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Salzburger AK warnt

Preiswillkür an der Zapfsäule droht

Verlängerung der Spritpreis-Verordnung gefordert

Tanken, Benzin, Tankstelle, Sprit, SB APA/HERBERT NEUBAUER
Die Erhöhung der Spritpreise ist in Österreich rechtlich geregelt. (SYMBOLBILD)

Einmal täglich –um 12 Uhr – dürfen heimische Tankstellen die Treibstoffpreise erhöhen. Geregelt ist das in der 2011 eingeführten Spritpreis-Verordnung. Diese läuft wie auch die Preistransparenz-Verordnung mit Jahresende aus. Für Autofahrerinnen und Autofahrer würde das bedeuten, dass Spritpreise nur mehr schwer vergleichbar wären. Der Präsident der Arbeiterkammer Salzburg (AK), Peter Eder, fordert eine unbefristete Verlängerung.

Die Preistransparenz an Österreichs Zapfsäulen könnte bald ebenso der Vergangenheit angehören. Sowohl die Spritpreis-Verordnung als auch die Preistransparenz-Verordnung laufen mit Ende diesen Jahres aus. Als Folge könnten künftig Diesel- und Benzinpreise nach Belieben geändert werden. Zudem würde die Verpflichtung für Tankstellenbetreiber entfallen, Veränderungen der Treibstoffpreise an die E-Control zu übermitteln.

"Benzinpreise wären nicht kalkulierbar"

"Für die Autofahrerinnen und Autofahrer wären die Preise dann nicht mehr kalkulierbar", gibt Eder im Gespräch mit SALZBURG24 zu bedenken. Aus seiner Sicht ist es jedoch wichtig, dass man die Spritpreise in Echtzeit verfolgen und vergleichen kann, um so bei der günstigsten Zapfsäule zu tanken. Bei Ablauf der Preistransparenz-Verordnung fiele die Meldepflicht an die E-Control weg. Die Arbeiterkammer fürchtet in diesem Fall eine Einstellung des Online-Preisvergleiches.

Salzburg: Unterschiede an der Zapfsäule

Dass es durchaus Preisunterschiede innerhalb des Bundeslandes gibt, zeigt eine aktuelle Erhebung der Arbeiterkammer. Bei Super-Benzin lag die Stadt mit 2,92 Prozent unter dem Landesschnitt. Bei Diesel hatte der Pinzgau mit 2,45 Prozent unter dem Landesschnitt knapp die Nase vor der Stadt. Eindeutig der teuerste Gau ist wieder einmal der Lungau. Bei Super um 6,76 Prozent und bei Diesel um 4,34 Prozent über dem Landesschnitt. Gegenüber der Stadt ist der Lungau bei Super um 9,96 Prozent und bei Diesel gegenüber dem Pinzgau um 6,96 Prozent teurer. Bei einem 50-Liter-Tank (Super) zahlen Autofahrer im Lungau um 6,35 Euro mehr als Stadt-Salzburger. 50 Liter Diesel sind im Lungau um 4,3 Euro teurer als im Pinzgau.

AK fordert Erneuerung der Spritpreis-Verordnung

Die Arbeiterkammer fordert daher eine unbefristete Verlängerung beider Vorschriften. "Wir haben von der Politik noch nichts gehört, dass hier etwas getan wird. Daher fordern wir jetzt, dass man hier nicht vergisst, die Verordnung zu verlängern", betont Eder. Sollte es bis Jahresende noch zu keiner Regierungsbildung gekommen sein, könne die aktuelle Übergangsregierung diesen Beschluss fassen.

(Quelle: SALZBURG24)

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