und Penny) heran. Während der Marktanteil von Rewe 2019 bei 34,1 Prozent stagnierte, legte Spar weiter zu auf 32,7 Prozent. 2019 beschäftigte Spar in Österreich allein in seinen Lebensmittelketten knapp 44.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und verfügte über mehr als 1.500 Standorte der Marken Spar, Eurospar, Interspar und Maximarkt.

Marcus Wild neu im Vorstand

Neu in den Spar-Vorstand kommen mit Jahresbeginn 2021 Marcus Wild (57), Markus Kaser (48) und Paul Klotz (54). Da sich Spar in Zukunft noch stärker als mitteleuropäischer Handelskonzern ausrichten will, "werden in Zukunft auch fünf statt bisher vier Vorstände im Konzern-Vorstand tätig sein", hießt es in einer Aussendung des Handelsunternehmens.

Wild war bisher Chef der Spar-Shoppingcenter-Tochter SES und wird künftig im Vorstand für SES, Immobilien, die Sporthandelsfirma Hervis und Business Process Management zuständig sein. Interspar-Geschäftsführer Kaser soll unter anderem die Bereiche Marketing, CSR, Einkauf, IT sowie Interspar und Maximarkt verantworten. Klotz, seit 2000 in der Geschäftsführung der Auslandstochter DeSPAR Italien, soll sich in Zukunft um die Auslandsgeschäfte kümmern.

Der Reigen in der fast ausschließlich männlich besetzten Spar-Führungsriege dreht sich wie folgt weiter: Johann Felser, derzeit Finanzchef (CFO) der Shoppingcentertochter SES, wird Vorsitzender der Geschäftsführung und folgt Wild. Ihm zur Seite als neue Geschäftsführer der SES stehen Christoph Andexlinger, der derzeit das Center-Management International leitet und Johannes Köth, der das internationale Asset Management leitet.

Johannes Holzleitner neuer Interspar-Geschäftsführer

Neuer Interspar-Geschäftsführer wird Johannes Holzleitner, seit 2012 Leiter des Bereichs Lieferantenpolitik und Sortimentsstrategie sowie Geschäftsführer EKS. Dietmar Steiner bleibt wie bisher stellvertretender Geschäftsführer bei Interspar. Neu hinzu kommt als stellvertretende Geschäftsführerin Michaela Kaspar, bisher bei Interspar Bereichsleiterin Food und Non-Food. Nachfolgerin für Holzleitner als Leiterin Lieferantenpolitik und Sortimentsstrategie sowie Geschäftsführerin EKS wird Tanja Wiesmann, seit 2001 Sortimentsmanagerin bei Spar.

Die Nachfolge von Klotz in der Italien-Geschäftsführung wird Christof Rissbacher übernehmen, der seit acht Jahren die Spar-Zentrale Wörgl führt. Neue Geschäftsführerin der Spar-Zentrale Wörgl wird Patricia Sepetavc, die derzeit den Filialbereich für Tirol und Salzburg leitet.

Aufgerufen am 17.04.2021 um 02:31 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/spar-mit-rekord-umsatz-2019-90003940

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