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16 Jahre nach Raubüberfall: Prozess in Salzburg

16 Jahre nach einem Raubüberfall wird einem Mann der Prozess gemacht. APA/Neumayr/MMV
16 Jahre nach einem Raubüberfall wird einem Mann der Prozess gemacht.

16 Jahre nach einem Raubüberfall auf eine Prostituierte muss sich am Freitag ein 31-Jähriger vor einem Salzburger Schwurgericht wegen schweren Raubes mit Dauerfolgen verantworten. Die 42-jährige Frau wurde schwer verletzt, sie erblindete auf einem Auge. Der Fall war lange Zeit ungeklärt.

Der Mann erzählte aber einem Häftling über seine Mittäterschaft, dieser hat ihn dann "verpfiffen". Der zur Tatzeit 14-jährige Angeklagte soll zusammen mit seinem Onkel den Überfall am 1. April 1998 im Salzburger Stadtteil Liefering begangen haben.

Prostituierte verstarb 2005

Auf die Prostituierte - sie starb 2005 eines natürlichen Todes - soll der jüngere der beiden mit einem Hammer 20 mal auf den Kopf eingeschlagen haben. Die Täter machten sich mit der Handtasche des Opfers und 1.000 Schilling (72,67 Euro) aus dem Staub.

Mithäftling gibt Infos weiter

Die Polizei forschte damals einen 29-jährigen Serben als Verdächtigen aus. Doch der konnte untertauchen und starb 2012 an Krebs. Seit dem Vorjahr steht sein Neffe aber im Visier der Justiz: Er verbüßte wegen mehrere Gewaltdelikte eine mehrjährige Freiheitsstrafe in der Justizanstalt Graz-Karlau. Dort vertraute er einem Gefangenen an, dass er bei dem Überfall in Salzburg dabei gewesen sei. Der Mithäftling gab die Informationen den Behörden weiter.

 

(APA)

(Quelle: S24)

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