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"Sprechender Skihelm" für mehr Sicherheit auf der Piste

Wissenschaftler aus Salzburg und Italien entwickeln derzeit einen "sprechenden Skihelm" mit intelligenter Skibrille. Das innovative Produkt soll durch moderne, technische Systeme die Sicherheit der Skifahrer erhöhen, informierte am Montag die Salzburger Landeskorrespondenz.

"Wir befinden uns in der absoluten Startphase. Der Helm mit integrierter Skibrille soll die Sicherheit verbessern. Wir haben da ein paar Ideen. Mitte 2014 werden wir soweit sein, um zu sagen, wie die Möglichkeiten umgesetzt werden können", sagte Erich Müller, Leiter des Fachbereichs Sport- und Bewegungswissenschaft der Universität Salzburg und Vizerektor für Lehre, zur APA.

"Sprechender Skihelm" soll Sicherheit erhöhen

Der Skihelm soll ein breites Spektrum an Sicherheitsvorkehrungen abdecken, angefangen von Lawinengefahr über die Warnung einer Kollisionsgefahr bis zur Auslösung eines Airbags. "In einem Jahr wissen wir schon mehr darüber, wie das Produkt aussehen soll", sagte Müller. Die Universität Salzburg kooperiert auch mit der Firma Design Storz in Zell am See. Diese kümmert sich nicht nur um das Design, sondern auch um die Funktionalität des Produktes. Der Helm soll aus umweltfreundlichen, leichten Materialen bestehen und einen hohen Tragekomfort bieten. Biosensoren, LED-Systeme zur Sichtverbesserung sowie GPS und Beschleunigungsmesser werden eingebaut. Der Projektidee zufolge passt sich die "intelligente Skibrille" in kürzester Zeit an die klimatischen und räumlichen Bedingungen an und kommuniziert mit dem Träger. Sie informiert über mögliche Gefahrenquellen und die körperliche Verfassung. Wegen der Multifunktionalität eignet sich der Helm auch für andere Sportarten.

Forschungsprojekt "sprechender Skihelm" in Arbeit

Leadpartner ist der italienische Projektpartner "Dolomiticert", laut Müller handelt es sich dabei um eine öffentlich gestützte Forschungseinrichtung. Ein weiterer Partner ist die Universität Padua. Auf Anfrage gab das Salzburger Landespressebüro den Kostenanteil für Salzburg bekannt. Demnach entfallen auf den Salzburger Projektteil 227.000 Euro. 60 Prozent (136.200 Euro) sind EFRE-Mittel, also Gelder aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung. 45.000 Euro kommen aus dem Wirtschaftsressort des Landes Salzburg. Die restlichen Kosten für den "sprechenden Skihelm" lukrieren sich aus Eigenmittel des Projektträgers. (APA)
(Quelle: S24)

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