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14.000 Flüchtlinge am Wochenende via Ungarn nach Österreich gereist

Rund 14.000 Flüchtlinge sind an diesem Wochenende nach einer vorläufigen Bilanz des Innenministeriums via Ungarn nach Österreich gekommen. 12.000 von ihnen seien bereits weitergereist, sagte Ministeriumssprecher Karl-Heinz Grundböck am Sonntagnachmittag. Die ÖBB kehrten nach dem Nachlassen des Flüchtlingszustroms aus Ungarn unterdessen auf der Westbahnstrecke zum Regelbetrieb zurück.

Der Ansturm auf den Grenzübergang Nickelsdorf hatte in der Nacht auf Samstag eingesetzt, nachdem die Regierungen in Wien und Berlin zugesagt hatten, die Flüchtlinge aus Ungarn einreisen zu lassen. Hauptziel der Flüchtlinge ist Deutschland. In Österreich seien rund 30 Asylanträge gestellt worden, sagte Grundböck. Die Zahlen beziehen sich auf den Stand von Sonntag 15.00 Uhr.

Mehr als 12.000 Flüchtlinge seit Samstag

Seit Samstag passierten mehr als 12.000 Flüchtlinge die österreichische Grenze bei Nickelsdorf. Diese Zwischenbilanz zog der burgenländische Landespolizeidirektor Hans Peter Doskozil am Sonntagnachmittag bei einer Pressekonferenz. Abseits von kleineren Gruppen befand sich am frühen Sonntagnachmittag niemand in den Sammelstellen in Nickelsdorf.

Sowohl die Nova Rock Halle in Nickelsdorf als auch die Asfinag Halle in Parndorf seien leer, so Doskozil. Am Samstag kamen rund 10.000 Flüchtlinge über die Grenze. Nach Mitternacht habe man keine größeren Aufgriffe mehr verzeichnet.

Annahmen, dass sich im grenznahen Bereich rund 2.000 Personen aufhielten, bewahrheiteten sich nicht. Es handelte sich um eine Gruppe von vermutlich 80 Personen. "Es ist immer noch die Situation jene, dass wir keine verlässlichen Informationen bekommen." Am Nachmittag sollte es dazu ein weiteres Gespräch mit den ungarischen Behörden geben.

8.500 Flüchtlinge am Samstag in Wien eingetroffen

Am Samstag waren nach Polizeiangaben 8.500 Flüchtlinge auf den großen Wiener Bahnhöfen eingetroffen, 7.500 reisten Richtung Deutschland weiter. Am späten Sonntagvormittag befanden sich noch 800 Flüchtlinge auf dem Westbahnhof.

Sonntag: ÖBB kehrt zum Regelbetrieb zurück

Am Sonntagnachmittag kehrten die ÖBB nach dem Nachlassen des Flüchtlingszustroms aus Ungarn auf der Westbahnstrecke, also von Wien Richtung Deutschland, zum Regelbetrieb zurück. Die Lage habe sich stabilisiert, Sonderzüge würden vorläufig nicht mehr benötigt, sagte Unternehmenssprecherin Sonja Horner.

Umsteigen der Flüchtlinge verlief reibungslos

Das Umsteigen von 700 Flüchtlingen, die mit 17 Bussen vom Burgenland nach Salzburg gebracht wurden, ist unterdessen am Samstagnachmittag reibungslos verlaufen. Ein Bus nach dem anderen hielt in der Lastenstraße vor dem Bahnhof. Die Menschen stiegen ruhig, langsam und geordnet aus und wurden von Dolmetschern und Einsatzkräften zum Bahnsteig geleitet. Dort stiegen sie in den nächsten Zug nach München ein.

(APA)

(Quelle: S24)

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