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Befindlichkeiten

SPÖ fühlt sich von LH Haslauer benachteiligt

Angebliche Videokonferenz "nur mit ÖVP-Ortschefs"

David Egger APA/BARBARA GINDL
SPÖ-Landesparteivorsitzender David Egger hatte am Rande eines Pressegesprächs heute geschildert, dass Haslauer in einer Videokonferenz ausschließlich mit ÖVP-Bürgermeistern konferiert habe. 

Politischen Wirbel hat es heute wegen einer angeblichen Bevorzugung der ÖVP-Bürgermeisterinnen und -Bürgermeister bei der Information über den bevorstehenden Lockdown in Salzburg gegeben. Die SPÖ-Politiker fühlen sich benachteiligt.

Die SPÖ wirft Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) vor, im Vorfeld der heute bekannt gegebenen Lockdown-Entscheidung ausschließlich die ÖVP-Ortschefs einbezogen, aber kein einziges Gespräch mit den SPÖ-geführten Gemeinden geführt zu haben. Das Büro Haslauer dementierte.

SPÖ-Landesparteivorsitzender David Egger hatte am Rande eines Pressegesprächs heute geschildert, dass Haslauer in einer Videokonferenz ausschließlich mit ÖVP-Bürgermeistern konferiert habe. Im Büro des Landeshauptmannes wurde dies auf APA-Anfrage dementiert. Ein solches Gespräch habe es nicht gegeben.

"Vom Informationsfluss abgeschnitten"

Der Bischofshofener Bürgermeister Hansjörg Obinger (SPÖ) hingegen berichtet von einer eineinhalbstündigen Videokonferenz. Zur APA sagte er, er könne zwar keine Namen nennen, habe aber gleich von mehreren ÖVP-Kollegen von diesem Gespräch erfahren. "Wenn es darum geht, wichtige Entscheidungen zu besprechen, dann setzt der Landeshauptmann selbst in der schwersten Gesundheitskrise scheinbar seine schwarz-türkise Parteibrille auf", so Obinger in einer Aussendung. Die größten Gemeinden des Landes außerhalb der Landeshauptstadt (z.B.: Hallein, Saalfelden oder Zell am See) seien so vom Informationsfluss abgeschnitten worden.

(Quelle: APA)

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