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20 Jahre Soldatinnen beim Bundesheer: Zwei Frauen im Offiziersrang in Salzburg

Ausmusterung im Jahr 2003 mit dem damaligen Bundespräsidenten Thomas Klestil. Bundesheer/Vzlt Marin Pickl
Ausmusterung im Jahr 2003 mit dem damaligen Bundespräsidenten Thomas Klestil.

Vor 20 Jahren ebnete der Nationalrat den Weg für Frauen beim Bundesheer. Seit diesem Zeitpunkt besteht für Frauen die Möglichkeit, als Soldatin im Österreichischen Bundesheer Dienst zu versehen. Am 1. April 1998 rückten die ersten Soldatinnen zum Bundesheer ein. Seither sind Frauen in allen Funktionen des Bundesheeres tätig – von Militärpilotin, über Militärseelsorgerin. und Panzerkommandantin bis hin zur Ärztin oder Technikerin. Salzburg hat zwei Frauen mit Offiziersrang.

Das Bundesheer bietet im Rahmen seiner Sportförderung auch Leistungssportlerinnen die finanzielle Möglichkeit, als Sport-Soldatinnen für nationale und internationale Wettkämpfe zu trainieren.

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

Mit Stichtag 12. September 2018 leisteten insgesamt 670 Soldatinnen ihren Dienst im Heer. 26 Frauen befinden sich aktuell im Auslandseinsatz. Der derzeit höchste von einer Frau bekleidete Offiziersrang ist Brigadier der höchste Unteroffiziersdienstgrad ist Offiziersstellvertreter. Da im Bundesdienst eine geschlechtsunabhängige Entlohnung gilt, ist gleicher Lohn für gleiche Arbeit im Österreichischen Bundesheer längst Realität.

Insgesamt unterteilen sich die Soldatinnen im Bundesheer derzeit in 69 Offiziere, zehn Fähnriche in der Offiziersausbildung an der Militärakademie in Wiener Neustadt, 186 Unteroffiziere, 111 Leistungssportlerinnen und die restlichen 294 Soldatinnen befinden sich im Ausbildungsdienst.

APA Salzburg24
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Immer mehr Frauen im Heer

Auch wenn Frauen, gemessen an der Gesamtzahl der Soldaten im Bundesheer noch immer in der Minderheit sind, hat es vor allem in den letzten zwei Jahren einen überdurchschnittlichen Anstieg an weiblichen Soldaten, welche sich für den Dienst im Österreichischen Bundesheer entschieden haben, gegeben. Seit Jänner 2016 konnte eine Steigerung um 55 Prozent verzeichnet werden.

Frauen im Offiziersrang in Salzburg

Am 6. September 2003 musterten erstmals in der Geschichte des Bundesheeres vier Frauen als Offizier an der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt aus und beendeten ihre Ausbildung zum Berufsoffizier. Die Absolventinnen hatten ein anspruchsvolles 8-semestriges Fachhochschuldiplomstudium positiv hinter sich gebracht und bekamen bei den Ausmusterungsfeierlichkeiten nicht nur den Dienstgrad "Leutnant" sondern auch den akademischen Grad "Magistra (FH) Militärische Führung" verliehen.

Drei, der im Jahr 2003 zum Offizier ausgemusterten Frauen versehen noch heute als Berufsoffizier ihren Dienst beim Österreichischen Bundesheer, eine davon in Oberösterreich und zwei in Salzburg.

Im Bundesland Salzburg führt Frau Major Birgit Dax als Kommandant das Kommando Feldlagersysteme beim Pionierbataillon 2 als technischer Pionieroffizier in der Salzburger Schwarzenberg-Kaserne und Frau Major Andrea Linauer ist als Technischer Offizier in der Einsatzzentrale Berg der Luftraumüberwachung in St. Johann im Pongau tätig.

Für Verteidigungsminister Mario Kunasek sind die vergangenen 20 Jahre eine "Erfolgsgeschichte". "Heute gehören Soldatinnen zum Berufsalltag im Bundesheer. Ich habe selbst als Gruppenkommandant junge zielstrebige Frauen ausgebildet und kenne die Leistungsbereitschaft unserer Soldatinnen." Das Bundesheer biete jungen Frauen eine interessante berufliche Perspektive. "Dabei gibt es keine Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Es gibt gleiche Chancen und gleiche Bezahlung. Für die Besten stehen alle Karrierepfade offen."

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